Sebastian Kehl: "Dürfen Weg nicht verlassen"

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Dortmunds Sebastian Kehl auf einer Pressekonferenz in Dortmund.

DORTMUND - Der Einzug in das Champions-League-Achtelfinale ist bereits sicher - nun soll der Gruppensieg her. Der BVB geht aus der Pole-Position in den Vorrunden-Showdown gegen Anderlecht. Ein Happy End soll helfen, weiteres Selbstvertrauen für den Bundesliga-Abstiegskampf zu sammeln.

Von Heinz Büse 

In der Bundesliga ist der erste Schritt aus der Abstiegszone getan, in der Champions League lockt der Gruppensieg. Borussia Dortmund hofft auf ein weiteres ermutigendes Erfolgserlebnis. Schon ein Remis am Dienstag im Duell mit dem RSC Anderlecht (20.45 Uhr/Sky) dürfte ausreichen, um die Tabellenführung in der Königsklasse zu verteidigen.

Leitwolf Sebastian Kehl ist guter Dinge, dass der BVB ähnlich beherzt auftritt wie beim befreienden 1:0 gegen 1899 Hoffenheim: "Wir haben in der Champions League Großes geleistet. Diesen Weg dürfen wir nicht verlassen." Zumindest auf internationaler Bühne könnte die Ausgangslage kaum besser sein. Die bereits für das Achtelfinale qualifizierte Borussia wäre selbst bei einem Unentschieden am Ziel, wenn der Gruppenzweite FC Arsenal nicht mit mindestens sechs Toren Differenz in Istanbul gewinnt.

Zwei Wochen nach dem schwachen Auftritt in London (0:2) brennen die BVB-Profis auf Wiedergutmachung. "Nach dem Arsenal-Spiel haben wir Kritik erfahren, die aus der Bundesliga übergeschwappt ist. Aber insgesamt können wir uns in der Gruppe wenig vorwerfen", befand Kehl.

Der erlösende Sieg über Hoffenheim hat den Glauben an eine Trendwende gestärkt. "Nachhaltigkeit ist jetzt das Stichwort. Es geht bis Weihnachten nur darum, Punkte, Punkte, Punkte zu sammeln - um nichts anderes", sagte Sportdirektor Michael Zorc am Montag "Sport Bild Plus". Eine Niederlage gegen die Belgier könnte dieses Vorhaben konterkarieren. Mittelfeldspieler Ilkay Gündogan gab die Richtung vor: "Wichtig ist, dass wir es am Dienstag mit ähnlicher Überzeugung durchziehen wie gegen Hoffenheim, damit wir für das nächste Bundesligaspiel in Berlin gewappnet sind."

Hoffen auf einen leichteren Gegner

Nicht nur aus psychologischen Gründen stehen die Borussen unter Zugzwang. Schließlich können sie als Gruppensieger bei der Auslosung des Achtelfinales am kommenden Montag auf einen vermeintlich leichteren Gegner hoffen. Laut Gündogan ist es ohnehin keine Option, sich in Europa für die anstehenden drei Erstligaspiele bis zur Winterpause zu schonen: "Das ist Champions League.

Auf Vereinsebene gibt es nichts Höheres." Für anhaltende Diskussionen im Vorfeld des Gruppen-Showdowns sorgt die Frage, für welchen Torhüter sich Jürgen Klopp entscheidet. Stammkeeper Roman Weidenfeller hat seine Verbannung auf die Ersatzbank im Duell gegen Hoffenheim nach eigenen Aussagen "akzeptiert". Eine dauerhafte Rolle als Nummer 2 hinter Mitch Langerak dürfte beim Weltmeister jedoch auf weniger Verständnis stoßen.

Viele Verletzte

Die barsche Klopp-Erklärung am Freitag zu diesem Thema klang wenig versöhnlich: "Ich werde den Teufel tun und die Spieler auch noch fragen, ob sie es cool finden. Wir sind nicht in einer Situation, in der ich einem Spieler erklären muss, warum er nicht spielt." Gut möglich, dass der Fußball-Lehrer erneut auf Langerak setzt. Dagegen könnte es bei den Feldspielern eine leichte Rotation geben.

So ist der Einsatz von Routinier Kehl gefährdet, der sich am Freitag eine Rippenverletzung zuzog. Für den von einem Wadenbeinbruch genesenen Sokratis kommt die Partie noch zu früh. Läuft alles nach Plan, kehrt der Innenverteidiger erst am Samstag in den Kader zurück. Anders als die Dortmunder verpatzte der Tabellendritte der belgischen Liga die Generalprobe.

Das 2:4 bei Aufsteiger Mouscron-Peruwelz sorgte für Ernüchterung. Zudem muss Trainer Besnik Hasi auf seinen Führungsspieler Steven Defour verzichten. Viel wird davon abhängen, wie es dem Coach gelingt, seine Profis zu motivieren. Denn für sie geht es nur noch um die Siegprämie. Die Qualifikation für die Europa League ist dem Gruppendritten nicht mehr zu nehmen. - dpa

Quelle: wa.de

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