Champions League

BVB will höchste Barriere für Real sein

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MADRID Auch der recht unruhige Flug mit einigen Turbulenzen kann die gute Laune von Jürgen Klopp vor dem Viertelfinal-Hinspiel der Champions League bei Real Madrid nicht trüben. „Wir freuen uns riesig darüber, dass wir noch dabei sind“, betont der Trainer des Fußball-Bundesligisten Borussia Dortmund.

Von Peter Schwennecker 

„Wir werden bei Real große Probleme zu bewältigen haben“, erklärt der 46-Jährige. „Wir sind in allen Belangen gefordert, doch auch in schwierigen Situation haben wir uns trotz aller Widrigkeiten in dieser Saison in diesem Wettbewerb behauptet.“ Vor einem Jahr sind die Schwarz-Gelben trotz einer 0:2-Niederlage im Estadio Bernabeu dank das 4:1-Hinspielerfolges ins Finale der Königsklasse eingezogen.

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Ein Weiterkommen wäre diesmal angesichts der langen BVB-Ausfallliste schon ein kleines Wunder. Die verletzten Neven Subotic, Marcel Schmelzer, Ilkay Gündogan, Jakub Blaszczykowski, Sven Bender und der gelbgesperrte Robert Lewandowski sind nicht dabei. „Real ist“, so BVB-Sportdirektor Michael Zorc, „noch stärker geworden.“ Was Klopp nach einer eingehenden Videoanalyse nur bestätigen kann. „Das war nicht ganz so schlecht, was ich von Real gesehen habe“, schmunzelt Klopp, verweist aber auf die eigenen Stärken. „Wenn wir den Ball haben und unser Tempospiel aufnehmen, dann sind wir auch ganz schwer zu verteidigen“, sagt der Trainer. „Wenn wir wollen, sind wir die höchste Barriere, die Real bis jetzt hatte. Ob wir das schaffen, weiß ich nicht.“

Und Innenverteidiger Mats Hummels beschreibt die Marschroute der Borussen: „Wir werden versuchen, kompakt zu stehen und schnelle Konter zu fahren. Wir wollen ein gutes Ergebnis erzielen. Wenn man die Schwachstellen kennt, ist jede Mannschaft der Welt schlagbar.“

Was angesichts der enormen Qualität des aktuellen spanischen Tabellendritten allerdings kaum möglich scheint. Denn die Zahlen und Fakten sprechen eindeutig für die Königlichen. Schließlich haben sie die letzten sechs Heimspiele in der Champions League gewonnen, dabei 18 Treffer erzielt. Neben Ortsrivale Atletico sind sie die einzige Mannschaft im laufenden Wettbewerb, die ungeschlagen ist. Zudem stellt Madrid mit 29 Toren den besten Angriff der Königsklasse. Dank Ausnahme-Stürmer wie Cristiano Ronaldo, Karim Benzema und Gareth Bale. Allein Ronaldo, der gegen den BVB sein 100. Spiel in der Champions League bestreiten wird, traf in dieser Saison in 44 Pflichtspielen schon 51 Mal.

Da wird es für die Borussia schwer, sich gegen diese geballte Offensivkraft zu stemmen. Vor allem die Flügel müssen doppelt gesichert werden, wobei links Kevin Großkreutz den Außenverteidiger Eric Durm unterstützen dürfte. Wer Lukasz Piszczek auf der rechten Dortmunder Abwehrseite helfen könnte, bleibt bis zum Anpfiff ebenso Klopps Geheimnis wie die Antwort auf die Frage, wer Lewandowski in der Sturmspitze vertritt. Das könnte entweder Marco Reus oder Pierre-Emerick Aubameyang erledigen – oder sogar beide im Wechsel. „Ich stand bisher nicht so oft ohne Robert auf dem Platz“, beteuert Reus. „Doch der Trainer wird sich schon einen richtigen Plan ausdenken. Wir wissen, dass auch Real Schwächen hat. Wir müssen nur mutig und im richtigen Moment da sein.“ Und Klopp richtet noch eine kleine Warnung an die Gastgeber: „Man sollte uns keinen Raum geben. Wenn man das tut, dann können wir auch weht tun.“

Quelle: wa.de

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