Schnelle Einigung:

Sportdirektor Zorc vor Vertragsverlängerung

[Update 15.25 Uhr] LA MANGA - Fußball-Bundesligist Borussia Dortmund wird seinen Kader in der Winterpause nicht mehr verändern. Das bestätigten gestern übereinstimmend Sportdirektor Michael Zorc und der Vorsitzende der Geschäftsführung, Hans-Joachim Watzke, am Rande des Trainingslagers im südspanischen La Manga.

„Ich bin kein Freund von Wintertransfers“, bekräftigte Zorc. „Ich plane lieber für ein Jahr und mehr, und nicht nur für ein halbes.“ Auch Watzke bezeichnete Meinungen, in denen das Aufgebot der Schwarz-Gelben als zu dünn bezeichnet wurde, als maßlos übertrieben: „Mit Ausnahme von Bayern München gibt es in der Bundesliga keinen breiteren Kader als den von Borussia Dortmund.“ Trainer Jürgen Klopp, Watzke und Zorc sind bei gemeinsamen Überlegungen zu dem Entschluss gekommen, den Spielern weiter das Vertrauen zu schenken. „Wir haben doch über zwei Drittel der Vorrunde in der Bundesliga sehr gut mitgehalten“, erklärte Zorc. „Der Einbruch kam doch erst, als uns das große Verletzungspech traf.“ Das betonte auch Watzke: „Bei uns ist die komplette Abwehr-Viererkette und die Doppelsechs weggebrochen. Das hätte nicht einmal der FC Bayern kompensieren können.“

Lesen Sie auch:

- Einzelzimmer für Sebastian Kehl

- Jürgen Klopp verlässt das Trainingslager

Mit Mats Hummels, der am Freitag in La Manga erstmals wieder Übungen mit dem Ball absolvierte und kurz vor seiner Rückkehr ins Mannschaftstraining steht, sowie Ilkay Gündogan, der fast die komplette Hinserie ausfiel, will der BVB in der Rückrunde in der Bundesliga Boden gutmachen. „In der Champions League hatten wir mit Rang eins in einer sehr starken Vorrundengruppe eine Übersollerfüllung“, betonte Watzke. „Und auch im Pokal sind wir nie in Gefahr geraten.“ Nur mit der Platzierung im deutschen Fußball-Oberhaus waren die Dortmunder Verantwortlichen natürlich nicht zufrieden. „Rang vier ist nicht unser Anspruch“, sagte Watzke. „Wir streben die direkte Qualifikation für die Champions League an. Da Platz eins schon an die Bayern vergeben ist, ist Rang zwei unser Ziel.“

Watzke kündigte in La Manga allerdings Investitionen für den Sommer an. Dabei geht es in erster Linie darum, den Wechsel von Robert Lewandowski zu den Münchner Bayern auszugleichen. „Als wir Robert im Sommer die vorzeitige Freigabe verweigert haben, war uns klar, dass wir nach der Saison netto sehr viel Geld in die Hand nehmen müssen, um einen Nachfolger zu finden“, erklärte Watzke. „Doch wir werden das in einem für uns üblichen Rahmen mit Augenmaß tun. Dafür haben wir entsprechende Rücklagen gebildet.“ Ob der BVB einen oder gar zwei neue Stürmer verpflichten wird, ließ Zorc offen. „Mal sehen“, meinte der Sportdirektor, der persönlich kurz vor der Vertragsverlängerung bei der Borussia steht. Der 51-Jährige, dessen aktueller Kontrakt bei den Schwarz-Gelben bis 2016 läuft, soll sein Engagement wie Trainer Jürgen Klopp zumindest bis 2018 fortsetzen. Die Frage, wie weit die Verhandlungen fortgeschritten sind, beantwortete Hans-Joachim Watzke im Trainingslager wie folgt: „Sehr weit, weil wir sogar schon einen festen Termin für ein erstes Gespräch vereinbart haben.“ Watzke geht davon aus, dass es schnell zu einer Einigung kommen wird. Zorc, der bereits 1978 als Jugendlicher zum BVB kam, ist seit Abschluss der aktiven Laufbahn im Jahre 1998 in der Position beim Bundesligisten tätig.

Nach vier harten Trainingseinheiten, deren Schwerpunkte im Bereich Gegenpressing und Balleroberung lagen, bestreitet Dortmund heute um 16 Uhr in La Manga das erste Testspiel des Jahres. Gegner ist der belgische Erstligist Standard Lüttich. - P.Sch.

Quelle: wa.de

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare