BVB locker in die nächste Runde - Aber Sorgen um Reus

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Klare Sache: Pierre-Emerick Aubameyang steuerte ein Tor zum Dortmunder 4:0-Sieg bei.

Dortmund - Dortmunds Torfabrik läuft auch vor dem Derby weiter wie geschmiert. Durch den verdienten 4:0 (2:0)-Erfolg vor 57 000 Zuschauern über Qäbälä FK hat der BVB bereits zwei Spieltage vor Abschluss der Gruppe C der Europa League die K.o.-Runde der besten 32 Teams erreicht.

Dabei konnten die Schwarz-Gelben angesichts drückender Dominanz sogar Kräfte für den anstehenden Bundesliga-Revierschlager am Sonntag (15.30 Uhr) gegen den FC Schalke 04 schonen.

Volle Konzentration, Aufmerksamkeit und Bereitschaft hatte BVB-Trainer Thomas Tuchel verlangt und seine Mannschaft eindringlich aufgefordert, das Derby erst einmal aus den Köpfen zu verbannen. Bereits in der Schlussphase der Begegnung forderten die Fans lautstark den Derby-Sieg. Henrikh Mkhitaryan kündigte anschließend schon einmal an, dass die Mannschaft am Sonntag Geschichte schreiben will. Und auch Tuchel war schließlich bereit, sich voll auf die Konfrontation mit den Königsblauen einzulassen. „Die Luft wird knistern. Doch wir werden bereit sein.“

Mit Blick auf das Wochenende betrieb der Dortmunder Fußball-Lehrer eine sanfte Rotation, nahm gegenüber dem 3:1-Erfolg in Bremen fünf Änderungen in der Startelf vor. Innenverteidiger Sokratis verordnete er einen komplett freien Tag, Shinji Kagawa und Ilkay Gündogan saßen zunächst nur auf der Bank. Für Roman Bürki stand, wie abgesprochen, Roman Weidenfeller im Tor. Davor rückte überraschend Sven Bender und nicht Matthias Ginter in die Innenverteidigung. Ginter agierte auf der Doppelsechs neben Julian Weigel, Lukasz Piszczek spielte rechter Verteidiger.

Für den BVB wurde es zunächst gegen betont defensiv agierende Aserbeidschaner das erwartete Geduldsspiel. Auch, weil der deutlich überlegene Bundesliga-Zweite die ersten großen Einschussmöglichkeiten durch Mkhitaryan (11.), Pierre-Emerick Aubameyang (17.) und Marco Reus (23.) liegen ließ. Doch in er 28. Minute nahm Mkhitaryan auf dem linken Flügel richtig Fahrt auf, passte nach innen zu Reus, der Qäbäläs Schlussmann Dawid Pietrzkiewicz mit einem Schuss von der Strafraumgrenze keine Abwehrchance ließ. Nach sieben Bundesliga-Treffern war es das erste Tor von Reus in der Europa League. Kurz vor der Pause scheiterte zunächst Gonzalo Castro freistehend nach guter Vorarbeit von Piszczek am FK-Keeper, der wenig später nach einem Sololauf von Aubameyang und platziertem Abschluss dennoch das 2:0 (45.) hinnehmen musste. Harmlose Gäste waren mit diesem Pausenstand mehr als gut bedient.

Reus blieb für Adnan Januzaj in der Kabine, hatte sich nach seinem 1:0 kurz an der Seitenlinie an der Leiste wegen Adduktorenproblemen behandeln lassen. „Es besteht Anlass zur Sorge“, sagte Tuchel. „Wir wissen nicht, ob es für das Derby reicht“, meinte Sportdirektor Michael Zorc. Später kamen noch Gündogan für Ginter sowie Adrian Ramos für Aubameyang. Der zweite Durchgang war für die Borussia aber nur noch ein lockeres Schaulaufen, bei dem Qäbäläs Sergei Zenjov nach einer Ecke von Januzaj zunächst ein Eigentor zum 3:0 (67.) unterlief. Mit dem schönsten Treffer das Tages sorgte Mkhitaryan für den 4:0-Endstand (70.). „In der Schlussphase haben wir es dann auspendeln lassen. Bei 4:0 darf man das“, resümierte Zorc. Doch ausruhen will sich der BVB in den beiden abschließenden Begegnungen der Europa-League-Vorrunde in Krasnodar und gegen Saloniki nicht. „Jetzt wollen wir auch noch den Gruppensieg sichern“, beteuerte der Dortmunder Sportdirektor.

Quelle: wa.de

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