Verhandlung vor dem Dortmunder Schwurgericht

Prozess um BVB-Anschlag: Bartra "hatte Todesangst" - Aubameyang krank

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BVB-Profi Marc Bartra kommt in Begleitung von seinen Anwälten ins Landgericht.

[Update 11.52 Uhr] BVB-Profi Marc Bartra sagt als Zeuge im Prozess um den Sprengstoffanschlag auf die Mannschaft von Borussia Dortmund aus. In einer von seinem Anwalt verlesenen Erklärung heißt es: "Ich hatte Todesangst. Ich habe das Geschehen bis heute nicht verarbeitet." Pierre-Emerick Aubameyang wird doch nicht aussagen: Er liegt mit Fieber im Bett, ließ sich entschuldigen.

Dortmund - Fußballprofi Marc Bartra vom Bundesligisten Borussia Dortmund leidet eigenen Angaben zufolge bis heute unter den Folgen des Bombenanschlags auf die Mannschaft vom April 2017. 

"Wenn ich mich daran erinnere, geht es mir nicht gut", sagte der Spanier am Montag als Zeuge vor dem Dortmunder Schwurgericht. Zuvor hatte Rechtsanwalt Alfons Becker eine im Namen Bartras verfasste Erklärung verlesen.

Darin heißt es: "Ich hatte Todesangst. Ich fürchtete, meine Familie nie wieder zu sehen." Bartra hatte bei dem Attentat einen offenen Bruch des Unterarms erlitten. Der Angeklagte Sergej W. hat den Bombenanschlag gestanden. Er beharrt jedoch darauf, dass er damit niemanden töten oder schwer verletzen wollte.

Eine Aussage des ebenfalls als Zeugen geladenen Pierre-Emerick Aubameyang wird es am Montag nicht geben. Das bestätigte Anwalt Alfons Becker am Montag am Rande des fünften Verhandlungstages vor dem Dortmunder Schwurgericht. 

Aubameyangs Aussage zum Anschlag im April 2017 war mit Spannung erwartet worden. "Er wird heute nicht aussagen, weil er erkrankt ist", sagte Becker.

Aubameyang droht nun nach seinem Fernbleiben als Zeuge offenbar Ärger mit der Justiz. Oberstaatsanwalt Carsten Dombert nannte die Bescheinigung in einer ersten Reaktion "äußerst dürftig" und erklärte: "Ich finde, dass sollte sich die Justiz so nicht bieten lassen." Der Vorsitzende Richter Peter Windgätter antwortete: "Das sehe ich genauso."

In einer von BVB-Anwalt Alfons Becker am Montag vorgelegten ärztlichen Bescheinigung wird dem Stürmer vom BVB-Mannschaftsarzt Verhandlungsunfähigkeit "aus medizinischen Gründen" attestiert. Einzelheiten zu der angeblichen Erkrankung werden nicht genannt. 

Ob Aubameyang für sein Fernbleiben ein Ordnungsgeld auferlegt wird, soll später entschieden werden. Am Samstag stand er beim Heimspiel gegen den SC Freiburg (2:2) noch auf dem Platz. - dpa

Quelle: wa.de

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