Wie einst Hummels und Subotic

Nach der Diallo-Verpflichtung: Der BVB hat den Kinderriegel 2.0

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Verteidigt demnächst für den BVB: Abdou Diallo.

Nach Neven Subotic und Mats Hummels hat der BVB einen neuen Kinderriegel: In der kommenden Saison bilden die jungen Abdou Diallo und Manuel Akanji die Innenverteidigung.

Dortmund - Jung, wild, dynamisch und mit viel Spielwitz: Das war einst der Charakter der „Kinderriegel“ getauften Innenverteidigung von Borussia Dortmund. Vor zehn Jahren ging mit Mats Hummels und Neven Subotic ein gerade einmal jeweils 19 Jahre altes Duo an den Start. Es löste die „Opa-Abwehr“ aus Christian Wörns (33) und Robert Kovac (35) ab und bildete fortan über Jahre das Rückgrat der Meister- und Doublemannschaft. 

Ganz offensichtlich führt der BVB aktuell Ähnliches im Schilde. Mit Manuel Akanji (22) haben die Borussen bereits im Winter einen vielversprechenden zentralen Verteidiger verpflichtet, jetzt ist der Transfer des nächsten Talents perfekt: Der ebenfalls 22 Jahre alte Abdou Diallo vom 1. FSV Mainz 05 wechselt nach Dortmund und unterschreibt einen Vertrag bis zum Sommer 2023. Bei den Schwarz-Gelben soll er Sokratis ersetzen, der sich dem FC Arsenal anschließen wird. 

Zorc lobt seine Verpflichtung

„Abdou Diallo bringt sehr vieles von dem mit, was wir von einem Zugang erwarten“, so BVB-Sportdirektor Michael Zorc auf der vereinseigenen Homepage. Zorc weiter: „Er ist ein moderner, spielstarker und dazu sehr intelligenter Innenverteidiger. Er kann aber auch außen verteidigen oder im defensiven Mittelfeld zum Einsatz kommen. Die Kombination aus seinem großen Potenzial und seiner Vielseitigkeit hat Abdou für uns so interessant gemacht.“

Diallo sagt über seinen neuen Arbeitgeber: „Nachdem ich die Bundesliga in Mainz kennengelernt habe, freue ich mich auf die Herausforderung, mich künftig bei einem so großen Verein wie Borussia Dortmund beweisen zu dürfen.“ 

Sofort Stammspieler in Mainz

Damit packt der Franzose nach nur einem Jahr in Mainz seine Sachen schon wieder. Erst im vergangenem Sommer war er vom französischen Erstligisten AS Monaco für die überschaubare Ablösesumme von fünf Millionen Euro zu den Rheinhessen gewechselt. Der bullige und dennoch flinke Franzose erkämpfte sich auf Anhieb einen Stammplatz und zählte fortan zu den Eckpfeilern der FSV-Defensive.

Pierre Mankowski, Diallos ehemaliger Jugend-Nationaltrainer, schwärmte in der Bild von seinem ehemaligen Schützling und aktuellem Kapitän der U21-Auswahl: „Abdou ist ein intelligenter Junge mit einem richtig guten, linken Fuß. Er hat viele Stärken, aber sein Spielaufbau ist herausragend. Abdou hat ein natürliches Anführer-Gen.“ 

BVB sticht Olympique Lyon aus

Das ist neben den Westfalen auch den Spähern des französischen Traditionsvereins Olympique Lyon aufgefallen. Doch Dortmunds neuer Trainer Lucien Favre, der bereits bei Borussia Mönchengladbach Talente wie die BVB-Profis Marco Reus oder Mahmoud Dahoud gefördert hatte, überzeugte Diallo in einem persönlichen Gespräch von einem Wechsel. 

Es war sicher kein Nachteil, dass der Coach perfekt französisch spricht. „Ich kann es kaum erwarten, unter Lucien Favre in die Vorbereitung auf die neue Saison einzusteigen“, meint Diallo. 

Teurer Kinderriegel 2.0

Für den 1,88 Meter großen „Wunschkandidaten“ müssen die Dortmunder die prall gefüllte Brieftasche weit öffnen und eine Summe von rund 25 Millionen Euro Richtung Mainz überweisen. Für das Paket Akanji/Diallo legte der BVB fast 50 Millionen Euro auf den Tisch. 

Zum Vergleich: Der „Kinderriegel“ anno 2008 war rund 40 Millionen Euro günstiger. Bleibt abzuwarten, ob die Neuauflage den Borussen-Fans ähnlich gut schmecken wird.

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Quelle: wa.de

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