Traum vom Titel

Marco Reus vor Finale in Berlin: "Ich will diesen Pokal"

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Dortmund - Marco Reus steht zum dritten Mal in seinen bisherigen drei Jahren bei Borussia Dortmund in einem Endspiel. Am Samstag gegen den VfL Wolfsburg hofft der Nationalspieler wieder einmal auf den ersten Titel seiner Karriere.

Vor drei Jahren kam Marco Reus zu Borussia Dortmund, "um Titel zu gewinnen". Zweimal stand der Nationalspieler seither mit den Westfalen in einem Endspiel - ohne Erfolg. Nach dem dritten Anlauf am Samstag (20.00 Uhr/ARD und Sky) im Finale um dem DFB-Pokal in Berlin gegen den VfL Wolfsburg will der 25-Jährige endlich im obligatorischen Konfettiregen die erste Trophäe seiner Karriere in die Höhe stemmen.

Der Gewinn des "Potts" wäre zudem eine kleine Entschädigung für den "Fußballer des Jahres 2012" nach zahlreichen Rückschlägen in den vergangenen turbulenten zwölf Monaten. "Aber jetzt bietet sich eine neue Chance. Ich will diesen Pokal", sagte Reus wild entschlossen. Gleich im ersten Jahr nach seinem Wechsel für 17 Millionen Euro von Borussia Mönchengladbach zu seinem Heimatverein in seinem Geburtsort reichte es 2013 zumindest für den Einzug ins Champions-League-Finale. Doch das ging mit 1:2 in Wembley gegen Bayern München knapp verloren.

Borussias kuriose Saison mit Höhen und Tiefen

Reus im Mai geschont

Marco Reus und Jürgen Klopp.

Im vergangenen Jahr gewannen die Bayern mit 2:0 nach Verlängerung das Pokal-Endspiel. Und wieder stand Reus mit leeren Händen da. Nunmehr soll es endlich klappen. Vorsorglich schonte Trainer Jürgen Klopp den von Muskelproblemen geplagten Mittelfeldspieler in den Liga-Spielen im Mai. Lediglich am letzten Saison-Spieltag am vergangenen Samstag gegen Werder Bremen (3:2) absolvierte Reus mit einem 74-minütigen Einsatz seine persönliche Generalprobe. Seit seinem Teilriss der vorderen Syndesmose und eines knöchernen Bandausrisses an der Fersenbein-Vorderseite im letzten Test des Nationalteams wenige Tage vor der Abreise nach Brasilien, was die WM-Teilnahme und den WM-Titel kostete, bemühte sich Reus vergebens um Konstanz und Spielrhythmus. Seine Leidenszeit war aber damit noch nicht vorbei. Außenbandrisse im Sprunggelenk setzten ihn einmal vier und einmal sieben Wochen außer Gefecht, dazu kamen Adduktorenprobleme im April. Nur 20-mal (sieben Tore) kam der Ausnahme-Fußballer in der abgelaufenen Bundesliga-Spielzeit zum Einsatz, lediglich 18-mal stand er in der Startelf.

Borussias kuriose Saison mit Höhen und Tiefen

Im Pokal fehlte er jedoch nur im Viertelfinale gegen 1899 Hoffenheim (3:2 n.V.). Doch damit nicht genug: Der BVB rauschte ohne ihn in den tiefsten Tabellenkeller. Zudem drang in die Öffentlichkeit, dass er jahrelang ohne Führerschein Auto gefahren war. Die Weltklubs, die monatelang um Reus warben, seit seine festgeschriebene Ablösesumme von 25 Millionen Euro bekannt wurde, übten Zurückhaltung. Schließlich verlängerte Reus seinen Vertrag beim BVB bis 2019 und sprach von einer Entscheidung "mit Herz" und "fürs Leben".

"Natürlich ist es nicht schön, wenn man über längere Zeit verletzt ist, aber das gehört zum Fußball dazu", meinte Reus einst in einem Interview im kicker, "mich hat es zwei-, dreimal erwischt, und ich habe die WM verpasst. Ich bin im Kopf aber stark genug, ich weiß damit umzugehen." Reus spürte stets den Rückhalt und die volle Unterstützung seines Klubs. "Wir wissen, was wir an Marco haben. Und ich bin sicher, dass auch Marco sich bei uns wohl fühlt und weiß, was er an diesem außergewöhnlichen Klub hat", betonte Klub-Boss Hans-Joachim Watzke, "ich würde ihm seinen ersten Titel von Herzen gönnen." - sid

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Quelle: wa.de

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