"Langzeitprojekt" Aubameyang könnte Lewandowski vertreten

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MADRID - Seine große Identifikation mit dem Verein präsentiert Pierre-Emerick Aubameyang in Form einer extravaganten Friseur. Mit neuer Haarpracht erscheint er zur Abreise nach Madrid auf dem Flughafen Wickede.

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Fünf gelbe Sterne auf der linken, die Großbuchstaben BVB auf der rechten Kopfseite. Neun Monate ist Aubameyang jetzt beim BV Borussia Dortmund. Und die Bilanz des Gabuners, den der BVB für 13 Millionen Euro vor Beginn der Saison vom französischen Erstligisten AS St. Etienne verpflichtete, kann sich sehen lassen. 16 Treffer erzielte der 24-Jährige in 37 Pflichtspielen in Bundesliga, DFB-Pokal und Champions League. „Wir sind mit seiner Entwicklung sehr zufrieden“, bestätigt Jürgen Klopp. Doch der Trainer weist darauf hin, dass der pfeilschnelle Stürmer in einigen Bereichen durchaus zulegen kann. Schließlich bezeichnet Sportdirektor Michael Zorc den Kauf des Angreifers als „Langzeitprojekt“.

Aubameyang fällt die Umstellung auf das Spiel der Schwarz-Gelben nicht leicht. In St. Etienne war er einzig und allein dafür da, sein Tempo auszunutzen und Tore zu erzielen. 19 Treffer gelangen ihm in 37 Liga-Begegnungen. Beim BVB muss er aber auch intensiv gegen den Ball arbeiten. „Wir brauchen eine defensive Stabilität. Und dafür ist das Verhalten im Raum wichtig. Das klappt mal besser und mal schlechter. Und das ist der Grund, warum er nicht immer von Anfang an gespielt hat", erklärt der Dortmunder Fußball-Lehrer.

Doch Klopp hat Vertrauen in Aubameyang, der zumindest bis Juni 2018 beim BVB unter Vertrag steht. Der Trainer erinnert dabei an Robert Lewandowski, der bei der Borussia einen langen Anlauf benötigte, um sich durchzusetzen. Dabei stand der Pole, der heute zu den besten Angreifern in Europa zählt, sogar ein Jahr im Schatten von Lucas Barrios. „Auch Robert hat einige Zeit gebraucht. Und die werden wir auch Auba geben“, verspricht Klopp.

Der Gabuner hat sich Lewandowski als Vorbild genommen. Für ihn sei das Spiel der Borussia sehr anstrengend und kräftezehrend. „Ich hoffe, dass ich irgendwann auch in der Lage sein werde, wie Robert oder andere Spieler auch über längere Strecken durchspielen zu können.“ In der Champions League stand er in der laufenden Saison nur zweimal in der Startformation. Für die Partie bei Real Madrid besitzt er aber sehr gute Chancen, von Beginn an dabei zu sein. Schließlich fehlt Lewandowski wegen der Gelbsperre. Und da damit zu rechnen ist, dass sich angesichts spanischer Dominanz auf dem Feld den Dortmundern gute Räume für schnelle Konter bieten, könnte Aubameyang für den Bundesligisten sogar zur richtigen „Waffe“ werden. Deshalb ist es durchaus möglich, dass Klopp ihn heute als Spitze aufbieten wird. „Wir haben das schon in einigen Tests probiert. Der Trainer weiß, dass ich das spielen kann“, sagt Aubameyang, für den mit dem Auftritt bei Real ein Lebenstraum in Erfüllung geht. Ein Tor im Bernabeu-Stadion wäre sicherlich ein weiterer Meilenstein in seiner Karriere und ein Erfolgserlebnis, mit dem er sich in die Herzen der BVB-Fans spielen würde, auch ohne schwarz-gelbe Haarpracht. -P.Sch.

Quelle: wa.de

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