Champions League

Pulisics Pressschlag beschert BVB drei glückliche Punkte

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FC Brügge - Borussia Dortmund

Mit einem Glücksschuss von Christian Pulisic sichert sich der BVB drei glückliche Punkte in der Champions League. Unglücklich war dagegen das Comeback von Mario Götze.

Brügge - Mario Götze musste eine lange Zeit warten, bis er sich endlich wieder auf dem Platz beweisen konnte. Beim 1:0-Sieg gegen den FC Brügge in der Champions League am Dienstag hat BVB-Chefcoach Lucien Favre dem Weltmeister von 2014 das Vertrauen geschenkt. Das zahlte sich aber nicht so wirklich aus – die Luft ist raus.

„Wir sind viele Spieler im Mittelfeld. Man wird sehen“, sagte Favre noch vor der Partie zum Auftakt der Königsklasse. Was die Zuschauer dann sahen von Götze und Co. war: nicht viel. In Hälfte eins kamen die Schwarzgelben auf etwa drei, vielleicht vier, Torchancen. Eine davon nach bereits zwölf Sekunden. Marco Reus rannte auf Brügge-Keeper Karlo Letica zu, der preschte den Ball in der Not weg – vor die Füße von Marius Wolf. Der lange Ball auf das freistehende Tor war dann aber doch keine Gefahr.

Happy Birthday, Christian Pulisic! Geburtstagkind und Matchwinner in Brügge

Götze wirkte bisweilen verloren auf seiner Position, Der Zehner macht viele Bewegungen, zeigte sich mal hier und mal da. So recht wollte es aber nicht passen. Er setzte seine Mitspieler nicht in Szene, die setzten ihn nicht in Szene. Unterstützung von den Flügeln blieb aus. Jadon Sancho strahlte links eine herbe Unsicherheit aus. Zu viel Druck lastete auf den jungen Schultern des Flügelflitzers. Auf der gegenüberliegenden Seite machte es Wolf nicht besser. Sancho bekam den Ball nur durch Einwirkung der Gegner vom Fuß, Wolf bekam den Ball wegen Einwirkung der Gegner nicht an die Mitspieler durchgedrückt. Beides geschah zu oft. Kein Wunder also, dass Zwangsstürmer Marco Reus kaum Gefahr ausstrahlte.

Dafür kam der BVB-Kapitän in einer anderen Szene richtig zum Zug. In der Defensive. 19 Minuten waren gespielt. Durcheinander im Strafraum der Dortmunder. Abschluss von Brügges Jelle Vossen. Plötzlich rauschte Reus heran, grätschte den Ball weg. Vier Minuten später waren die Borussen wieder in der Defensive, Bürki machte sich lang und parierte einen Schuss von Arnaut Groeneveld.

Generell wirkte das Spiel von Dortmund eindimensional. Viel Ballbesitz war da, die totale Kontrolle nicht. Nach vorne fehlten die Akzente. In der Schaltzentrale tat sich zudem ein weiteres Problem auf. Axel Witsel und der zurückgekehrte Julian Weigl harmonierten nicht sonderlich gut auf der Doppelsechs. Die zwei Borussen nahmen sich gegenseitig den Platz weg. Mögliche Synergieeffekte, die Favre dort schaffen wollte, verpufften im Ansatz.

Nach etwas einer Stunde reagierte Favre. Götze musste runter. Rein leistungstechnisch hätte es da noch weitere Kandidaten gegeben. Doch zunächst sollte nur Shinji Kagawa der Partie einen neuen Anstrich verleihen – mit seinem ersten Pflichtspieleinsatz in dieser Saison. Zehn Minuten später holte Favre schließlich Sancho vom Feld. Eine Erlösung für den Flügelstürmer, der immer wieder in den gegnerischen Abwehrspielern hängengeblieben war. Christian Pulisic bearbeitete ab da die linke Seite. Doch Dortmund fehlte es an Spritzigkeit. Favre reagierte erneut, stellte in der 75. Minute seine Flügel um. Wolf über links, Pulisic über rechts.

Der Tausch zahlte sich aus. Wenn auch ungewollt. Matej Mitrovic bekam den Ball in der in 85. Minute nicht raus. Pulisic war da und bekam den Ball ans Knie, lenkte ihn so im hohen Bogen ins Tor. Die Entscheidung – und die ersten drei Punkte für den BVB in der Champions League.

Quelle: wa.de

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