Achtelfinal-Rückspiel der Champions League

Aubameyang und Pulisic ballern den BVB ins Viertelfinale

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Der BVB schenkte Benfica vier Tore ein, Pierre-Emerick Aubameyang traf dreimal.

Dortmund - Der BVB hat das 0:1 aus dem Hinspiel des Achtelfinale der Champions League wettgemacht und gegen Benfica Lissabon vor heimischer Kulisse mit 4:0 (1:0) gewonnen. Damit steht Dortmund in der Runde der letzten Acht.

Der BV Borussia Dortmund mischt auch in Europa wieder im Konzert der Großen mit. Erstmals seit 2014 schafften die Schwarz-Gelben vor 65 849 Zuschauern (ausverkauft) mit einem 4:0 (1:0)-Erfolg über Benfica Lissabon den Einzug in das Viertelfinale (der Ticker zum Nachlesen), das am 17. März in Nyon ausgelost wird. Angesichts des komplizierten Hinspiel-Resultates (0:1) war es neben Wille und Leidenschaft auch eine taktische Meisterleistung, die für ein großes Fußballfest im Signal Iduna Park sorgte. Der Bundesligist darf sich jetzt zu den bisher schon eingenommen 26 Millionen Euro auf weitere 6,5 aus dem großen Topf der Uefa freuen.

BVB-Legenden heizen vor dem Spiel ein

Vor dem Anpfiff standen auf dem Rasen sieben ehemalige Borussen im Rampenlicht, die am 4. Dezember 1963 im Europapokal der Landesmeister für eine Sensation gesorgt hatten und Benfica nach einer 1:2-Hinspielniederlage in goldenen Trikots mit 5:0 aus dem Stadion Rote Erde schossen. Darunter Franz Brungs, der in dieser Partie allein drei Tore erzielte. Die Fans huldigten die Helden von damals mit einer beeindruckenden Choreographie mit überdimensionalen Zeitungsseiten und dem Motto „Morgen schreiben die Gazetten wieder: Borussia spielt Benfica nieder!“ Zusätzlicher Ansporn für die aktuellen Profis der Westfalen.

Dreierpacker Aubameyang und Pulisic lassen den BVB jubeln

Stimmungstechnisch war der Dortmunder Fußball-Tempel für einen großen Abend gerüstet. BVB-Trainer Thomas Tuchel hatte gegenüber dem 6:2 gegen Leverkusen zwei Änderungen vorgenommen. Für Marco Reus und Raphael Guerreiro spielten Christian Pulisic und Marcel Schmelzer. Während Reus (Faserriss) die Partie von der Tribüne aus verfolgte, saß Guerreiro zumindest auf der Bank.

Frühe Führung egalisiert Hinspiel-Ergebnis

Der Auftakt war vielversprechen. Ganze drei Minuten und 50 Sekunden benötigen die Schwarz-Gelben, um den 0:1-Rückstand aus dem Hinspiel auszugleichen. Nach einer Ecke von Ousmane Dembélé verlängerte Pulisic den Ball genau auf den Kopf von Pierre-Emerick Aubemeyang, der aus kurzer Distanz unhaltbar abschloss. Der Gabuner, der in Lissabon drei Riesenmöglichkeiten vergeben hatte, nutzte diesmal gleich seine erste Chance eiskalt aus. Trotz der frühen Führung war es für die Dortmunder ein schwerer Balanceakt, in dem es darum ging, geduldig weiter zu spielen, dabei aber jedes Risiko zu vermeiden, um auf keinen Fall ein Gegentor zu kassieren. So blieben weitere Strafraumszenen bis zur Pause auf beiden Seiten Mangelware. Auch die Portugiesen besaßen im ersten Durchgang nur eine Möglichkeit, als Luisao nach einem Freistoß von Franco Cervi Schlussmann Roman Bürki den Ball genau in die Arme köpfte.

Pulisic stößt das Tor zum Viertelfinale auf

Gleich zu Beginn der zweiten Hälfte hatten die Dortmunder eine Schrecksekunde zu überstehen. Nach einer missglückten Abwehraktion von Lukasz Piszczek kam Eduardo Salvio von der Strafraumgrenze frei an den Ball, doch Erik Durm warf sich mit seinem Körper in den Schuss und klärte (47.). Benfica Lissabon besaß in dieser Phase deutlich mehr Spielanteile. Der BVB fand zunächst nicht ins Spiel, weil er sich im Aufbau zu viele Ballverluste leistete. Gefährlich wurden die Borussen lediglich mit Kontern. Wie in der 56. Minute, als Aubameyang aus kurzer Distanz an Schlussmann Ederson scheiterte. Wenig später machte es Pulisic dann besser, als er nach einem Pass von Piszczek mit einem Lupfer zum 2:0 (59.) erfolgreich war. Und der BVB legte entschlossen nach. Eine Linksflanke von Schmelzer verwertete Aubameyang unbedrängt zum 3:0 (61.). Der Bundesligist hatte nach gut einer Stunde das Tor zum Viertelfinale weit aufgestoßen. Und ließ sich diesen Vorsprung gegen nun resignierende Portugiesen auch nicht mehr nehmen. Marc Bartra traf mit einem Kopfball (83.) nur den Außenpfosten. Aubameyang krönte in der 85. Minute seine starke Leistung mit dem 4:0 und verabschiedete sich gleich danach in Richtung Dusche.

Aubameyangs Zwillingsbruder

"Wir haben nie aufgehört seriös, fleißig und hart zu verteidigen. In der zweiten Halbzeit haben wir die Schlagzahl erhöht, tolle Tore geschossen und damit verdient gewonnen", meinte Tuchel nach dem Abpfiff. Darüber, dass Aubameyang im Hinspiel noch mehrfach gute Chancen vergab, konnte Tuchel nach dem Dreierpack im Rückspiel nur schmunzeln: "Wir haben in Lissabon mit seinem Zwillingsbruder gespielt. Ich bin froh, dass er heute da war und das für uns geregelt hat. Für einen Torjäger gibt es nichts Wichtigeres als zu treffen." Für den zweiten Dortmunder Torschützen hatte der Übungsleiter ein Sonderlob übrig. "Christian spielt selbstbewusst und verlässlich und kann auch in Drucksituationen sein Potenzial abrufen. Er hat eine sehr starke zweite Halbzeit gespielt und war wichtiger Bestandteil dieses Spiels und dieses Sieges", so Tuchel über den US-Amerikaner, der nach der Partie zur Doping-Probe musste.

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Quelle: wa.de

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