Pleite gegen Frankfurt

BVB: Marco Reus nach Wut-Abgang im Fokus - Reporter-Legende: „Eine Katastrophe“

Der Wut-Abgang von BVB-Kapitän Marco Reus nach seiner Auswechslung gegen Eintracht Frankfurt sorgt für Diskussionen. Eine Reporter-Legende teilt im TV aus.

Hamm - Dass es in dieser Saison nicht zum Bayern-Jäger Nummer eins reichte, ist derzeit das geringste Problem bei Borussia Dortmund. Die Sorgen sind aktuell ganz andere in Dortmund: Der BVB droht sogar sein Minimalziel Champions League zu verpassen.

NameMarco Reus
Geboren31. Mai 1989 in Dortmund
EhefrauScarlett Gartmann (verh. 2019)
Gehalt10,96 Millionen EUR (2020)

BVB: Wut-Abgang von Marco Reus sorgt für Diskussionen - Marcel Reif: „Das ist Katastrophe“

Das sportliche Endspiel - auch wenn die Schwarz-Gelben es im Vorfeld nicht als solches bezeichnen wollten - gegen den direkten Konkurrenten Eintracht Frankfurt hat die Mannschaft von Cheftrainer Edin Terzic verloren. Der Rückstand des BVB auf Rang vier - dem letzten Platz zur direkten Qualifikation für die Champions League - beträgt mittlerweile sieben Punkte. Medienberichten zufolge trafen sich die Bosse um Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke, Sportdirektor Michael Zorc und Sebastian Kehl, Leiter der Lizenzspieler-Abteilung, zu einer Krisensitzung in der Geschäftsstelle.

Bei all den Baustellen, die sie beim BVB zu beackern hatte: Ging es dabei auch um Marco Reus? Edin Terzic wechselte den Kapitän von Borussia Dortmund gegen Frankfurt nach 80 Minuten aus - beim Spielstand von 1:1. Den Dortmundern lief die Zeit davon, drei Punkte mussten her. Doch Marco Reus trabte vom Platz, nahm sich genervt und wütend die Binde vom Arm und warf sie Giovanni Reyna hin, der für ihn in die Partie kam - und der sie anschließend an Thomas Delaney übergab.

Wut-Abgang von Marco Reus: Trainer Edin Terzic nimmt BVB-Kapitän in Schutz

Seither wird viel diskutiert über den Wut-Abgang von Marco Reus. Trainer Edin Terzic wurde darauf direkt nach der 1:2-Pleite des BVB gegen Eintracht Frankfurt angesprochen - und versuchte, das Thema sichtlich genervt herunterzuspielen.

„Jetzt die Gegenfrage: Wenn Sie Kapitän sind, und Sie werden in so einer Phase ausgewechselt: Wären Sie dann glücklich und zufrieden? Nein, natürlich nicht“, sagte der BVB-Coach auf der Pressekonferenz. „Das ist menschlich, dass jemand unzufrieden ist, wenn er das Spielfeld verlassen muss.“

Marco Reus habe, so Edin Terzic, versucht, alles rauszuhauen. „Man darf nicht vergessen, dass er ein paar Wochen aussetzen musste. Das ist jetzt für mich kein großes Thema“, erklärte der Dortmunder Trainer, der mit seiner Mannschaft am Dienstag in der Champions League bei Manchester City (21 Uhr/live im TV und Stream) gefordert ist.

Nach Wut-Abgang gegen Frankfurt erneute Diskussion um BVB-Kapitän marco Reus

Doch so klein ist das Thema gewiss nicht. Es ist schließlich nicht die erste - von außen geführte - Diskussion darüber, ob Marco Reus der richtige Kapitän für den BVB-Kader ist. Und ob er sich nicht gerade deshalb anders hätte verhalten müssen nach seiner Auswechslung.

BVB-Kapitän Marco Reus wurde gegen Eintracht Frankfurt vorzeitig ausgewechselt

Schließlich ist so ein Abgang immer mit einer gewissen Außenwirkung verbunden. „Das ist ein Statement“, sagte Achim Beierlorzer, ehemaliger Trainer unter anderem von Mainz 05 und des 1. FC Köln, im Doppelpass auf Sport1: „Wenn ein Spieler so vom Platz geht, zeigt es: Ich bin mit der Gesamtsituation völlig unzufrieden – vielleicht auch mit seiner Leistung. Das ist natürlich worst case.“

Ex-Kommentator Marcel Reif wettert gegen Marco Reus als BVB-Kapitän: „Das ist eine Katastrophe“

Noch deutlicher wurde Marcel Reif. Der ehemalige TV-Kommentator teilte in seiner Funktion als Experte im Doppelpass regelrecht gegen Marco Reus aus. „Er ist kein Würstchen, das da irgendwo. Er ist der Kapitän, und er geht auf diese Art raus mit dieser Gestik und Mimik. Das ist eine Katastrophe“, wetterte Marcel Reif in Richtung des BVB-Spielführers.

Für den früheren Kommentator ist es daher offensichtlich, dass auch diese Frage nach der Auswahl des Kapitäns auf der Tagesordnung der Dortmunder Bosse gestanden hatte. Auch die Talk-Runde im Doppelpass zweifelte erneut die Fähigkeiten von Marco Reus als Mannschaftsführer der Schwarz-Gelben an.

Doch erst einmal gilt es zu versuchen, sich doch noch für die Champions League zu qualifizieren. Aber: „Wenn man realistisch ist, dürfte es selbst mit sechs oder sieben Siegen sehr schwer werden mit Platz vier“, sagte Mats Hummels bei Sky: Deshalb sollte das erst mal nicht unser Thema sein, sondern in der Bundesliga einfach Leistung bringen und in den Pokal-Wettbewerben weiterkommen.“ 

Rubriklistenbild: © Lars Baron/dpa

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