BVB souverän, aber Klopp "nicht ganz zufrieden"

DORTMUND - Wenig Glanz, viel Effizienz. Beim 3:0 über Nürnberg trat der BVB nicht so imposant auf wie eine Woche zuvor in Bremen. Dennoch wächst beim Meister die Zuversicht: Vor allem die verbesserte Defensive lässt auf eine erfolgreiche Rückrunde hoffen.

Der coole Sieg bei Eiseskälte konnte auch Jürgen Klopp nicht so recht erwärmen. Ungewohnt emotionslos kommentierte der Trainer von Borussia Dortmund das souveräne 3:0 (2:0) gegen den 1. FC Nürnberg: "Es ist nicht so, dass ich vor Glückseligkeit nicht stehen könnte." Obwohl der Meister den Tabellen-15. nach Belieben beherrschte, verzichtete der Fußball-Lehrer auf überschwängliches Lob: "Ich bin nicht ganz zufrieden. Der ein oder andere hätte sich geschickter anstellen können."

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BVB besiegt 1. FC Nürnberg mit 3:0

Anders als beim 5:0 eine Woche zuvor in Bremen bot der Meister wenig Berauschendes. Wie in einem besseren Trainingsspiel wurde der Gegner dank der Treffer des polnischen Duos Jakub Blaszczykowski (18. Foulelfmeter/21. Minute) und Robert Lewandowski (88.) in die Knie gezwungen. Dabei leistete Schiedsrichter Michael Weiner Schützenhilfe, als er nach einem angeblichen Foul von Timo Gebhart an Dortmunds Außenverteidiger Lukasz Piszczek zur Verwunderung vieler Beobachter auf Elfmeter entschied. "Wir hatten in dieser Saison schon zwei, drei Fehlentscheidungen gegen uns, die uns Punkte gekostet haben", klagte Nürnbergs Mittelfeldspieler Markus Feulner.

Doch angesichts der Dortmunder Dominanz ebbte die Diskussion um das zweifelhafte Urteil des Referees schnell ab. Lediglich bei einer Doppelchance von Tomas Pekhart und dem Ex-Borussen Feulner (15.) geriet die BVB-Abwehr ernsthaft in Gefahr. Damit scheint der Meister auf gutem Weg, die Forderung seines Trainers nach mehr defensiver Stabilität umzusetzen. Der beeindruckende Rückrundenstart mit zwei Siegen und 8:0-Toren macht Mut für das anstehende Spitzenspiel beim Tabellennachbarn aus Leverkusen. "Unsere Konzentration gilt ab sofort nur dieser Partie", sagte Matchwinner Blaszczykowski bereits wenige Minuten nach dem Abpfiff.

Der für Kevin Großkreutz in die Startelf gerückte polnische Nationalspieler erwies sich als Glücksgriff. Mit seinen Saisontoren Nummer sieben und acht empfahl sich "Kuba" für einen Einsatz im kommenden Duell der Champions-League-Anwärter.

Doch die Plätze in der Dortmunder Startelf sind umkämpfter denn je. Dazu trug auch die Rückkehr von Nuri Sahin in der Winterpause bei, der erst 13 Minuten vor dem Ende ein umjubeltes Heim-Comeback feierte. Nach zwei Kurzeinsätzen in Bremen und gegen Nürnberg verglich der von Real Madrid ausgeliehene Regisseur die neue Borussia mit dem Team, in dem er im Meisterjahr 2011 den Taktstock geschwungen hatte: "Wir sind alle anderthalb Jahre älter geworden und spielen intelligenter."

Quelle: wa.de

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