BVB und Bayern kämpfen um ersten Titel der Saison

+

DORTMUND - Für Borussia Dortmund und Bayern München ist das Supercup-Finale am Samstag (20.30 Uhr/ZDF und Sky) das erste Wiedersehen seit dem Champions-League-Endspiel im Mai, das die Münchner für sich entschieden. Rivalität und Revanchegelüste reden dennoch beide Seiten herunter.

Für Pep Guardiola ist es die Chance auf den ersten Titel mit Bayern München. Deshalb war die Ansage des Startrainers an seine Profis vor dem Prestige-Duell des Triple-Gewinners mit Vizemeister Borussia Dortmund um den Supercup unmissverständlich. "Ich will jedes Spiel gewinnen. Das wird ein sehr physisches Spiel, wir werden deshalb gut vorbereitet sein", sagte der 42-Jährige vor dem Wiedersehen der Erzrivalen 63 Tage nach dem Champions-League-Endspiel am Samstag (20.30 Uhr/ZDF und Sky) in Dortmund.

Lesen Sie auch:

Supercup zwischen BVB und Bayern live im Free-TV

Zorc vor dem Supercup: "Bayern der Topfavorit"

Zwar gaben sich beide Klubs im Vorfeld alle Mühe, Rivalität oder Revanchgelüste herunterzureden, doch es geht um mehr als nur einen Titel für den Briefkopf. Es ist auch die Standortbestimmung der beiden Top-Teams zwei Wochen vor dem Start in die 51. Bundesliga-Saison und weltweite Werbung für den deutschen Fußball. Immerhin wird die Neuauflage des Wembley-Finales in 195 Länder übertragen.

"Der Supercup genießt inzwischen größte Wertschätzung. Das ist das erste Highlight der Saison", meinte BVB-Boss Hans-Joachim Watzke. "Wir wollen alles raushauen, was möglich ist. Wir spielen zu Hause, vor 80.000 Zuschauern, und werden bis in die Haarspitzen motiviert sein", versicherte auch BVB-Trainer Jürgen Klopp. Das 1:2 im Finale des Supercups gegen die Bayern im Vorjahr, das 1:2 in London im Endspiel der Königsklasse oder die Serie von fünf Spielen ohne Sieg gegen den Rekordmeister diene dabei jedoch nicht als Motivationshilfe, ließen die Borussen wissen.

Ohnehin birgt die Paarung genügend Brisanz, nachdem sich Mario Götze nach seinem überraschenden Wechsel für die festgeschriebene Ablösesumme von 37 Millionen Euro zu den Bayern jüngst erstmals im roten Trikot des Erzrivalen präsentierte und BVB-Torjäger Robert Lewandowski nach seinem gescheiterten Transfer nach München nunmehr gegen seinen Wunschverein antreten muss.

Götze befindet sich wegen seines Mitte April erlittenen Muskelbündelrisses in der Reha und wird nicht mit nach Dortmund reisen. Ohnehin war eine Verabschiedung nicht geplant, zu tief sitzt bei den BVB-Fans der Stachel der Enttäuschung. Für die Borussen geht es um die 5,5 Kilogramm schwere und 53 Zentimeter große Trophäe und eine Bestätigung der eigenen Leistungsstärke. Nationalspieler Mats Hummels sieht einen möglichen Erfolg "als Zeichen, wie gut man die nächste Saison bestreiten könnte".

So wie der Triumph der Bayern im Supercup im vergangenen Jahr nach zuvor fünf Spielen ohne Sieg gegen den BVB für eine Initialzündung sorgte. Es folgte die glanzvollste Spielzeit der Vereinsgeschichte. "Letztes Jahr war der Supercup für uns eine wichtige Sache. Das war Balsam für die Seele. Nach Wembley ist es nicht mehr ganz so wichtig. Die Prestige-Angelegenheit hängt nicht mehr ganz so hoch", meinte Bayern-Präsident Uli Hoeneß, und Nationalspieler Thomas Müller ergänzte: "Ich gebe dem Präsidenten recht. Letztes Jahr hatte es eine symbolische Bedeutung, mit dem Spiel gegen Dortmund in die Saison zu starten. Dieses Jahr ist der Sieg nicht ganz so wichtig. Aber wie ich unseren Trainer und unsere Mannschaft kenne, wollen wir auch dort unbedingt gewinnen."

Star-Coach Guardiola, der in seiner vierjährigen Ära beim FC Barcelona von 2008 bis 2012 beeindruckende 14 Titel gewann - unter anderem dreimal den spanischen Supercup -, wird deshalb seine derzeit stärkste Formation aufbieten. Im Blickpunkt wird natürlich der erst in der vergangenen Woche vorgestellte 25 Millionen Euro teure Thiago stehen, der seine Qualitäten auch am Mittwoch gegen seinen Ex-Klub FC Barcelona (2:0) eindrucksvoll zum Besten gab.

Bei den Dortmundern wird der verletzte Neuzugang Henrich Mchitarjan (Teilriss der Syndesmose im Sprunggelenk) nicht zur Verfügung stehen. Pierre-Emerick Aubameyeng wird wie auch Jakub Blaszczykowski nach überstandener Magen- und Darmerkrankung zunächst auf der Bank sitzen. - sid

Quelle: wa.de

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare