1:0 gegen FC Porto gewonnen

Borussen freuen sich über Achtelfinal-Einzug in der Europa League

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Pierre-Emerick Aubameyang freute sich über den Siegtreffer, der als Eigentor von Casillas gerechnet wurde.

Porto/Dortmund - Als das Spiel am späten Donnerstagabend im Estádio do Dragao gerade abgepfiffen war, kam die Mannschaft von Borussia Dortmund schnell am eigenen Strafraum zusammen.

Die Spieler klatschten sich nach dem 1:0-Sieg beim FC Porto und dem damit verbundenen Einzug in das Achtelfinale der Europa League kurz ab, klopften sich auf die Schulter und genossen kurz das Momentum.

"Auba" fragt nach Casillas-Trikot 

Nur Pierre-Emerick Aubameyang nahm an dieser kleinen Runde nicht teil. Er war direkt nach Spielende auf Iker Casillas, die spanische Torwart-Legende in Diensten der Portugiesen, zugeeilt und fragte den 34-Jährigen, ob er mit ihm das Trikot tauschen könne.

Pierre-Emerick Aubameyang eilte nach Abpfiff direkt zu Iker Casillas, um das Trikot mit der Torhüter-Legende zu tauschen.

Als der Gabuner dann wenig später mit dem lila farbenen Shirt des spanischen Welt- und Europameisters in den BVB-Mannschaftsbus stieg, war er mehr als zufrieden. Wegen des Souvenirs. Aber natürlich auch wegen des Weiterkommens. 

„Es war ein schwieriges Match, weil wir nicht besonders gut gespielt haben. Aber das ist schon in Ordnung, wir haben die nächste Runde erreicht, und das war am wichtigsten", betonte der Dortmunder Torjäger, der auch in Porto einmal mehr unmittelbar am entscheidenden Treffer der Partie beteiligt war. 

BVB-Treffer nimmt Spannung aus dem Spiel

Denn Aubameyangs Schuss – aus einer Abseitsposition heraus – an die Latte hatte Casillas anschließend mit seinem Bauch selbst über die Torlinie bugsiert und damit unfreiwillig dafür gesorgt, dass die Luft aus dieser eigentlich mit viel Spannung erwarteten Begegnung bereits nach 23 Minuten komplett raus war.

Denn der insgesamt harmlose FC Porto hätte nach dem Rückstand noch vier Treffer erzielen müssen, um die Borussia aus dem Wettbewerb zu kegeln. „Nach dem frühen eigenen Tor sind wir natürlich sehr schnell in die richtige Spur geraten.

FC Porto - Borussia Dortmund 0:1

Unser Sieg war dann nicht mehr gefährdet“, bestätigte Mannschaftskapitän Mats Hummels, der zur Pause genauso wie Ilkay Gündogan aufgrund muskulärer Probleme vorsichtshalber in der Kabine geblieben war. 

„Der Rücken ist ein bisschen fest, wohl das Ergebnis der vergangenen anstrengenden englischen Wochen. Wenn es ein Finalspiel gewesen wäre, hätte man sich durchbeißen können. Aber angesichts des Ergebnisses habe ich Vorsicht walten lassen”, erklärte Hummels.

Bundesliga-Alltag am Sonntag gegen 1899

Ob er und Gündogan am Sonntag (17.30 Uhr/Sky) im Bundesliga-Heimspiel gegen 1899 Hoffenheim wieder einsatzbereit sind, wird sich wohl erst kurzfristig entscheiden.

Dabei hatten die Dortmunder in Porto noch nicht einmal eine besonders gute Leistung abgeliefert, erlaubten sich vor allem im Spielaufbau ungewohnte Ungenauigkeiten. Und dennoch beherrschten sie die schwachen Portugiesen fast nach Belieben. 

„Wir haben über 90 Minuten keinen guten Fußball gespielt, es hat vieles gefehlt. Von der Qualität her war es kein großes Spiel. Aber wir sind eine Runde weiter, und das zählt am Ende“, sagte Marco Reus.

Genauso sah es Thomas Tuchel. „Wir haben lange wie ein Orchester gespielt, das seine Rhythmus nicht findet”, meinte der BVB-Coach, der dennoch überaus lobende Worte für sein Team fand: „Es ist ein Privileg, eine solch talentierte und fokussierte Mannschaft zu trainieren."

BVB-Anhängern zünden Feuerwerk

Weniger begeistert war die Dortmunder Verantwortlichen dagegen, dass einige Fans der Borussia – insgesamt waren rund 3.000 Anhänger mit nach Porto gereist – vor dem Anpfiff der zweiten Hälfte zahlreiche Feuerwerkskörper anzündeten. 

Nach ähnliche Vorfällen in Saloniki hatte der BVB im vergangenen Jahr von der Uefa eine Strafe in Höhe von 60.000 Euro aufgebrummt bekommen. Jetzt droht dem Verein eine erneute Sanktion.

Quelle: wa.de

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