Lewandowski will noch Titel mit dem BVB holen

DORTMUND - Auch nach der 6:1 (2:1)-Gala gegen den VfB Stuttgart und seinem ersten lupenreinen Hattrick in der Fußball-Bundesliga musste sich Dortmunds Torjäger Robert Lewandowski wieder die lästigen Fragen nach seiner Zukunft anhören. Eine Sache, die BVB-Trainer Jürgen Klopp längst nicht mehr beschäftigt.

Von Peter Schwennecker

Oder besser gesagt momentan nicht. „Innerhalb der Mannschaft wird darüber überhaupt nicht geredet“, beteuerte Klopp. „Das ist ein reines Medienthema.“ Spekulationen, dass sich der Pole angesichts seiner bevorstehenden Demission im Sommer nicht mehr voll reinhängen würde, sind für den Fußball-Lehrer ohnehin völliger Quatsch. „Lewi ist ein Torjäger durch und durch. Unglaublich gefährlich und körperlich präsent“, betonte der Coach. Und auch Lewandowski selbst bekräftigte erneut seinen Ehrgeiz: „Ich konzentriere mich voll auf die Spiele. Ich werde alles daran setzen, mit Dortmund in dieser Saison Titel zu gewinnen. Was danach passiert, werden wir sehen.“

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Dortmunds 6:1-Gala gegen Angstgegner VfB Stuttgart

Die Dortmunder Verantwortlichen werden im Winter sicher erneut den einen oder anderen Versuch unternehmen, den Stürmer zum Bleiben zu bewegen. Doch ob sich das finanziell überhaupt stemmen lässt, ist fraglich. Ein gutes Argument des BVB ist aber sicherlich die Qualität des Teams, in der es auch Lewandowski derzeit großen Spaß macht, Fußball zu spielen. „Wir haben eine klasse Mannschaft“, erklärte der 25-Jährige, der längst nicht mehr Alleinunterhalter in der Abteilung Attacke ist. Auch der VfB Stuttgart wurde von Dortmunds Offensivkraft demontiert. Lewandowski brachte es bisher auf neun Treffer, Pierre-Emerick Aubameyang auf sieben und Marco Reus auf sechs. Henrikh Mkhitaryan bereitete allein acht vor. 31 Tore in elf Begegnungen bedeuten 2,8 im Schnitt – der momentane Bundesliga-Spitzenwert.

„Gegen Dortmund hat man nur eine Chance, wenn man einen Sahnetag erwischt“, meinte Stuttgarts Trainer Thomas Schneider. Vor allem nach der Pause kam die Maschine so richtig ins Rollen. „Es war ein geiles Fußballspiel“, jubelte Klopp. „ Es gab nur ein Problem – dass es abgepfiffen wurde.“ Dass die Dortmunder die Rückkehr an die Tabellenspitze nur bis zum Sieg der Bayern in Hoffenheim genießen durften, war dem Dortmunder Fußball-Lehrer deshalb egal: „Es ist nicht unser Thema, Ausrufezeichen in andere Städte zu senden.“ Schließlich sind die Bayern am 23. November der nächste Heimspielgegner des BVB. Und Klopp misst sich bekanntlich nicht im Fern-, sondern lieber im direkten Duell mit den Münchnern.

Doch zunächst gilt die volle Konzentration der Königsklasse. Am Mittwoch erscheint der englische Spitzenreiter Arsenal London in Dortmund. Nach dem überraschenden 2:1-Triumph bei den „Gunners“ könnten die Schwarz-Gelben mit einem weiteren Sieg bereits einen Riesenschritt Richtung Achtelfinale unternehmen. Doch leicht wird das nicht. „Arsenal ist eine Weltklasse-Mannschaft“, beteuerte Verteidiger Kevin Großkreutz. „Die werden uns am Mittwoch wieder alles abverlangen. Wir müssen von der ersten bis zur letzten Minute alles rausholen.“ Wie das funktioniert, haben die Borussen schon eindrucksvoll in London demonstriert.

Quelle: wa.de

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