Der Titel ist beim BVB weiterhin kein Thema

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In Feierlaune: die Dortmunder Mannschaft. ▪

LEVERKUSEN ▪ In der kurzen Winterpause hatte die Konkurrenz öffentlich den Kampf angesagt, verbal gestichelt und hochgerechnet, wie der souveräne Herbstmeister Borussia Dortmund in der Bundesliga-Rückrunde noch abzufangen wäre. Von Peter Schwennecker

Wohl darauf vertrauend, dass auch die Schwarz-Gelben einmal ihre Schwächephase erleben und angesichts des stetig wachsenden Drucks beim Gedanken an den möglichen Titel das große Flattern bekommen. Doch die Mannschaft von Jürgen Klopp gab zum Rückrundenstart die passende Antwort, schockte mit dem verdienten 3:1 (0:0)-Erfolg beim Tabellendritten Bayer Leverkusen alle Verfolger und baute die Tabellenführung weiter aus. Und dies in einer so eindrucksvollen Art und Weise, dass selbst Leverkusens Coach Jupp Heynckes richtig ins Schwärmen geriet. „Ich finde diese Dortmunder Mannschaft richtig gut“, betonte der Routinier. „Sie hat Klasse, großes Potenzial. Und sie spielt einen erfrischenden und fantasievollen Fußball.“ Angesichts der Überlegenheit des BVB beendete Heynckes gleich alle Spekulationen über Leverkusener Meisterschaftschancen. „Bei 13 Punkten Rückstand und der Qualität des BVB ist das wenig realistisch.“

Derweil zeigte sich Jürgen Klopp erleichtert, dass seine Mannschaft die Leichtigkeit aus der ersten Serie mit in die Rückrunde genommen hatte. „Die gute Nachricht ist: Wir sind da“, betonte der Dortmunder Fußball-Lehrer. „Wir spielen den Fußball aus der Vorrunde. Spielentwicklung, Dominanz, Absicherung des eigenen Spiels – das war in neun von zehn Fällen da“, freute sich der 43-Jährige über einen richtigen Big Point.

Dass seine überlegene Mannschaft in der BayArena nicht schon in der ersten Halbzeit in Führung ging, lag an der fehlenden Konsequenz im Abschluss, die Klopp schon oft in der Hinrunde bemängelte. Umso entschlossener kam die Borussia nach der Pause aus der Kabine, demontierte den Tabellendritten innerhalb von nur sechs Minuten durch zwei Treffer von Kevin Großkreutz (49. und 53.) und Mario Götze (56.), der den fehlenden Japaner Shinji Kagawa (Asiencup) auf der Position hinter der Spitze glänzend vertrat. Das 1:3 durch Stefan Kießling (80.) fiel zu spät, um den Erfolg der Borussen noch zu gefährden. Obwohl die in der Schlussphase nachließ. „Wir waren in dieser Phase vielleicht zu leichtsinnig, hätten das konzentrierter zu Ende spielen müssen“, übte Verteidiger Mats Hummels Selbstkritik.

Was auch BVB-Präsident Dr. Reinhard Rauball gefiel: „Die Jungs sind immer sehr auf ihre Aufgaben fixiert, und deshalb gibt es auch niemanden, der hier abhebt. Man merkt ihnen einfach diesen Hunger und die Freude an, mit der sie jede Herausforderung angehen.“ Dafür sorgt allein schon Trainer Jürgen Klopp, der auch nach dem Triumph beim Verfolger keine Gedanken an die Meisterschaft verschwendete. „Die Bundesliga ist zu schwer, zu eng, um über irgendetwas anderes nachzudenken als über das nächste Spiel gegen Stuttgart“, sagte der Coach. „Wir wären bescheuert, wenn wir es dennoch täten.“ Dass Klopps Vorgaben in dieser Hinsicht auch bei den Spielern ankamen, bestätigte der zweifache Torschütze Kevin Großkreutz: „Sollen die anderen doch reden oder rechen – wir ziehen ganz allein unser Ding durch.“

Quelle: wa.de

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