Der nächste BVB-Auftrag heißt Derby-Sieg

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Daumen hoch: BVB-Stürmer Robert Lewandowski.

LONDON - Die Dortmunder Spieler hatten den Triumph im Emirates Stadion in London erst wenige Augenblicke ausgekostet, als ihnen auf dem Weg in die Fan-Kurve von den 3000 mitgereisten Anhängern lautstark ein klare Forderung entgegen hallte. „Wir wollen den Derby-Sieg“ skandierte die schwarz-gelbe Wand im Wohnzimmer des FC Arsenal.

Von Peter Schwennecker

Danach klatschten sich Profis und Fans gegenseitig ab, stimmten noch gemeinsam das Lied „Wer nicht hüpft, der ist ein Schalker“ an. „Der Auftrag ist bei uns angekommen“, bestätigte Mittelfeldakteur Nuri Sahin anschließend in den Stadion-Katakomben und richtete den Blick gleich Richtung Revierschlager am Samstag beim Rivalen FC Schalke 04. „Nach den beiden Derby-Niederlagen im Vorjahr wissen wir nur zu gut, dass wir in dieser Hinsicht einen großen Nachholbedarf haben.“

Deshalb tat den Dortmundern der Triumph beim Spitzenreiter der englischen Premier League gerade vor der wichtigsten Bundesligapartie der Hinrunde besonders gut. „Das Spiel wird uns für Samstag einen Schub geben“, beteuerte Sahin: „Jetzt geht es darum, ein bisschen zu regenerieren. Und dann liegt der Fokus voll darauf, den Derbysieg auch zu holen.“

Schließlich sitzt der Stachel der beiden Pleiten in der Vorsaison bei Spielern und Anhang der Borussia immer noch sehr tief. Das weiß auch Robert Lewandowski, der in London sieben Minuten vor Schluss das entscheidende Tor erzielte und sich nach dem Schlusspfiff persönlich bei den Fans bedankte. „Die haben hier für eine tolle und außergewöhnliche Atmosphäre gesorgt“, erklärte der Pole. Um dann gleich hinzuzufügen: „Wir wissen, was das Derby für sie bedeutet.“

Trotz der ewigen Wechselspekulationen um den Torjäger ist das Verhältnis zwischen Fans und Lewandowski nicht getrübt, jedenfalls nicht öffentlich. Denn die Dortmunder wissen, was sie an Lewandowski haben, der im 16. Pflichtspiel der Saison sein zehntes Tor erzielte.

Trainer Jürgen Klopp kann und will die ewigen Gerüchte um den Stürmer ohnehin nicht mehr hören. „Man kann mir aus verschiedenen Gründen vertrauen, wenn ich sage, dass Robert alles für diese Mannschaft gibt“, sagte der Coach. Mit dem Tor bei Arsenal hat Lewandowski wieder zahlreiche Sympathiepunkte bei den Fans gesammelt. Mit einem entscheidenden Treffer im Derby würde er sich wohl endgültig zurück in die Herzen der Anhänger schießen.

Quelle: wa.de

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