Tuchel genießt seine Rückkehr nach Mainz

Mainz - Borussia Dortmund hat seine Mini-Krise beendet und nach vier sieglosen Spielen wieder in die Erfolgsspur zurückgefunden. Besonders groß ist die Freude bei Trainer Thomas Tuchel, der seine Rückkehr nach Mainz in vollen Zügen genießt.

Nur ein Ausrutscher der Bayern fehlte Thomas Tuchel zum perfekten Wochenende. Der guten Laune des Trainers von Borussia Dortmund tat dies jedoch keinen Abbruch, schließlich war er von seinem Nostalgie-Trip nach Mainz mit drei Punkten im Gepäck heimgekehrt. Das 2:0 bei seinem Ex-Verein markierte rechtzeitig vor dem Europa-League-Abenteuer im Kaukasus bei FK Karabach das Ende der Mini-Krise.

"Man hat gemerkt, dass uns die drei Unentschieden inklusive Europa League und die heftige Niederlage in München ein wenig Vertrauen in unser Spiel gekostet haben", befand Tuchel. "So ein Sieg ist deshalb von großem Wert. Ich bin überzeugt, dass uns das wieder viel Vertrauen zurückgibt. Wir wissen um die Wichtigkeit dieser drei Punkte. Das ist topp", bilanzierte Tuchel.

Den ersten Auftritt in seinem "Wohnzimmer", in dem Tuchel von 2009 bis 2014 erfolgreich gearbeitet hatte, wird der 42-Jährige daher in guter Erinnerung behalten. Zumal es bis auf einige Pfiffe vor dem Spiel kaum Misstöne bei der erstmaligen Rückkehr gab. "Ich fand es schön, wie sich alle, denen ich begegnet bin, gefreut haben. Genauso wie ich mich gefreut habe. Es war etwas Besonderes, hier zu spielen", sagte Tuchel.

BVB siegt an Tuchels alter Wirkungsstätte in Mainz

Noch mehr freute er sich über die Treffer von Marco Reus (18. Minute) und Henrich Mchitarjan (82.) und den kämpferisch überzeugenden Auftritt, mit dem die Schwarz-Gelben ein Zeichen setzten: Seht her, wir können nicht nur schön spielen, sondern auch grätschen. "Das Spiel war - gerade was das Zweikampfverhalten angeht - ein erster Schritt in die richtige Richtung. Das spielerische wird auch nach und nach wieder zurückkommen", sagte Reus.

Die Borussen-Fans unter den 34 000 Zuschauern in der ausverkauften Coface Arena hatten also viel Freude an ihrem Team, das lediglich bei der Chancenverwertung Schwächen offenbarte. Selbst ein Elfmeter-Geschenk von Schiedsrichter Tobias Stieler (Hamburg) wurde nicht angenommen. Reus (47.) scheiterte an Mainz-Keeper Loris Karius.

"Der war schlecht geschossen. Das wurmt mich sehr", meinte der Schütze. Reus befindet sich damit in guter Gesellschaft, denn zuvor hatten schon Klaas-Jan Huntelaar (Schalke 04), Thomas Müller (Bayern München) und Sandro Wagner (Darmstadt 98) gegen die Mainzer vom Punkt nicht verwandeln können.

"Wir hätten es gern gehabt, wenn er nachgelegt hätte. Aber es ist auch so gut. Er hat eine starke Präsenz gezeigt, es war ein guter Schritt", äußerte sich Tuchel dennoch zufrieden über die Leistung des zuletzt schwächelnden Nationalstürmers.

Der Coach hofft, dass Reus nach seinem dritten Saisontreffer zum 1:0 schnell wieder zu alter Stärke zurückfindet. Am besten schon am kommenden Donnerstag in der Europa League. "Marco hat uns heute die Tür aufgesperrt und die Weichen zum Sieg gestellt. Dieses Gefühl, wichtige Tore zu schießen, bekommt man durch kein Training und kein Gespräch. Das bekommt man nur durch Erlebnisse", sagte Tuchel.

Seine eigenen während der Reise in die Vergangenheit werden ihm ewig in Erinnerung bleiben. "Es hat sich eine ganze Weile spiegelverkehrt angefühlt", sagte Tuchel über das erste Spiel gegen die Mainzer. "Ich bin froh, dass das erste Mal jetzt vorbei ist und wenn beim nächsten Mal das Brennglas darauf weg ist." - dpa

Quelle: wa.de

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