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Nach der Frust-Saison: Schürrle tritt gegen Tuchel nach

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Von: Martin Bytomski

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Tritt gegen Tuchel nach: André Schürrle.
Tritt gegen Tuchel nach: André Schürrle. © picture alliance / Guido Kirchne

Dortmund - Einst galt der ehemalige BVB-Trainer Thomas Tuchel als Förderer von André Schürrle. Doch nach der schwachen Saison lässt der Weltmeister kein gutes Haar an seinem Ex-Trainer.

Es war ein Jahr zum Vergessen für André Schürrle von Borussia Dortmund. Der Angreifer war im vergangenen Sommer vom Ligakonkurrenten VfL Wolfsburg für 30 Millionen Euro ins Ruhrgebiet gewechselt und schürte allein schon wegen der hohen Ablösesumme große Erwartungen. 

Doch nur ein Highlight verbuchte der 26-Jährige in seinem Premierenjahr für den BVB: Den Ausgleichstreffer zum 2:2 in der Champions-League-Gruppenphase gegen den späteren Sieger Real Madrid. Wenige Minuten vor dem Abpfiff riss Schürrle die rund 65.000 Fans im Dortmunder Stadion mit einem Gewaltschuss von den Sitzen.

"Habe keine Erklärung bekommen"

Doch gerade einmal 15 Ligaeinsätze, davon acht in der Startelf, sind eindeutig zu wenig für einen Weltmeister. Sein einstiger Förderer und Ex-BVB-Trainer Thomas Tuchel, der ihn in Mainz zum Durchbruch verholfen hatte, setzte zumeist auf den Senkrechtstarter Ousmane Dembélé und den torgefährlichen Marco Reus. Für "Schü" blieb oft nur der Platz auf der Ersatzbank. Sogar der erst 18-jährige Christian Pulisic bekam zumeist den Vorzug.

Warum, weiß der Blondschopf auch nicht so wirklich. "Dafür habe ich bis heute keine Erklärung und habe ehrlich gesagt auch nie eine bekommen", sagt er in der Sport Bild und macht seinen Ärger Luft. Doch nicht nur Tuchel hinderte Schürrle an einem erfolgreichen Jahr, auch sein eigener Körper machte ihm einen Strich durch die Rechnung. Eine Innenbanddehnung im Knie sowie eine Achillessehnenreizung setzen ihn viele Wochen außer Gefecht.

Neue Saison - neues Glück

"Es war ein unglückliches Jahr für mich. Ich bin super reingekommen, habe mich gut gefühlt wie lange nicht. Dann kam die erste Verletzung am Knie, in dieser Zeit hatte sich die Mannschaft gefunden, und es war schwer bis zur Winterpause", fasst der frustrierte Offensivspieler den schwierigen Start zusammen. 

Immerhin: Die Ausgangslage hat sich für Schürrle nicht verschlechtert, im Gegenteil. Denn es wurde kein zusätzlicher Konkurrent für den Angriff verpflichtet. Und sollte Pierre-Emerick Aubameyang tatsächlich noch nach China wechseln, ist er neben Alexander Isak der einzige Spieler im Dortmunder Kader, der auch auf der zentralen Sturmposition spielen könnte. 

Lob für Peter Bosz

Und der neue BVB-Trainer Peter Bosz machte bereits klar, dass sich alle Spieler beweisen müssen, keiner mit einem Bonus in die Saison geht. "Er hat eine klare Ansprache, vermittelt seine Inhalte aber dennoch auf entspannte Weise", lobt er den neuen Mann an der Seitenlinie.

Mal sehen, ob er sich nach der kommenden Saison auch noch so positiv über den 53-jährigen Niederländer äußert.

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