Nach der Partie in Bremen

Pavlenka kostet dem BVB den Big Point im Rennen um die Königsklasse

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Bremens Schlussmann Jiri Pavlenka (rotes Trikot) bot gegen den BVB eine blitzsaubere Leistung.

Er trieb die Borussen reihenweise zur Verzweiflung: Bremens Schlussmann Jiri Pavlenka, der dem BVB dank seiner Paraden zwei Zähler kostete.

Bremen - Es hätte der Big Point im Rennen um die Champions-League-Qualifikation sein können, doch am Ende reichte es für Borussia Dortmund trotz einer guten Vorstellung nur zu einem 1:1 (1:1) beim SV Werder Bremen. Dafür verantwortlich war der schluderige Umgang der Westfalen mit den Chancen, die entweder am überragenden Bremener Schlussmann Jiri Pavlenka, dem Aluminium oder an den Nerven scheiterten. 

Trotz des Unentschiedens im 100. Duell mit Bremen wuchs der Abstand auf Rang fünf, der nicht mehr zur Teilnahme an der Champions League berechtigt, auf vier Punkte an. „Ich bin mit unserer Vorstellung sehr einverstanden. Ich habe ein sehr gutes Fußballspiel gesehen. Der Gegner war immer wieder gefährlich, wir haben sehr viele Torchancen herausgespielt. Wir fahren nicht unzufrieden nach Hause“, sagte BVB-Coach Peter Stöger. 

Schmelzer bleibt in der Zuschauerrolle

Bereits vor der Partie herrschte zumindest Teilklarheit mit Blick auf die heißeste Personalie der letzten Woche: Marcel Schmelzer kehrte in den Kader zurück, zu Spielminuten kam der Kapitän jedoch nicht, er musste dem gelernten Innenverteidiger Manuel Akanji den Vortritt lassen. Nicht nur Akanji, sondern allen zehn weiteren Profis, die in der Vorwoche überzeugt hatten, schenkte Stöger erneut sein Vertrauen. 

Der BVB zeigte in der Anfangsphase defensiv wie offensiv eine engagierte Leistung, ließ die Bremer mit aggressivem Pressing nicht zur Entfaltung kommen. Bis zur neunten Minute, dann jagte Werders Linksverteidiger Ludwig Augustinsson den Ball aus aussichtsreicher Position über das von Roman Bürki gehütete Tor. 

Chancen auf beiden Seiten

Das gleiche Bild bot sich den 41 000 Zuschauern im Weserstadion nur zwei Minuten später auf der Gegenseite. Marco Reus verzog aus spitzem Winkel. Dortmund bestimmte das Geschehen und belohnte sich durch einen Treffer von Reus (19.), der den Ball im linken Eck versenkte. Bremen zeigte sich aber keineswegs geschockt und hatte durch Kapitän Zlatko Junuzovic (24.) und Max Kruse (25.) zwei gute Chancen, letztere vereitelte Bürki mit einer Glanzparade. 

1:1 - Borussia Dortmund spielt nur Unentschieden gegen Bremen

Dass auch Pavlenka zu Glanzparaden fähig ist, bewies der Tscheche mit einer Großtat im Duell mit Reus (44.), der frei durchgewesen war. Die Nachlässigkeit rächte sich nur wenige Augenblicke später. Zunächst parierte Bürki gegen Maximilian Eggestein, den Abpraller verwandelte Thomas Delaney (45.) per Kopfball. Mit dem gerechten Remis ging es nach einer gutklassigen ersten Halbzeit in die Kabinen. 

Dortmunder Dominanz

Das Nord-West-Duell begann im zweiten Durchgang rasant. Sokratis‘ Grätsche verhinderte nach einem Schuss von Eggestein (51.) eine gute Möglichkeit für die Hausherren. Das Tackling war ein Weckruf für die in der Phase etwas behäbigen Schwarz-Gelben, die in der Folge wieder das Kommando an sich rissen und bis zum Schlusspfiff nicht mehr aus der Hand gaben. 

Zu früh freuten sich die rund 3500 mitgereisten schwarz-gelben Fans gleich doppelt, denn Toprak (64.) Treffer blieb die Anerkennung wegen einer Arbeitsstellung verwehrt, Reus (66.) scheiterte am Pfosten. Der Dortmunder Druck nahm weiter zu, Akanjis (69.) wuchtiger Versuch wurde vom starken Pavlenka über die Latte gelenkt. 

Bremens Torhüter Pavlenka überragend

Im rasanten Tempo erspielten sich der BVB weitere Möglichkeiten, doch auch der eingewechselte André Schürrle (80./86.) verzweifelte am fantastischen Pavlenka, der den Punkt für sein Team festhielt. „Wir hätten vier oder fünf Tore machen können, aber Pavlenka hat super gehalten“, zollte Akanji dem Werder-Torhüter großen Respekt.

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Quelle: wa.de

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