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Marco Reus: Die Karriere des Kapitäns von Borussia Dortmund

Marco Reus: Die Karriere des Kapitäns von Borussia Dortmund
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Marco Reus: Die Karriere des Kapitäns von Borussia Dortmund

Marco Reus ist ein absoluter Weltstar. Seit 2012 spielt er bei Borussia Dortmund und ist aktuell BVB-Kapitän. Alles über seine Karriere als Fußballer.

  • Marco Reus ist Kapitän von Borussia Dortmund.
  • Vor seinem Wechsel 2012 zum BVB machte Reus bei anderen Vereinen auf sich aufmerksam.
  • Alles zu seiner Karriere als Profi-Fußballer.

Steckbrief und Wiki zu Marco Reus

NameMarco Reus
Geburtsdatum31.05.1989
GeburtsortDortmund
NationalitätDeutschland
Größe1,80 Meter
PositionOffensives Mittelfeld
Aktueller VereinBorussia Dortmund
EhepartnerinScarlett Gartmann (seit 2019)

Marco Reus wurde am 31. Mai 1989 in Dortmund geboren. Der Sohn eines Betriebsschlossers und einer Bürokauffrau begann im Alter von vier Jahren mit dem Fußballspielen. Sein Talent blieb nicht lange unentdeckt. Als Sechsjähriger wechselte Reus aus der F-Jugend des Postsportverein Dortmund in die Jugendabteilung von Borussia Dortmund. Zehn Jahre lang war er Teil des BVB und durchlief zahlreiche Juniorenmannschaften. Dann jedoch war Schluss.

Marco Reus: Die Karriere des BVB-Kapitäns - das plötzliche Aus

Als zu schmächtig und nicht robust genug wurde Marco Reus angesehen, sodass er in seinem zweiten Jahr bei den B-Junioren zusammen mit Kevin Großkreutz zum damaligen LR Ahlen (heute Rot Weiss Ahlen) wechselte. Über die U19 schaffte Reus den Sprung als Aushilfsspieler in die U23-Oberligamannschaft, in der er fünfmal eingesetzt wurde. In seinen ersten beiden Partien traf Reus je einmal. Nach weiteren überzeugenden Auftritten in der U19 mit zwölf Treffern in 21 Partien in der Folgesaison wurde Marco Reus in den Kader der ersten Mannschaft aufgenommen. Dort debütierte er nach zwölf Spielen auf der Bank.

Im letzten Spiel der Saison 07/08 in der Regionalliga Nord traf Reus beim 3:1-Erfolg über Babelsberg 03 und stieg mit Rot Weiss Ahlen in die 2. Bundesliga auf. Dieser war gleichbedeutend mit dem Durchbruch in seiner Karriere. Marco Reus entwickelte sich zur unumstrittenen Stammkraft beim Zweitligisten und stand 27 Mal auf dem Rasen. Zwar beendeten die Rot-Weissen die Saison auf dem zehnten Tabellenplatz und sicherten sich somit eine weitere Spielzeit in Deutschlands zweithöchster Spielklasse. Reus wagte jedoch den nächsten Schritt und wechselte zur Saison 2009/10 zum Erstligisten Borussia Mönchengladbach.

Marco Reus schaffte mit Rot Weiss Ahlen den Aufstieg in die 2. Bundesliga.

Marco Reus startet bei Borussia Mönchengladbach durch

Bereuen sollte Reus diesen nicht. In seiner ersten Saison in der Bundesliga reifte der damals 19-Jährige zur Stammkraft heran. Am 28. August 2009 erzielte Reus nach einem Solo-Sprint über 54 Metern seinen ersten Bundesliga-Treffer. Sieben weitere sollten in dieser Spielzeit folgen. Im folgenden Jahr war Reus mit zehn Toren unter dem damaligen Trainer Lucien Favre Gladbachs bester Torschütze und rettete die Fohlen mit seinem Treffer zum 1:1 im Rückspiel der Abstiegsrelegation den Klassenerhalt.

In seiner letzten Saison bei Borussia Mönchengladbach übertraf Reus mit 18 Treffern und zwölf Vorlagen seine Topwerte aus der Vorsaison und schoss Borussia Mönchengladbach auf Platz vier der Bundesliga. Bereits im Dezember gab sein damaliger Arbeitgeber bekannt, dass Reus den Verein zum Ende der Saison verlassen wird. Möglich machte das eine in seinem Vertrag integrierte Ausstiegsklausel. Am selben Tag gab Borussia Dortmund die Verpflichtung von Reus für 17 Millionen Euro zur Saison 2012/13 bekannt.

