Schicksalsspiel in Berlin

Kommentar: Gelb-Rote Karte für Mats Hummels gegen Hertha BSC – das darf nicht passieren

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Mats Hummels sah zweimal Gelb beim Spiel Hertha BSC – Borussia Dortmund.

Mats Hummels sah die Gelb-Rote Karte beim Spiel Hertha BSC gegen Borussia Dortmund. Nicht nur damit schadet er dem BVB. Ein Kommentar.

Update vom 1. Dezember, 18.37 Uhr: Mats Hummels hat die Gelb-Rote Karte gesehen gegen Hertha BSC, am Ende siegte der BVB trotzdem in Unterzahl. Passieren darf dem erfahrenen Innenverteidiger das aber nicht, findet unser Reporter in seinem Kommentar.

Kommentar: Advent, Advent, der Abwehrchef pennt. Mats Hummels sah bei seinem Fehlpass gegen den FC Barcelona schon nicht gut aus, bei seinen zwei Defensivaktionen – falls man sie als solche bezeichnen kann – am Samstag gegen Hertha BSC noch weniger. Von einem Führungsspieler, den sich die BVB-Verantwortlichen viel haben kosten lassen, darf und muss man mehr erwarten. 

Statt dicke rote Kerzen gab es für ihn eine Gelb-Rote Karte: Ausgerechnet zu einem Zeitpunkt der Saison – dieser Kalauer sei mir in der Vorweihnachtszeit noch gestattet – an dem der Baum ohnehin schon brennt beim BVB.

Ein Spieler von der Veranlagung eines Hummels darf so nicht verteidigen, zu wichtig ist er für das Gesamtkonstrukt. Die jungen Verteidiger sollen von ihm lernen, zusammen mit den erfahrenen Spielern soll er für Stabilität sorgen. Soweit der Plan. Seine Leistung zuletzt passte nicht ins Bild, kostete schwarzgelben Anhängern unnötige Nerven. 

Dem Abwehrchef muss man zugute halten, dass er selbstkritisch mit solchen Aussetzern umgeht. Schon bevor der Pfiff des Schiedsrichters durch das Stadion hallte, wusste Hummels, dass er einen Fehler gemacht hatte, als er das Bein gegen Davie Selke rausstellte. 

Von Hummels‘ Einsicht allein kann sich Coach Lucien Favre aber weder Plätzchen noch einen neuen Abwehrchef backen für die nächste Partie gegen Düsseldorf (Samstag, 15.30 Uhr/live im TV). Andererseits tut die Zwangspause Hummels vielleicht gut – zur Ruhe kommen, nachdenken, besser machen. maho

Gelb-Rote Karte für Mats Hummels: BVB besiegt Hertha BSC in Unterzahl

Update vom 30. November, 17.31 Uhr: Durchatmen bei Mats Hummels und Borussia Dortmund. Der Innenverteidiger sah zwar Rot gegen Hertha BSC, sein Team konnte aber größere Schuld von ihm nehmen.

Borussia Dortmund brachte auch ohne Hummels die Führung gegen Hertha BSC über die Zeit. Wenn auch etwas glücklich – und die Gelb-Rote Karte von Hummels könnte trotzdem Folgen haben.

Mats Hummels sieht rot – Hertha BSC gegen Borussia Dortmund könnte üble Folgen haben

Berlin/Dortmund – Mats Hummels steht eigentlich für defensive Stabilität bei Borussia Dortmund. Zumindest hat der BVB ihn deswegen zurückgeholt. Beim Spiel gegen Hertha BSC am Samstag zeigte er aber keine gute Leistung und holte sich eine Gelb-Rote Karte ab – das könnte negative Auswirkungen auf den Job von Lucien Favre haben.

Zum Ende der ersten Halbzeit holte sich BVB-Verteidiger Mats Hummels die zweite Gelbe Karte ab, foulte Hertha-Stürmer Davie Selke. Als Folge sah Hummels die Gelb-Rote Karte, für den BVB ging es mit einem Platzverweis in die Kabine. Und für Trainer Lucien Favre wohl mit einem schlechten Gefühl – denn der Ausgang der Partie Hertha BSC gegen Borussia Dortmund dürfte direkte Auswirkungen auf seinen Trainerjob haben.

Gelb-Rote Karte für Mats Hummels gegen Hertha BSC – Druck auf Lucien Favre steigt weiter

Favre steht stark in der Kritik beim BVB, der Druck wächst. Das Spiel gegen Hertha BSC gilt als Schicksalsspiel. Der Schweizer hat wohl auch deswegen eine eher ungewöhnliche Aufstellung gewählt, Borussia Dortmund startete in Berlin mit einer Dreierkette, Achraf Hakimi und Raphael Guerreiro komplettierten das ganze auf den Seiten zu einer Fünferkette. Im defensiven Zentrum: Mats Hummels. Bis zur Halbzeitpause.

Dann kam der Platzverweis, Hummels sah rot und musste frühzeitig unter die Dusche. Der Plan von Favre war damit zerstört. Großartig umstellen musste er aber auch nicht, der BVB agierte in einem 4-4-1-System weiter.

Hummels sieht rot: Erneute Schrecksekunde für den BVB nach dem Seitenwechsel

Kurz nach dem Seitenwechsel gab es aber den nächsten Schrecken für Borussia Dortmund. Dank eines Doppelschlags von Jadon Sancho und Thorgan Hazard innerhalb von nur 104 Sekunden war der BVB in Führung gegangen, kassierte in der 34. Minute noch in Gleichzahl den Anschlusstreffer – dann aber den Ausgleich in Unterzahl. Jedenfalls kurzzeitig. Der Videoschiedsrichter griff ein – anders als am Vortag beim Revierrivalen FC Schalke 04 gegen Union Berlin – und deckte eine Abseitsposition auf. Der Ausgleich nach dem Seitenwechsel zählte also nicht.

Favre unter Druck: Platzverweis von Hummels macht es nicht gerade einfacher für den BVB-Trainer

Dennoch wiegt der Platzverweis von Hummels schwer. Zwar hinkt auch er seiner Form hinterher beim BVB, gilt aber innerhalb der Mannschaft als Führungsspieler und defensiver Lenker. Ohne ihn wird es für Favre nicht leichter, um seinen Job zu kämpfen.

Andererseits bedeutet die Rote Karte von Hummels auch, dass sich Dan-Axel Zagadou für weitere Aufgaben empfehlen kann. Der junge Franzose kam zwar gegen Hertha in der Dreierkette zum Einsatz, hat ansonsten aber das Nachsehen und bekommt eher wenig Einsatzminuten von Favre zugesprochen. Vielleicht avanciert er zum Retter in und aus der Not. Spielerisch jedenfalls sollte es ihm gelingen, Hummels kurzfristig zu ersetzen. Favre würde es ihm sicherlich danken: Der BVB-Trainer muss nämlich jetzt ohne seinen Abwehrchef Mats Hummels um seinen Job kämpfen – die Rote Karte könnte üble Folgen für ihn haben. maho

BVB bringt Sieg bei der Hertha nach Hummels' Rot über die Zeit

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Quelle: wa.de

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