Jonas Hofmann erntet nach seinem Treffer Lobeshymnen

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Die Dortmunder Henrikh Mkhitaryan (l.) und Torschütze Jonas Hofmann jubeln über das Tor zum 1:0.

DORTMUND - Unter dem Strich stand für Jürgen Klopp der beste Bundesliga-Start, seitdem er Trainer beim Bundesligisten BV Borussia ist. Deshalb war er auch zufrieden, weil in Dortmund ein Erfolg auch respektiert wird, wenn er durch harte Arbeit errungen wurde. So wie beim 2:1 (0:0) des BVB vor 80 200 Zuschauern gegen den Neuling aus Braunschweig.

Von Peter Schwennecker

„Wir können nicht an jedem Wochenende die Sterne von Himmel spielen“, meinte der Fußball-Lehrer nach zähen 90 Minuten, in denen seine Profis ein Höchstmaß an Geduld demonstrierten.

Dass ausgerechnet der in der Schlussphase für Pierre-Emerick Aubameyang eingewechselte Jonas Hofmann den Knoten gegen die Eintracht löste, freute Klopp umso mehr. Der 21-Jährige, der aus dem Nachwuchs der TSG Hoffenheim stammt und sich vor zwei Jahren für den BVB entschied, erzielte nicht nur das wichtige 1:0 nach 75 Minuten, sondern holte auch den entscheidenden Elfmeter zum 2:0 heraus, den Marco Reus (86.) sicher verwandelte. Da fiel das unglückliche Eigentor von Robert Lewandowski (89.) nach einem Kopfball von Kevin Kratz nicht mehr ins Gewicht.

„Das ist natürlich eine schöne Geschichte. Er ist durch die vierte Liga gegangen, er ist durch die dritte Liga gegangen und hatte in der letzten Saison schon viele gute Momente“, betonte Klopp. „Jonas ist froh über jede Gelegenheit, in der er Fußball spielen kann. Und dafür wurde er jetzt belohnt.“ Hofmann, der bereits in der vergangenen Saison zum Bundesliga-Kader gehörte, aber lediglich zu vier Kurzeinsätzen kam, befasste sich im Sommer schon mit Abwanderungsgedanken. „Es gab Anfragen von anderen Klubs. Die sind ja auch nicht blind“, meinte Klopp. „Wir haben aber mit Jonas gesprochen und ihm gesagt, dass er schön hierbleiben soll.“

Das zahlt sich jetzt offenbar aus. Hofmann zeigte bereits in der Vorbereitung konstant gute Leistungen, hat sich erst einmal einen festen Platz im Aufgebot erkämpft. Und genoss nach der Partie gegen die Braunschweiger das Frage-und-Antwortspiel mit den Journalisten. „Das erste Bundesligator direkt vor der Südtribüne zu erzielen, ist natürlich das Geilste, was passieren kann. Umso schöner macht das Tor dann auch noch, dass es so wichtig war“, jubelte Hofmann. „ Mein Treffer war so ein bisschen der Dosenöffner, da wir zuvor ja über 70 Minuten vergeblich angelaufen sind. Das macht die Sache schön rund. Wenn man von der Bank ins Spiel kommt, will man natürlich Impulse setzen. Ich denke, das ist mir mit zwei Aktionen ganz gut gelungen.“

Auf Grund der genialen Momente des Jonas Hofmann rückte das Bundesliga-Debüt von 26-Millionen-Neuzgang Henrikh Mkhitaryan erst einmal in den Hintergrund. Worüber der Armenier keineswegs unglücklich war. „Es war mein erstes Spiel im BVB-Trikot, und ich bin sehr glücklich, dass wir gewonnen haben“, beteuerte der Mittelfeldakteur. „Das Wichtigste waren die drei Punkte, jetzt müssen wir uns voll auf das Spiel gegen Bremen am Freitag konzentrieren.“

Quelle: wa.de

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