Neven Subotic: Ein Profi mit Profil

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BAD RAGAZ - So fit wie Neven Subotic ist kein BVB-Profi in die Saisonvorbereitung gegangen. Nach seinem Kreuzbandriss vor neun Monaten blickt der Innenverteidiger mittlerweile sehr optimistisch in die Zukunft, obwohl mit Matthias Ginter ein starker Konkurrent in Dortmund angeheuert hat.

Von Jens Lederer

„Borussia Dortmund hat einen Weltmeister geholt, der in Freiburg eine fantastische Saison gespielt hat. Dadurch haben wir eine Konkurrenzsituation, die es zuvor bei uns nicht gegeben hat“, sagt Subotic, der bereits in drei Testspielen der Borussen mitwirkte. Auch am Sonntag beim 10:0-Sieg der Schwarzgelben über den Schweizer Drittligisten FC Rapperswil-Jona stand er für seine Mannschaft auf dem Platz.

In dieser Partie wurde der Innenverteidiger jedoch kaum gefordert, und bei seinen beiden Kopfballmöglichkeiten, die er vor dem Gehäuse der Gastgeber hatte, verfehlte er knapp das Tor.

Während es im Spiel noch an Kleinigkeiten hapert, ist Subotic, was die körperliche Fitness betrifft, genau so weit oder vielleicht sogar noch weiter als seine Mannschaftskollegen. Der Grund dafür ist sein enormer Ehrgeiz, der ihn nach seiner schweren Verletzungen dazu veranlasste, in die USA zu reisen, um dort, wie er sagt, das Feintuning an seinem Körper vorzunehmen. Unter Anleitung von Experten ist er ganz vorsichtig, aber letztlich beschwerdefrei gesprintet. Heute habe er keine Probleme mehr mit dem verletzten Knie, „weder beim Laufen noch bei schnellen Drehungen“, erzählt der Innenverteidiger, der weiß, wie schwierig es sein wird, seinen Stammplatz in der Deckung des Vizemeisters zurück zu erobern. Zumal mit Mats Hummels, Matthias Ginter und Sokratis drei Konkurrenten von internationalem Format ebenfalls von Beginn an spielen wollen.

Ein Blick auf diese prominenten Namen seiner Teamkollegen zeige, auf welch hohem Niveau sich die Borussia bewege. „Bei diesen drei super Innenverteidigern komme ich mit 99 Prozent Leistung nicht an mein Ziel“, sagt Subotic, der trotz des harten Trainings in Bad Ragaz den Rasen stets mit einem strahlenden Lächeln betritt und dort gute Laune verbreitet. So war es auch gestern im Rahmen der Pressekonferenz, als er seine Freude darüber zum Ausdruck brachte, dass Deutschland Fußball-Weltmeister geworden ist – mit den Borussen Hummels, Kevin Großkreutz, Eric Durm und Roman Weidenfeller sowie der jüngsten Neuerwerbung Ginter. „Ich habe mich wahnsinnig gefreut und bin stolz darauf, dass unsere Jungs zu den Weltmeistern gehören“, sagt Subotic, der seine lange Verletzungspause dazu nutzte, um nach Äthiopien zu reisen und sich ein Bild davon zu machen, wie dort die Spendengelder der von ihm ins Leben gerufenen Neven-Subotic-Stiftung verwendet werden. „Wohlstand und Sicherheit sind nicht selbstverständlich“, zeigt sich der 25-Jährige, dem es eine Herzensangelegenheit ist, die Kinder in Äthiopien zu unterstützen, als Profi mit Profil. „Wir alle müssen helfen, ihr Leben zu verbessern.“

Quelle: wa.de

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