32. Bundesligaspieltag

Lucien Favre: Fußball-Nerd, Macher und Verbesserer?

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Er denkt nach: BVB-Coach Lucien Favre.

Borussia Dortmund hat seine Führung beim SV Werder Bremen verspielt – und vielleicht auch den Titel. Welche Rolle spielt dabei Trainer Lucien Favre beim BVB?

Borussia Dortmund verspielte eine Führung beim SV Werder Bremen. Trägt Favre eine Mitschuld? Nach außen ist es für ihn oft schwer, sich zu erklären. Aber das muss er auch gar nicht. 

Lucien Favre steht als Trainer von Borussia Dortmund nahezu immer im Fokus. Den kauzige Schweizer umgibt dabei aber immer eine mystische Aura des eigenbrötlerischen. Mal hier eine Erklärung, mal da einer Frage ausweichen. „Da müssen wir in Ruhe drüber sprechen“ oder „dafür habe ich jetzt leider keine Zeit, um das zu erklären“ sagt er häufig. Kritiker lesen daraus, er bekäme um sich herum wenig mit, lebe in seiner eigenen Fußballwelt – der BVB-Trainer weiß aber sehr wohl, was um ihn herum passiert.

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Favre studiert die Tabelle

Nach dem 2:2 in Bremen – der BVB hätte in Schlagdistanz an den Bayern dranbleiben können – sieht man auf einem TV-Bildschirm während der Pressekonferenz die aktuelle Tabellensituation der Fußballbundesliga. Der Dortmunder Cheftrainer durchschweift nach seinem Statement (Favre: „Das war ein Spiel, das wir gewinnen wollten. Wir haben das nicht geschafft und das ist schade. Am Ende kriegen wir unnötige Tore und dann ist es leider 2:2.“) getrieben mit seinen Blicken den PK-Raum in Bremen, sein Blick bleibt an der Tabelle schräg rechts hinter ihm haften. Den Worten seines Trainerkollegen Florian Kohfeldt scheint er kaum zu folgen, nickt zwischendurch aber zustimmend – ganz in die Studie der Tabelle vertieft.

Im Ticker zum NachlesenBVB vergibt Führung und spielt Remis in Bremen

Lucien Favre weiß: Mit einem Sieg an der Weser, der Punkterückstand wäre geringer auf den Rekordmeister. Die Chance, Meister zu werden, ist noch da, sie schrumpft aber. Er weiß aber auch: Kleine Fehler im Spiel waren entscheidend, kosteten letztendlich die 2:0-Führung. „Es gibt immer viele Details zu verbessern. Das ist so“, wiederholt Favre. Nach dem Spiel flammte Kritik auf, er hätte anders auf die Wechsel der Hausherren reagieren müssen. 

Fehleranalyse steht ganz oben auf dem Programm

Der BVB-Trainer wird sich die Partie erneut anschauen, seine Fehler analysieren – anders reagieren auf die nahezu 1:1-Wechsel der Bremer wird er dadurch in Zukunft aber auch nicht. Favre wird andere Fehler aufdecken und sie ausmerzen, das ist seine Stärke. Er hat den Blick für die anderen Schwächen, die verborgenen. „Das braucht aber Zeit“, wie er selbst immer wieder sagt. Die hat Dortmund im diesem Jahr allerdings nun nicht mehr. Oder? „Es ist gefühlt vorbei. Das haben wir aber auch letzte Woche gesagt. Jetzt brauchen wir ein Wunder“, sagt Dortmunds Sechser Delaney.

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Quelle: wa.de

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