Topspiel am Dienstag

Roman Bürki patzt auch verbal gegen RB Leipzig – und spricht BVB-Fans wohl aus der Seele

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BVB-Torhüter Roman Bürki versucht Leipzig-Stürmer Timo Werner (r.) aufzuhalten.

RB Leipzig weckt wenig Sympathien bei den Anhängern von Borussia Dortmund. BVB-Keeper Roman Bürki dürfte es mit einem verbalen Patzer noch bestärkt haben.

Dortmund – Borussia Dortmund gegen RB Leipzig steht auch immer für Tradition gegen neue Wege im Profifußball. Das Konstrukt der Sachsen bewerten die BVB-Fans äußerst kritisch – und Torhüter Roman Bürki sprach den Grund, offenbar unabsichtlich, offen an nach dem Topspiel am Dienstag.

Borussia Dortmund spielte dabei fulminant auf in Hälfte eins gegen RB Leipzig, erhielt dabei lautstarke Unterstützung der Fans. Die Stimmung war selten so gut im Dortmunder Stadion. Der Regen, der auf die Ränge peitschte, tat dem keinen Abbruch. Bereits vor dem Anpfiff aber war die Antipathie der Schwarzgelben gegenüber RB Leipzig zu spüren.

BVB-Fans zeigen ihre Abneigung gegen RB Leipzig schon vor dem Spiel

Vor der Südtribüne, unten auf dem Zaun, hing ein langes Banner. "Null Toleranz gegenüber RB Leipzig", stand drauf. Rasenballsport will man beim BVB nicht. Die starke Leistung zu Beginn und der erste Treffer durch Julian Weigl (23.), um den sich neue Transfergerüchte ranken, befeuerten die gute Stimmung der Anhänger von Borussia Dortmund. "Wir waren nicht mutig genug", fasst RB-Trainer Julian Nagelsmann die Anfangsphase des Spiels zusammen. Später aber patzten die Dortmunder – und Bürki nicht nur auf dem Feld.

Bürki patzte nicht nur verbal, RB Leipzig bekam Tore geschenkt

Der BVB-Keeper war es, der den Leipziger Anschlusstreffer nach dem Seitenwechsel ermöglichte. Julian Brandt, der in der Startelf erneut als Achter fungierte, hatte vor der Halbzeitpause noch auf 2:0 erhöht, als der BVB aus der Kabine herauskam, patzte aber der zuletzt so sichere Dortmunder Torhüter. Bürki köpfte einen langen Ball nach links in den freien Raum, Timo Werner kam angerauscht und netzte ins leere Tor ein. Nach dem Spiel folgte dann der verbale Patzer.

Zuvor aber erhöhte Werner noch zum zwischenzeitlichen 2:2, Julian Brandt hatte einen Aussetzer und präsentierte dem Leipziger Stürmer den Ball wie ein vorzeitiges Weihnachtsgeschenk. "Wir haben über 90 Minuten ein gutes Spiel gemacht. Wir halt nur zwei Tore verschenkt. Da musste Red Bull – Sorry, Leipzig – nicht viel machen", sagte Bürki live im TV.

Reporter korrigiert Bürki noch nach BVB gegen Leipzig – aber zu spät

Der Sky-Reporter korrigierte ihn schnell: "Rasenballsport". Da hatte Bürki die zwei bösen Worte aber schon ausgesprochen und lachte über sich selbst und seinen Versprecher. Den BVB-Fans dürfte das jedenfalls besser gefallen haben als die zwei Gegentore – bringt es doch die Abneigung gegen RB Leipzig auf den Punkt: Zu viel Nähe zum österreichischen Getränkeunternehmen.

Dabei war der BVB-Keeper aber nicht der einzige Profi, der kurz nach dem Spiel mit einem Versprecher für Lacher sorgte. Auch Doppeltorschütze Timo Werner verhaspelte sich bei Sky. "Im Endeffekt können wir froh sein, dass wir gewonnen haben. Ehm, Unentschieden. Entschuldigung", sagte er und nahm es ebenfalls mit Humor.

Borussia Dortmund und RB Leipzig teilen sich die Punkte

Denn letztendlich endete das Topspiel Borussia Dortmund gegen RB Leipzig 3:3-Unentschieden, der BVB erzielte sogar nochmal eine Führung. "Wenn du solche Tore kriegst und trotzdem ein 3:2 wieder erzielst: Chapeau! Ich gratuliere meiner Mannschaft zu dieser Leistung", sagte BVB-Trainer Lucien Favre. "Es war ein sehr gutes Spiel mit viel Tempo", sagte er – und dann kann man sich eben auch mal versprechen. maho

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Quelle: wa.de

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