Der Druck wächst

Kommentar: Nur der Erfolg kann Tuchel noch retten

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Thomas Tuchel ist extrem abhängig vom Erfolg. Bleibt dieser aus, fehlen ihm die Argumente. Vielleicht sogar sein einziges.

Dortmund - Beim BVB läuft es nicht richtig rund. Doch die Probleme liegen nicht nur auf dem Platz. Auch im Umfeld macht sich Unruhe breit. Ein Kommentar:

Es sollte alles besser werden im neuen Jahr. Nach einer holprigen Hinrunde wollte der BVB nach dem Jahreswechsel durchstarten. Doch nicht nur sportlich ist beim ambitionierten Vize-Meister noch Sand im Getriebe. Im Umfeld macht sich langsam Unruhe breit. Zuletzt sorgte der Wechsel von Alexander Isak für Aufsehen. Der Transfer des schwedischen Talents sei über Tuchels Kopf getätigt worden, hieß es. 

Ein weiterer Unruheherd war die lange ungeklärte Frage nach dem Kapitänsamt. Tuchel verpasste es, nach der Rückkehr von Marco Reus ein klares Bekenntnis zu Kapitän Marcel Schmelzer abzugeben. So entstand der Eindruck, Tuchel erwäge, Reus zum Spielführer zu ernennen. Erst am letzten Tag des Trainingslagers in Marbella gab es das Bekenntnis zu Schmelzer.

Frühes Reus-Tor, später Ausgleich: BVB nur 1:1 in Mainz

Am Sonntag, nach dem wenig erbaulichen 1:1 beim FSV Mainz 05, dementierte der Cheftrainer vermeintliche Spannungen zwischen ihm auf der einen sowie Sportdirektor Michael Zorc und Vereinsboss Hans-Joachim Watzke auf der anderen Seite. Und auch Watzke bemühte sich zuletzt, die stets schwelenden Gerüchte über das gestörte Binnenklima im Keim zu ersticken. Mit der Arbeit von Thomas Tuchel sei man in der Führungsetage zufrieden. 

Das könnte sich aber schnell ändern. Nämlich dann, wenn der mit gut 110 Millionen Euro verstärkte Kader die direkte Qualifikation für die Champions League verpasst. An dieser Zielsetzung muss sich auch und vor allem Tuchel messen lassen. Anders als beispielsweise Vorgänger Jürgen Klopp ist Tuchel extrem abhängig vom Erfolg. Der etwas spröde Schwabe verwissenschaftlicht den Fußball und wird von den sehr emotionalen BVB-Fans nicht gerade geliebt. Darauf legt Tuchel auch keinen großen Wert, ansonsten hätte er die Zeit genutzt und um deren Zuneigung mehr gebuhlt. Am Verhältnis zwischen Trainer und Fans hat sich so nicht viel geändert. 

Aber in der Vorsaison stimmten die Ergebnisse, die aktuell zu häufig ausbleiben. Tuchel wird am Erfolg gemessen. Bleibt dieser aus, fehlen ihm die Argumente. Vielleicht sogar sein einziges.

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Quelle: wa.de

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