Spekulationen um Hummels und Götze

Wechselgerüchte stören Thomas Tuchels tägliche Arbeit beim BVB

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Thomas Tuchel gesteht Mats Hummels zu, dass der sich öffentlich Gedanken über seine sportliche Zukunft macht.

Dortmund - Eigentlich hätte Thomas Tuchel, Trainer des BV Borussia Dortmund, allen Grund, rundum zufrieden zu sein. Der Bundesligist spielt mit aktuell 71 Punkten die beste Saison der Vereinsgeschichte, hat mit der vorzeitigen Qualifikation für die Champions League und dem Einzug ins DFB-Pokalfinale am 21. Mai in Berlin gegen die Bayern die beiden vorgegeben Saisonziele souverän erreicht. Doch immer wieder stören Wechselgerüchte um BVB-Leistungsträger die tägliche Arbeit des Dortmunder Fußball-Lehrers. Auch vor dem Gastspiel beim VfB Stuttgart (Samstag, 15.30 Uhr).

Für neue Unruhe sorgt direkt nach dem Pokaltriumph in Berlin ausgerechnet Kapitän Mats Hummels, der mit seinen Aussagen Spekulationen anfeuert, die selbst eine Rückkehr des Nationalspielers zum FC Bayern München vermuten lassen. Diese werden anschließend von Vater und Berater Hermann Hummels sogar geschürt. 

Tuchel versucht, sämtliche Fragen nach den Gerüchten abzublocken, hat damit aber große Mühe. „Es ist kein Platz für Ablenkung. Und es gibt keinen neuen Stand“, sagt der Trainer, sieht seine Beziehung zum Kapitän trotz des Hummels-Vorstoßes aber keineswegs belastet: „Es ist das gute Recht von Mats, sich zu äußern, wenn er gefragt wird. Er hat das auch klar und eindeutig getan. Er hat das Standing und das Selbstvertrauen. Ich empfinde es durchaus als wohltuend, wenn sich jemand so offen äußert.“ 

Tuchel spricht nicht über Götzes Rückkehr

Eine Eigenschaft, die auch Tuchel pflegt. Allerdings nicht, wenn er über die Zukunft von Mario Götze reden soll, dessen eventuelle Rückkehr zur Borussia in allen Dortmunder Fan-Foren kontrovers diskutiert wird. „Mario ist ein Spieler des FC Bayern. Deshalb verbietet es sich, über ihn zu reden, zumal wir ja noch ein Pflichtspiel gegen die Münchner haben.“ 

Immerhin versucht der BVB-Coach, das Umfeld zu beruhigen. Auch wenn er nicht ausschließen kann, dass der ein oder andere Profi die Schwarz-Gelben im Sommer verlassen wird. „Ich bin nach wie vor hundertprozentig davon überzeugt, dass wir auch in der kommenden Saison eine schlagkräftige Mannschaft stellen werden.“ 

Alle Spieler haben bei uns Vertrag für kommend Saison

Für Tuchel ist es wichtig, dass der Verein das Heft des Handelns selbst in der Hand: „Alle Spieler haben bei uns einen Vertrag für die kommende Saison.“ Dass der ein oder andere bevorstehende Wechsel eine Signalwirkung für weitere Spieler im Dortmunder Trikot haben könnte, weiß auch Tuchel. Doch der lenkt den Fokus lieber auf die anstehenden Aufgaben, hofft auf positive Signale durch die Leistungen der Mannschaft. 

Gute Ansätze hat er bereits nach dem Pokal-Triumph in Berlin erkannt. „Wir haben uns zwar sehr gefreut, doch den ganz großen Jubel hat es nach der Partie nicht gegeben. Schließlich haben einige schon in einem Pokalfinale gestanden“, erklärt der Trainer. „Wir sollten uns die ganz große Euphorie für das Finale aufheben.“ 

Aubameyang fehlt, Bender und Schmelzer fraglich

Tuchel fordert seine Mannschaft auf, trotz der erreichten Saisonziele in der Bundesliga weiter konzentriert im Wettkampfmodus zu bleiben. „Ich erwarte, dass wir voll auf Sieg spielen“, sagt er mit Blick auf die Begegnung beim VfB Stuttgart, bei dem er eine große Diskrepanz zwischen dem wahren Potenzial und dem Tabellenplatz ausmacht. 

Auch wenn die Schwaben zuletzt etwas geschwächelt haben, warnt er vor den Stärken der Gastgeber, die er besonders im Offensivbereich mit dem schnellen Umschaltspiel sieht. Eine Rotation, was die Aufstellung angeht, ergibt sich von allein. Pierre-Emerick Aubameyang steht wegen seiner Knochenabsplitterung im Zeh am Wochenende nicht zur Verfügung. 

Laut Tuchel sind die Schmerzen zwar nicht mehr so groß, doch der Gabuner soll frühestens in der kommenden Woche wieder ins Mannschaftstraining einsteigen. Eine Knöchelverletzung zog sich Ilkay Gündogan in Berlin zu. „Die Bilder haben aber gezeigt, dass es nicht so schlimm ist“, betont Tuchel. Fragezeichen stehen zudem hinter den Einsätzen der angeschlagenen Sven Bender und Marcel Schmelzer.

Quelle: wa.de

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