Mehr Konsequenz

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DORTMUND ▪ Die Konkurrenz aus München wittert nach dem Mittelfußbruch von Shinji Kagawa bei der Asien-Meisterschaft bereits wieder eine Chance im Titelkampf. „Das ist eine neue Situation für Dortmund. Von Boris Baur

In der Vorrunde haben sie fast immer mit der gleichen Mannschaft gespielt“, sagte Bayerns Sportdirektor Christian Nerlinger in der Hoffnung, dass die Borussia schon in der heutigen Auswärtspartie beim VfL Wolfsburg (15.30 Uhr/Sky) Federn lässt. Beim Bundesliga-Spitzenreiter bewahren sie allerdings Ruhe. Und so stand unter Woche erst einmal eine genaue Analyse des Stuttgart-Spiels an, das für den BVB enttäuschend mit 1:1 endete. „Fakt ist, dass wir ein verdienter Sieger gewesen wären“, meinte Jürgen Klopp nach dem Studium der Bilder und Fakten der Partie. Der Coach vermisste „in einigen Aktionen die letzte Konsequenz“ bei seiner Mannschaft, wollte dies aber nicht nur auf den verschwenderischen Umgang mit den eigenen Torchancen, sondern auch auf die Defensivarbeit beziehen.

Im Angriff wird Klopp mit einer personellen Umstellung reagieren. Lucas Barrios steht vor seinem Startelf-Comeback, wird Robert Lewandowski aus dem Sturmzentrum verdrängen. „Wenn nicht etwas passiert, wird Lucas beginnen“, legte sich der BVB-Trainer fest. Wobei der Torjäger aus Argentinien seit dem 14. Spieltag allerdings Ladehemmung hat.

Immerhin ist Wolfsburg ein gutes Pflaster für den 26-Jährigen, traf er doch in der vergangenen Saison in der Volkswagen-Arena doppelt. Die Vorlagen in Wolfsburg lieferte Mohamed Zidan. Der Ägypter könnte im Kader stehen, hat jedoch noch „Nachholbedarf“, wie Klopp betonte.

Ob Lewandowski seinen Platz in der Startaufstellung behält, dürfte von der Genesung von Jakub Blaszczykowski (Wunde an der Achillessehne) abhängen. Wird der Pole nicht rechtzeitig fit, würde sein Landsmann als Ersatz im Mittelfeld auflaufen. Sicher ist hingegen, dass Sven Bender nach überstandener Innenband-Dehnung wieder in die Mittelfeld-Zentrale zurückkehrt, zumal Stellvertreter Antonio da Silva im Training umgeknickt ist. Der Brasilianer ist aber einsatzfähig.

Wie gewohnt hat Klopp vor dem nächsten Gegner großen Respekt. Den Wölfen bescheinigt er eine „herausragende Qualität“, besonders in der Offensive, in der das Debüt von Neuzugang Dieumerci Mbokani wahrscheinlich ist, weil der Brasilianer Grafite wegen einer Sprunggelenks-Prellung wohl passen muss. „Der weiß, wo das Tor steht“, sagte Klopp über den 25-jährigen kongolesischen Nationalstürmer, der aus Monaco zum VfL wechselte und den zu Manchester City abgewanderten Top-Torjäger Edin Dzeko ersetzen soll. „Einen Mann wie Dzeko wird jede Mannschaft der Welt vermissen. Aber die Wolfsburger haben die Möglichkeit zu reagieren“, erwartet der BVB-Trainer einen starken Gegner, der sich zurzeit anscheinend im Aufwind befindet. „Sie sind deutlich besser in die Rückrunde gestartet als in die Hinrunde – zumindest was die Ergebnisse angeht“, so Klopp über den Tabellenelften.

Quelle: wa.de

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