BVB in Leverkusen auf dem Prüfstand

Freut sich auf das Wiedersehen mit seinem Zwillingsbruder: Sven Bender.

DORTMUND ▪ Bei den Spielern wächst neben der Vorfreude auch die Anspannung. Doch Jürgen Klopp, Trainer des Bundesliga-Spitzenreiters Borussia Dortmund, gibt sich vor dem Rückrundenstart bei Verfolger Bayer Leverkusen (heute, 20.30 Uhr, ARD) gelassen, versucht, den enormen Druck von seiner Mannschaft zu nehmen.

„Wir sind froh, dass es wieder los geht“, betont der Fußball-Lehrer. „Nervös war ich zum letzten Mal vor vielen Jahren vor einer Mathe-Arbeit, weil ich überhaupt nicht vorbereitet war“, erklärt der 43-jährige Erfolgscoach. „Jetzt sind wir aber gut vorbereitet und deshalb in Leverkusen nicht chancenlos.“

Klopp hat seine Mannschaft in dem einwöchigen Trainingslager in Jerez de la Frontera in Andalusien nicht nur, was die Fitness angeht, auf Bestform getrimmt, sondern auch in vielen Einzel- und Teamgesprächen auf alle Unwägbarkeiten, die im Verlauf der langen Rückrunde passieren könnten, hingewiesen. Dass die Partie in Leverkusen richtungweisend sein kann, weiß Verteidiger Marcel Schmelzer: „Es ist für uns wichtig, gut aus den Startlöchern zu kommen. Deswegen werden wir alles daran setzen, in Leverkusen nicht als Verlierer vom Platz zu gehen.“ Angesichts der zehn Punkte Vorsprung wäre aus Dortmunder Sicht ein verpatzter Rückrundenauftakt kein Beinbruch.

„Die Partie in Leverkusen ist kein Endspiel“, erklärt Kapitän und Schlussmann Roman Weidenfeller, der seine Magen- und Darmverstimmung auskuriert hat und zwischen den Pfosten stehen wird. „Nach Leverkusen haben wir noch 16 weitere schwere Aufgaben.“ Mit einem Erfolgserlebnis würden die Schwarz-Gelben gegenüber der Konkurrenz ein ganz deutliches Zeichen setzen. „Dass in einer Rückrunde die Entscheidungen fallen, ist nicht neu“, betont Klopp, der aber von seiner Linie nicht abweichen will, weiter von Spiel zu Spiel zu denken. „Die Begegnungen, die nach Leverkusen folgen, sind daher nicht weniger wichtig“, sagt der Coach.

Das 0:2 im Hinspiel, die bisher einzige Heimniederlage des BVB, hat aber schon gezeigt, welche Qualität die Leverkusener Mannschaft hat. Kein anderes Team hat die Borussia danach so beherrscht wie die Truppe von Jupp Heynckes. Doch Klopp setzt darauf, dass seine Mannschaft daraus einiges gelernt hat. „Gegen Leverkusen haben wir am wenigsten von dem gezeigt, was uns ansonsten auszeichnet. Aber wir haben daraus schnell die richtigen Schlüsse gezogen.“ Anschließend folgte schließlich eine Serie von 15 Begegnungen ohne Niederlage, die Dortmund zum Jahreswechsel die Herbstmeisterschaft und die souveräne Tabellenführung bescherte.

„Und die wollen wir mit allen Mitteln verteidigen“, erklärt Sven Bender, der sich auf das Wiedersehen mit seinem Zwillingsbruder Lars freut. „Natürlich haben wir Kontakt“, bestätigt der Mittelfeldspieler. „Aber eine Wette läuft nicht. So etwas brauche ich nicht.“

Quelle: wa.de

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