Watzke spricht über Wechseltheater

"Normal, dass Lewandowski mir das übel nimmt"

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Hans-Joachim Watzke

München - Eine schnelle Rückkehr von Borussia Dortmund ins Finale der Champions League wird es nach Ansicht von Club-Boss Hans-Joachim Watzke nicht geben. Auch über das Lewandowski-Theater äußerte er sich noch mal.

 „Es wäre für uns komplett unrealistisch zu glauben, dass wir 2013/2014 wieder ins Halbfinale oder ins Finale der Champions League kommen“, sagte der Geschäftsführer des Fußball-Bundesligisten in einem Interview der „Westdeutsche Allgemeine Zeitung“ (Samstag).

Dass sich aber nach den Erfolgen in den vergangenen Jahren die Erwartungshaltungen an die Borussia trotz der 1:2-Finalniederlage gegen Bayern München verändert haben, könne er nachvollziehen. Doch Watzke betonte: „Wir müssen Realisten bleiben.“

Auch innerhalb des Vereins gibt es neue Ansprüche. „Wir müssen eine Symbiose aus Langfristigkeit und Kurzfristigkeit finden. Das heißt: Wenn Mario Götze zu den Bayern geht, können wir nicht einen Spieler holen, der uns erst in drei Jahren weiterbringt“, sagte Watzke. Als Götze-Ersatz wurde daher für 25 Millionen Euro Henrich Mchitarjan verpflichtet. Watzke rechtfertige die Transfersumme: „Wenn sich ein Club so entwickelt, wie es Borussia Dortmund getan hat, dann kann man nicht mit 21-Jährigen weiterspielen. So kommen wir international keinen Meter weiter.“

Auch zum Thema Lewandowski hat sich Watzke noch einmal geäußert. "Natürlich habe ich mich mit unserem Sportdirektor Michael Zorc und Trainer Jürgen Klopp beraten, aber letztendlich ist es vor allem meine Entscheidung gewesen, dass er beim BVB bleibt", verrät er. "Dass er mir die dann übel nimmt und nicht einem seiner Kollegen, ist doch normal. Ich verstecke mich da hinter niemandem. Robert hat den Wunsch geäußert, nach München zu wechseln. Das ist legitim, das finde ich auch besser, als wenn einer noch ein halbes Jahr lang sein Trikot küsst – und plötzlich ist er weg. Aber dieser Wechsel hat sich eben nicht ergeben." Watzke nimmt die Schärfe aus der Diskussion: "Für mich ist nur eines entscheidend: Wie sieht es auf dem Trainingsplatz und im Spiel aus. Und da sage ich: alles ok."

dpa

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