Seit März kein Pflichtspiel

Youssoufa Moukoko bleibt bei den BVB-Profis: Warum das Fluch und Segen zugleich ist

Youssoufa Moukoko soll bei den Profis von Borussia Dortmund bleiben. Das Ausnahmetalent scheint es wohl geschafft zu haben beim BVB - zu einem hohen Preis.

  • Youssoufa Moukoko mischt seit dem Start in die Vorbereitung bei den Profis von Borussia Dortmund mit.
  • Auch danach soll der 15-Jährige fester Bestandteil des BVB-Kaders bleiben.
  • Allerdings zahlt Youssoufa Moukoko damit in Dortmund einen immensen Preis.

Hamm/Bad Ragaz - Selten erlebte die Karriere eines Fußballers einen derart steilen Aufstieg wie die des Youssoufa Moukoko. Als 13-Jähriger spielte Moukoko bereits für die U17 von Borussia Dortmund. Mit 14 rückte das Ausnahmetalent zur U19 auf. Seit dem Start in die Vorbereitung Ende Juli mischt Youssoufa Moukoko nun bei den Profis des BVB mit. Dafür jedoch zahlt er einen immensen Preis.

NameYoussoufa Moukoko
Geboren20.11.2004 in Yaoundé (Kamerun)
NationalitätDeutschland
Größe1,79 Meter

Mit seinen gerade einmal 15 Jahren ist Youssoufa Moukoko noch ein Teenager, der seinen schulischen Pflichten nachkommen muss. Auf dem Rasen jedoch misst er sich bereits mit gestandenen Größen wie Axel Witsel oder Erling Haaland. Letzterer adelte Moukoko bereits für sein Talent mit dem Ball. Der Spagat zwischen Alltag und Profi-Fußball jedoch ist riesig.

Youssoufa Moukoko (BVB): Darum darf er jetzt nicht für Borussia Dortmund spielen

Gespräche zwischen Borussia Dortmund und der Schule von Moukoko Schule laufen bereits. Die Sommerferien neigen sich dem Ende entgegen. Dennoch weilt Moukoko mit dem BVB weiterhin im Trainingslager in Bad Ragaz. Aktuell arbeitet Schwarz-Gelb akribisch an einem Konzept, das Moukoko die regelmäßige Teilnahme am Profi-Training ermöglicht - ohne Fehlzeiten in der Schule zur Regelmäßigkeit werden zu lassen.

Der Weg des dreifachen Jugend-Torschützenkönigs scheint dennoch bereits jetzt vorgezeichnet. Der Sprung zu den Profis des BVB ist Moukoko bereits geglückt. Das jedoch zu einem großen Preis.

Zwar stimme die DFL-Mitgliederversammlung einem Antrag des BVB zu, dass ein Spieler bereits mit 16 Jahren eine Spielerlaubnis für die Bundesliga und die 2. Bundesliga erhalten kann. Darin jedoch steckt das Dilemma, in dem sich Moukoko nun befindet.

Youssoufa Moukoko (BVB): Nur gucken, nicht spielen für Borussia Dortmund

Denn: Bis zu seinem 16. Geburtstag am 20. November darf Moukoko keine Spielpraxis auf Profi-Niveau sammeln. Weder in Pflicht- noch in Testspielen. Auch im Trainingslager in Bad Ragaz ist der Nachwuchsstürmer gegen SC Altach (Mittwoch, 17 Uhr/im Live-Ticker sowie live im TV und Stream) wie auch gegen Austria Wien zu Zuschauen verdammt.

Mit den Profis trainieren darf Youssoufa Moukoko. Spielpraxis beim BVB jedoch darf er noch nicht sammeln.

„Wir werden jetzt nichts überstürzen und erst einmal beobachten, wie er sich in der Vorbereitung fühlt“, mahnt BVB-Sportdirektor Michael Zorc zu Geduld. Schließlich bestritt Youssoufa Moukoko aufgrund der Corona-Pandemie sein letztes Pflichtspiel für die U19 im März. Fünf Monate ist das mittlerweile her, lange drei weitere werden wohl nun hinzu kommen für Moukoko.

Zumindest, was das Profi-Geschäft betrifft. Plan B wäre ein Intermezzo bei der U19 des BVB. Dort soll die Saison am 20. September gegen Preußen Münster starten. Möglicherweise mit der Hilfe von Youssoufa Moukoko.

Der frühe Sprung zu den Profis von Borussia Dortmund ist Fluch und Segen zugleich für Moukoko. Bis zu seinem möglichen Bundesliga-Debüt zum Jahresende darf sich der 15-Jährige so einiges von seinen neuen Teamkollegen abschauen. Dies auf dem Rasen umzusetzen jedoch muss er sich noch ein wenig gedulden.

Rubriklistenbild: © picture alliance/Bernd Thissen/dpa

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