BVB macht in Wolfsburg weiteren Schritt in Richtung Titel

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Das Jubeln nimmt kein Ende: Lucas Barrios, Kevin Großkreutz, Nuri Sahin und Sven Bender (von links) feiern in Wolfsburg. ▪

WOLFSBURG ▪ „Unter Wölfen“ heißt das Stadion-Magazin des VfL Wolfsburg. Und genau so müssen sich die Gastgeber vorgekommen sein, als sie beim 3:0-Sieg von Borussia Dortmund 90 Minuten über den Rasen gehetzt wurden. Von Jens Lederer

„Die sind unglaublich gut und haben verdient gewonnen. Ich gehe davon aus, dass sie Meister werden, sie hätten es verdient“, lobte Nationalspieler Arne Friedrich die Borussen, die unter den Augen von Bundestrainer Jogi Löw den Wolfsburgern eine kostenlose Lehrstunde erteilten.

Sie begann schon in der 2. Minute, als der überragende Nuri Sahin mit einem millimetergenauen Pass Mario Götze in Szene setzte. Der junge Fußballer, der sich bei Joachim Löw für das Länderspiel gegen Italien am 9. Februar in Dortmund in Erinnerung brachte, flankte den Ball nach innen, wo ihn Lukas Barrios mit dem Außenrist ins Tor schoss.

Mit der Führung im Rücken und taktisch sehr gut von Trainer Jürgen Klopp eingestellt, gaben die Dortmunder in dem mit 30 000 Zuschauern ausverkauften Stadion die Richtung vor. Dies lag vor allem an Nuri Sahin und Sven Bender, die dem Spiel ihren Stempel aufdrückten. Während Bender, der „Sechser“ mit der Pferdelunge, nicht nur den Wolfsburger Diego zum Statisten degradierte, bewies Sahin auch bei den Wölfen, dass er derzeit der beste Mittelfeldspieler der Liga ist.

Der türkische Nationalspieler ist der Kopf der jungen Dortmunder Mannschaft, die am Freitagabend im Revierderby gegen Schalke auf Neven Subotic verzichten muss, weil er die fünfte gelbe Karte erhielt. Sahin tritt aber auch immer wieder als Torschütze in Erscheinung. So in der 40. Minute. Nachdem Alexander Madlung einen Schuss von Lukas Barrios mit dem Unterarm abgewehrt hatte, war Sahin zur Stelle und erzielte mit Unterstützung des Wolfsburgers Peter Pekarik das 2:0.

Sahin, der von allen Seiten mit Lob überschüttet wurde, war mit seiner, aber vor allem mit der Leistung der gesamten Mannschaft zufrieden. „Heute hat man wieder einmal gesehen, dass wir guten Fußball spielen. Zehn Auswärtssiege, das ist schon Weltklasse“, schwärmte er nach dem 200. Auswärtssieg der Borussia in der Bundesliga-Geschichten. „Nuri ist ein richtig geiler Zocker, so kann er weiter machen“, adelte Kevin Großkreutz den Spielmacher, der allerdings die Wette mit seinem Bruder am Samstag verloren hatte. Denn Sahin gewinnt erst dann einen Betrag, den er nicht beziffern wollte, wenn es ihm gelingt, in 90 Minuten keinen Fehlpass zu spielen. In Wolfsburg war er dicht daran, die Wette für sich zu entscheiden. Der Ärger hielt sich aber in Grenzen, denn in der 71. Minute gelang Sahin noch ein Assist beim 3:0 durch Mats Hummels.

Jetzt feiern die Fans den BVB als den kommenden Deutschen Meister. Davon wollte Sportdirektor Michael Zorc aber nichts wissen. „Wir haben hier drei wichtige Punkte mitgenommen und bewiesen, dass wir nach dem Remis gegen den VfB Stuttgart sehr gut mit dem Druck von Außen umgehen können. „Wir haben heute eine hervorragende Leistung geboten, und zwar in allen Bereichen“, bilanzierte Zorc abschließend.

Quelle: wa.de

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