Klopp überzeugt: "Wir werden zurückschlagen"

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GELSENKIRCHEN - Es war eine äußerst enttäuschende Woche für Borussia Dortmund, die laut Trainer Jürgen Klopp mit einem „Scheiß-Abend“ auf Schalke endete. Nur einen von möglichen neun Punkten holte der Vizemeister aus drei Bundesliga-Begegnungen, nach nur sechs Spieltagen weisen die Schwarz-Gelben schon sieben Punkte Rückstand auf die Münchner Bayern auf.

Zudem traf das 1:2 im Derby beim FC Schalke 04 die Protagonisten bis ins Mark. „Diese Niederlage ist extrem bitter, weil sie bis zum Rückspiel in den Köpfen der Fans hängen bleibt“, gestand Innenverteidiger Neven Subotic nach dem Schlusspfiff ein.

Von einer Krise wollte sein Nebenmann Mats Hummels allerdings nicht sprechen. „Das Wort Krise wäre sicherlich zu hoch gegriffen“, meinte der Nationalspieler, der erstmals seit der WM wieder in der Startformation der Borussen stand. „Wir hatten einfach eine schlechte Woche“, erklärte der Weltmeister, der angesichts der angespannten Personalsituation auf bessere Zeiten hoffte: „Wir müssen jetzt einfach noch die nächsten beiden Spiele in Anderlecht und gegen den Hamburger SV überstehen, dann kommen nach der Länderspielpause die meisten Spieler zurück.“

Wieder zwei Gegentore

Bereits zum fünften Mal in der laufenden Saison kassierten die Dortmunder zwei Gegentore in einer Partie. „Das ist eine Katastrophe“, mahnte Hummels erneut fehlende Stabilität in der Abwehr an, die sich auch auf Schalke bei zwei Eckbällen der Gastgeber offenbarte. Geschenke, die der Rivale durch Joel Matip und Eric Maxim Choupo-Moting dankend annahm. Nach dem Anschluss durch Pierre-Emerick Aubamayang (26.) drängte zwar nur noch der BVB, war in seinen Offensivaktionen aber wenig zwingend.

Die folgende Analyse von Dortmunds Coach Jürgen Klopp war treffend: „Wer solche Gegentore kassiert, kann im Fußball selten Spiele gewinnen. Wir schießen uns selbst ins Bein. Diese Fehler haben das Spiel dramatisch beeinflusst“, betonte der Fußball-Lehrer, der auch Ursachen für die aktuelle Verfassung der Mannschaft nannte: „Wir sind nicht on Top, was die Eingespieltheit betrifft. Wir sind nicht on top, was die Form einzelner Spieler angeht. Doch die Gründe dafür sind bekannt.“

Klopp schützt die Mannschaft

Klopp stellte sich trotz der alles andere als berauschenden Tabellensituation schützend vor seine Mannschaft, der er nicht einmal Vorwürfe machte. „Das ist ein alles andere als guter Start von uns, der uns nicht zufriedenstellen kann, aber auch nicht umwirft“, erklärte der 47-Jährige. „Die Jungs investieren unheimlich viel. Wir sind marschiert ohne Ende und haben versucht, das Ding zu drehen.“

Deshalb machte sich der BVB-Trainer auch keine großen Gedanken um die Zukunft. „Die Mannschaft hat Qualität, Mentalität und einen sehr guten Charakter“, betonte Klopp. „Deshalb werden wir zurückschlagen, das ist sicher. Ich kann nur noch nicht sagen, wann das passieren wird.“

BVB will am Mittwoch zurückschlagen

Geht es nach dem Willen von Innenverteidiger Mats Hummels, am besten schon am kommenden Mittwoch im ersten Auswärtsspiel der Champions-League-Vorrunde beim RSC Anderlecht (20.45 Uhr). Große Sorgen machte sich Hummels nicht. „Anderlecht ist sicherlich nicht stärker als der FC Schalke. Wir müssen uns steigern und vielleicht auch einmal wieder selbst in Führung gehen.“

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Quelle: wa.de

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