Rückkehr in die Heimat und Ernennung zum Kapitän beim BVB

Nun war er also zurückgekehrt zu seinem Ausbildungsverein, der ihn noch Jahre zuvor aussortierte. Unter Trainer Jürgen Klopp machte Marco Reus da weiter, wo er bei Borussia Mönchengladbach aufgehört hatte: Tore schießen. Neben Mario Götze und Robert Lewandowski erzielte Reus 14 Bundesliga-Treffer und bereitete elf weitere vor. Zur Verteidigung der deutschen Meisterschaft hatte es allerdings nicht gereicht. Und auch in der Champions League blieb Borussia Dortmund in dieser Saison nur der zweite Platz. Im Finale unterlag die Borussia dem FC Bayern mit 1:2. Die kleine Revanche gelang einige Monate später im DFL-Supercup, welcher gleichbedeutend mit dem ersten Titel in Reus' Karriere war.

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In den folgenden Jahren litt Marco Reus immer wieder unter schwerwiegenden Verletzungen, welche ihn nicht nur die großen internationalen Turniere kosteten, sondern auch große Teile der Bundesliga-Saisons. Nichtsdestotrotz feierte Reus in der Saison 2016/17 mit dem Gewinn des DFB-Pokals den ersten großen Titel mit Borussia Dortmund. Während des Finales wurde Reus zur Halbzeit mit Schmerzen im Knie ausgewechselt, welche sich hinterher als Teilriss des Kreuzbandes herausstellten. Zur Spielzeit 2018/19 übernahm ein alter Bekannter den Posten des Cheftrainers bei Borussia Dortmund: Lucien Favre. Gut für Reus, denn der Schweizer beförderte ihn zum Mannschaftskapitän des BVB. Im März 2018 verlängerte Marco Reus seinen Vertrag bei Borussia Dortmund bis 2023.

Marco Reus: Der Unvollendete in der Nationalmannschaft

Die Karriere des Marco Reus in der deutschen Nationalmannschaft stand von Beginn an unter keinem guten Stern. Die Teilnahme am Vorbereitungsspiel zur WM 2010 gegen Malta und damit sein Debüt im DFB-Trikot musste Reus verletzungsbedingt absagen. Nach zahlreichen weiteren Absagen gab Reus endlich am 7. Oktober 2011 sein Debüt für die DFL-Elf unter Nationaltrainer Joachim Löw. In der EM-Qualifikation gegen die Türkei wurde der heutige BVB-Kapitän kurz vor dem Ende eingewechselt. Am 26. Mai 2012 erzielte Reus bei der 3:5-Niederlage gegen die Schweiz sein erstes Länderspieltor zum zwischenzeitlichen 3:4.

Bei der anschließenden Europameisterschaft 2012 kam Reus zwar in der Gruppenphase nicht zum Einsatz. Im Viertelfinale gegen Griechenland traf er jedoch zum vorentscheidenden 4:1. Aufgrund seiner starken Saison 2013/14 avancierte Reus zum Hoffnungsträger für die Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien. Die jedoch verpasste er auf ganz bittere Art und Weise. Im letzten Testspiel gegen Armenien zog sich Reus einen Teilriss der linken vorderen Syndesmose und einen knöchernen Bandausriss an der Fersenbein-Vorderseite zu. Für ihn wurde Shkodran Mustafi nachnominiert, der nach dem Final-Sieg gegen Argentinien zusammen mit der DFB-Elf den Weltmeisterpokal in den Nachthimmel von Rio reckte. Als Zeichen der Verbundenheit zeigte Mario Götze bei der Siegerehrung das Trikot des verletzten Marco Reus

Marco Reus (links) und Mario Götze zusammen im DFB-Trikot.

Marco Reus: Erste WM-Teilnahme in Russland wird zum Desaster

Lange hatte Marco Reus darauf warten müssen. Endlich war es soweit. Am 4. Juni 2018 berief Bundestrainer Joachim Löw den BVB-Kapitän in den DFB-Kader für die Weltmeisterschaft 2018 in Russland. Das Turnier allerdings wurde nicht nur für Reus zum absoluten Desaster. Bei der 0:1-Auftaktniederlage gegen Mexico gab Reus sein Debüt bei einer Weltmeisterschaft, als er in der 61. Minute für Sami Khedira eingewechselt wurde. Fünf Tage später stand Reus gegen Schweden von Beginn an auf dem Feld. Beim 2:1-Erfolg steuerte Reus höchstselbst den zwischenzeitigen Ausgleich herbei (48.). Anschließend bereitete er den zweiten Treffer durch Toni Kroos vor. Am historischen Ausscheiden der DFB-Elf in der Gruppenphase jedoch änderte dies nichts mehr nach der bitteren 0:2-Pleite gegen Südkorea. 

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