4:3 – BVB feiert nach Horror-Start noch ein Happy End

+
Die Wende: Pierre-Emerick Aubameyang erzielt den ersten Dortmunder Treffer.

Skien - Kapitaler Fehlstart, umjubeltes Happy End – Borussia Dortmund hat eine Blamage auf internationaler Bühne dank großer Nervenstärke abgewendet. Beim turbulenten 4:3 (1:3)-Erfolg im Play-off-Hinspiel gegen den krassen Außenseiter Odds BK lag das zuletzt hochgelobte Team von Trainer Thomas Tuchel bereits nach 22 Minuten 0:3 hinten, behielt aber die Ruhe.

Dank der Treffer von Pierre-Emerick Aubameyang (34./76.), Shinji Kagawa (47.) und Henrich Mkhitaryan (84.) hat der Revierclub nun gute Chancen, im Rückspiel in einer Woche den Einzug in die Gruppenphase perfekt zu machen.

Vor 12 406 Zuschauern im Skagerrak-Stadion von Skien hatten die norwegischen Torschützen Jone Samuelsen (1.), Fredrik Nordkvelle (19.) und Espen Ruud (22.) den BVB zuvor in einen Schockzustand versetzt. „Wir waren definitiv nicht vorbereitet auf das, was am Anfang passiert ist“, meinte Tuchel.

Play-off-Hinspiel Borussia Dortmund gegen Odds BK

Wie schon in der vorigen Saison, als es gleich vier Mal in der ersten Spielminute ein Gegentor gab, wurde die Borussia auch in Norwegen kalt erwischt. Nach nur 13 Sekunden beförderte der sträflich allein gelassene Samuelsen den Ball per Kopf in das Dortmunder Netz.

Dieser frühe Rückstand zeigte sichtlich Wirkung. Die im Gegensatz zum famosen Sieg über Gladbach auf fünf Positionen veränderte Borussia – unter anderem war der vom VfB Stuttgart umworbene Matthias Ginter in die Innenverteidigung gerückt – wirkte verunsichert und fand auf dem ungewohnten Kunstrasen nicht ins Spiel. Diese Schwäche nutzten die Norweger eiskalt auf.

Nordkvelle ließ gleich vier Dortmunder Abwehrspieler bei einem Konter stehen und traf aus zehn Metern zum 2:0. Damit nicht genug. Ein kapitaler Fehler des diesmal als Bürki-Ersatz in das BVB-Tor beorderten Roman Weidenfeller bei einem Freistoß von Ruud aus über 20 Metern brachte den BVB in noch größere Note. Zur Verwunderung aller Zuschauer lag der große Favorit bereits nach 22 Minuten gegen den Tabellenfünften der norwegischen Liga mit 0:3 hinten – und Tuchel war „entsetzt“, wie einfach die Tore gefallen waren.

Es passte ins Bild von einem kapitalen Dortmunder Fehlstart, dass Kagawa (2.) und Mkhitaryan (30.) in dieser Phase Latte und Pfosten trafen. Erst nach dem Anschlusstreffer von Aubameyang, der nach einem abgewehrten Schuss von Ilkay Gündogan abstaubte, keimte beim Revierclub neue Hoffnung auf. Zwar erspielte er sich mehr und mehr Feldvorteile, konnte aber den Rückstand bis zur Pause nicht weiter verkürzen. „Das ist Wahnsinn und natürlich insgesamt zu wenig, was wir hier bieten“, klagte Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke in der Halbzeit.

Der Wunsch des Vereinschefs nach einer Trotzreaktion ging nur zwei Minuten nach Wiederanpfiff in Erfüllung. Mit einer Direktabnahme verkürzte Kagawa auf 2:3 und brachte sein Team damit zurück ins Spiel. Danach drängten die Dortmunder mit Macht auf den Ausgleich.

So traf Aubameyang mit einem Fernschuss den Pfosten (67.) und vergab nur drei Minuten später eine Riesenchance aus kurzer Distanz. Doch der Angreifer wurde dennoch für sein großes Laufpensum belohnt. Nach Zuspiel von Marcel Schmelzer sorgten Aubameyang und Mkhitaryan für ein standesgemäßes Resultat. „Am Ende“, so Tuchel, „war das Ergebnis hochverdient und sogar noch zu niedrig.“ - dpa

Quelle: wa.de

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare