Revierderby

Favre erlebt seine Jungfernfahrt nach Schalke

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Die Richtung kennt Lucien Favre schon mal, nur mit der Anfahrtszeit war er sich nicht sicher.

Lucien Favre ist eingeschlagen beim BVB, Samstag kommt es zur Prüfung. Das Revierderby steht an und er reist zum ersten Mal als Dortmund-Coach zum Erzrivalen.

Den Kreisverkehr an der zweiten Ausfahrt verlassen, dann der Straße folgen – das dürfte der erste Satz des Navigationsgeräts sein, falls der BVB-Busfahrer überhaupt eines benötigt, wenn er sich am Samstag vom Trainingsgelände in Brackel in Richtung Gelsenkirchen aufmacht. Das Revierderby steht an.

„Es ist ein spezielles Spiel. Das sind ja nur 20 Minuten mit dem Bus, oder?“, sagte BVB-Trainer Lucien Favre vor der Partie und blickte fragend seinen Mediendirektor an. „Etwas mehr“, sagte Sascha Fligge. Es ist das erste Derby für Lucien Favre als BVB-Trainer. Da darf man sich auch mal mit der Anfahrtszeit unsicher sein. Immerhin weiß der Schweizer um die Aufgabe beim Lokalrivalen. „Alle sagen mir, das ist ein wichtiges Spiel“, sagte Favre. Er selbst traf mit Gladbach und Hertha zwar schon auf den FC Schalke 04, hat an die Begegnungen aber keine Erinnerungen mehr. Das hätte eh keinen Unterschied gemacht. Derby ist Derby.

"Kein normales Spiel"

Das weiß auch Urgestein Marcel Schmelzer. Nach seinem Knochenmarködem im Knie trainiert er seit einer Woche nun wieder voll mit der Mannschaft. „Ich denke aber, dass das Derby dann als erster Wettkampf für mich zu früh kommt“, sagte er. Der 30-Jährige hat dafür abseits des Platzes seine Rolle zu erfüllen. Ob er den jungen Spielern eintrichtert, wie wichtig das Derby ist? „Die Jungs kommen sogar eher von alleine und fragen, ob es wichtiger ist gegen diese oder jene Mannschaft zu gewinnen – oder eben das Derby. Da ist auf jeden Fall Interesse vorhanden und das zeigt ja schon, dass es kein normales Spiel werden wird“, antwortete der Ex-Kapitän.

Vorfreude bei Akanji

Manuel Akanji etwa gehört noch zu den jungen Wilden, wenn auch schon zum Abwehrchef aufgeschwungen. Ein Derby hat er bereits im schwarzgelben Jersey erlebt, saß damals aber nur auf der Bank. „Das ist mein erstes Derby, bei dem ich spielen kann – also freue ich mich sehr darauf“, sagte er. Ebenso groß wie die Vorfreude ist aber auch der Druck. „Alle haben gemeint, wir sollen gewinnen. Egal wie, aber wir sollen gewinnen“, so Akanji.

Damit das gelingt, hat Favre seine Mannschaft auf die Knappen eingestellt. „Jeder Trainer versucht, seine Mannschaft auf den Gegner einzustellen. Das klappt im Moment ganz gut, weil wir es als Mannschaft auch umsetzen“, sagte Schmelzer. Wie Favre sein Team dabei genau einstellt, wollte der Coach aber nicht verraten. Teilte nur so viel mit: „Wir können auch unser System verändern.“

Alle Neuigkeiten rund ums Derby gibt es in unserem News-Ticker

Denn das ist, was das Revierderby gegen den FC Schalke 04 so unberechenbar macht: die Variabilität der Knappen. „Viele Mannschaften wechseln mittlerweile vermehrt während des Spiels ihr System“, so Favre. Das Spiel der Schalker gegen die TSG 1899 Hoffenheim (1:1) etwa hätte er sich angeschaut. Die Königsblauen hätten das gut gemacht in dieser Partie. „Schalke spielt immer mal wieder anders, wechselt immer mal wieder das System. Die können defensiv spielen, können einen Gegner aber auch überraschen und pressen“, bestätigte auch Akanji. Abschrecken lässt sich der BVB-Coach allerdings nicht. „Wir machen weiter mit unserer Philosophie. Wir haben das Spiel richtig gut vorbereitet“, sagte er.

Anstoß der Partie FC Schalke 04 gegen Borussia Dortmund ist am Samstag um 15.30 Uhr, wir berichten für Sie im Live-Ticker.

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Quelle: wa.de

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