Über Nacht erstarkter HSV besiegt BVB mit 3:0

+

HAMBURG - Ausgerechnet gegen Altmeister Borussia Dortmund hat der Hamburger SV mit seinem neuen Trainer Mirko Slomka den freien Fall in der Fußball-Bundesliga gestoppt. Nach zuletzt sieben Punktspiel-Pleiten in Serie setzte sich der über Nacht erstarkte HSV am Samstag mit 3:0 (1:0) gegen den übermächtig scheinenden BVB durch, der im Kampf um Platz zwei einen bitteren Rückschlag erlitt.

Vor 57.000 nach langer Zeit mal wieder begeisterten Zuschauern in der ausverkauften Hamburger Arena erzielten der Tscheche Petr Jiracek (42. Minute), Torjäger Pierre-Michel Lasogga (58.) und Hakan Calhanoglu (90.+2) die Treffer für den nicht wiederzuerkennenden HSV. Die Hanseaten schöpften damit neue Hoffnung im Abstiegskampf.

Mehr Bilder von der Partie

BVB unterliegt in Hamburg mit 0:3

Nach einer Schweigeminute für den am Dienstag verstorbenen HSV-Kultmasseur Hermann Rieger begannen die von Slomka neu auf- und vor allem eingestellten Hanseaten deutlich couragierter als zuletzt. Einsatz und Laufbereitschaft stimmten in Reihen der Norddeutschen, bei denen der van Marwijk-Nachfolger Verteidiger Dennis Diekmeier (Magen- und Darmprobleme) durch Heiko Westermann ersetzte.

Dem HSV bot sich sogar die erste gute Einschussmöglichkeit. Der vom neuen Coach reaktivierte Tscheche Jiracek zog unbedrängt aus 16 Metern ab, zielte aber genau auf Torhüter Roman Weidenfeller (16.). Da wäre mehr drin gewesen! Drei Minuten später ähnliches Bild auf der anderen Seite, nur lenkte Johan Djourou den Schuss des freistehenden Henrich Mchitarjan in letzter Sekunde zur Ecke ab.

In der Folge nahm die Überlegenheit des ballsichereren BVB zu, die Hausherren hielten aber weiter voll dagegen. Bei Robert Lewandowskis einziger Chance in dieser Partie störte der erstmals in dieser Saison eingesetzte Slobodan Rajkovic (29.). Als sich alles schon auf ein 0:0 zur Halbzeit eingestellt hatte, setzte sich der starke Lasogga gegen zwei Borussen durch, dessen Flanke nickte Jiracek per Kopf ein.

Nach der Pause brachte Dortmunds Coach Jürgen Klopp in Marco Reus eine weitere Offensivkraft, doch der Champions-League-Finalist ließ weiter die letzte Konsequenz vermissen. Anders der HSV: Hakan Calhanoglu knöpfte Nuri Sahin nahe der Mittellinie das Leder ab, Tolgay Arslan passte auf Lasogga und der machte eiskalt allein vor Weidenfeller sein elftes Saisontor.

Als Nationaltorhüter René Adler erst glänzend gegen den für Lewandowski eingewechselten Marvin Ducksch (70.) rettete und dann auch noch Lukasz Piszczeks Kopfball ans Kreuzeck lenkte (72.), kochte die Arena. Die Gäste reagierten mit wütenden Angriffen und warfen nun alles nach vorne, doch ihre Aktionen blieben zu ungenau.

Der HSV kam nun zwar kaum noch über die Mittellinie, wehrte sich in der Defensive mit dem starken Rajkovic als konsequenter Abräumer aber nach Kräften. Als Calhanoglu mit einem skurrilen Treffer aus großer Distanz das 3:0 markierte, konnte die Jubelfeier mit den Fans für den kaum für möglich gehaltenen Erfolg gestartet werden. - dpa

Quelle: wa.de

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare