Perfekt: Brandt und Schulz zum BVB

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Julian Brandt (Mitte) wechselt von Leverkusen nach Dortmund.

Vizemeister Borussia Dortmund macht ernst. Zunächst vermeldete der Klub am Vormittag die Verpflichtung von Linksverteidiger Nico Schulz. Am Abend bestätigte Bayer Leverkusen: Julian Brandt wird den Werksklub verlassen und ebenfalls ins Ruhrgebiet wechseln.

Dortmund – Am Dienstagmorgen hatte Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke den Dortmunder Kulturwechsel ausgerufen. „Wir werden die Kommunikationsstrategie mehr akzentuieren. Wir werden noch ambitionierter auftreten“, sagte der BVB-Boss. „Vielleicht muss ich auch wieder ein bisschen aggressiver sein.“ Das Ziel: Den „Druck auf alle Beteiligten“ erhöhen. Die Maßgabe für die kommende Saison: „Ohne Wenn und Aber um die deutsche Meisterschaft“ spielen.

Um tatsächlich den Bayern erneut auf Augenhöhe begegnen zu können, bedarf es noch einiger Veränderungen des Dortmunder Kaders – in der Breite, aber auch in der Spitze. „Du musst den einen oder anderen ordentlichen Transfer machen“, sagte Watzke. Nur wenig später war klar: Nico Schulz wird sich dem BVB anschließen. „Ich glaube, dass ich dem Team mit meiner Art zu spielen, helfen kann. Gemeinsam können wir Großes erreichen“, sagte der sechsmalige Nationalspieler (zwei Tore). 27 Millionen Euro soll die Borussia laut „Kicker“ für den Linksverteidiger an die TSG 1899 Hoffenheim überweisen.

„Genau wie die deutsche Fußball-Nationalmannschaft werden wir von seiner Physis, seinem Tempo und seiner extremen Dynamik profitieren“, sagte BVB-Sportdirektor Michael Zorc über den 26-Jährigen. Favre hat mit Schulz schon in Mönchengladbach zusammen gearbeitet.

BVB in der Sommerpause: Der Transfer-Ticker

Dass bereits am Dienstag auch der vermeintliche Königstransfer der Schwarzgelben offiziell wird, hatte der BVB anders als die über die sozialen Medien verbreitete Schulz-Verpflichtung nicht vorgesehen. Doch der abgebende Verein machte dem Vizemeister einen Strich durch die Rechnung. 

Medizin-Check noch in dieser Woche

Zunächst hatte die „Bild“ berichtet, dass Julian Brandt sich für einen Wechsel nach Dortmund entschieden habe. Wenig später bestätigte Bayer Leverkusen dem Sport-Informations-Dienst die Nachricht. Den obligatorischen Medizin-Check solle Brandt noch in dieser Woche absolvieren. Dann sollen weitere Einzelheiten bekanntgegeben werden. Sicher ist aber, dass Nationalspieler Brandt, der in der abgelaufenen Saison sieben Tore erzielt und 14 vorbereitet hat, nach heutigen Maßstäben ein echtes Schnäppchen ist. Der 23-jährige Offensiv-Wirbelwind verfügt über eine Ausstiegsklausel in seinem bis 2021 gültigen Vertrag und wird den BVB etwa 25 Millionen Euro kosten.

Laut „Bild“ soll Brandt seinen Bayer-Mitspielern den Entschluss auf der Mannschaftsfahrt in Barcelona mitgeteilt haben. Auch dank Brandt hatte Leverkusen im Schlussspurt den Sprung in die Champions League geschafft. Die starke Entwicklung des Rechtsfußes, der sowohl auf den Außen als auch im Offensiv-Zentrum eingesetzt werden kann, hatte Spitzenklubs wie den FC Arsenal und Tottenham Hotspur auf den Plan gerufen. Das Rennen machte der BVB.

Hazard-Deal steht auch bevor

Genau wie bei Thorgan Hazard, wie Brandt ein Offensivspieler und wohl als Ersatz für Christian Pulisic vorgesehen, der Dortmund für 64 Millionen Euro Richtung FC Chelsea verlassen hat. So tief müssen die Schwarzgelben für den belgischen Nationalspieler nicht in die Tasche greifen. Hazard wird weniger als 30 Millionen Euro kosten. 

Eine Einigung mit Borussia Mönchengladbach, das zunächst auf eine Ablöse von 40 Millionen Euro gepocht hatte, steht unmittelbar bevor. Der 26-Jährige soll bereits am Montagabend seinen Medizin-Check im Ruhrgebiet absolviert haben. Man werde, so sagte Gladbachs Sportdirektor Max Eberl am Samstag vor dem direkten Borussen-Duell (0:2), „die letzten kleinen Kieselsteine aus dem Weg räumen“. Nicht auszuschließen, dass der BVB neben Brandt und Hazard in den kommenden Tagen noch einen Neuzugang vorstellt. Auch der Wechsel des hochtalentierten Rechtsverteidigers Mateu Morey (19, FC Barcelona) zum Team von Lucien Favre soll bereits perfekt sein.

Für Watzke wären das bereits am Dienstagmorgen keine Neuigkeiten mehr gewesen. Der BVB-Geschäftsführer wusste selbstverständlich von den erfolgreichen Verhandlungen, als er sagte: „Uns trennen von den Bayern finanziell noch Welten. Wir sind nicht so blöd zu sagen, wir müssen jetzt unbedingt deutscher Meister werden. Aber dran bleiben wäre schon ganz gut.“

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Quelle: wa.de

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