BVB

Kommentar: Es war einmal die "Echte Liebe"

+

Bei Borussia Dortmund ist in einer Hinsicht eine erschreckende Entwicklung zu beobachten. Spieler entfremden den eigentlichen BVB-Claim. Ein Kommentar. 

Dortmund - Borussia Dortmund wirbt seit Jahren mit dem Slogan „Echte Liebe“. Zwei Wörter, mit denen die so treuen Anhänger des Vereins tatsächlich etwas anfangen konnten, als der Claim ins Leben gerufen wurde. 

Die Zeit unter Jürgen Klopp stand für eine intensive Identifikation der Fans mit Team, Trainer und Stadt wie vielleicht nie zuvor. Einer für alle, alle für einen: Als Underdog führte Klopp eine Mannschaft der zunächst Namenslosen wie Neven Subotic, Marcel Schmelzer und Robert Lewandowski erst zu zwei Meisterschaften und dann bis ins Finale der Champions League. 

Der Abend von Wembley ist bald fünf Jahre her. Und es hat sich einiges getan bei den Schwarz-Gelben. Dabei ist es gar nicht mal entscheidend, dass nur noch fünf Spieler des damaligen Endspiel-Kaders verblieben sind. 

Immer wieder verabschieden sich Eckpfeiler

Viel mehr geht es darum, wie sich immer wieder vermeintliche Eckpfeiler des Dortmunder Spiels verabschiedet haben. Den Auftakt machte Robert Lewandowski vor seinem Wechsel zum FC Bayern, wenn auch nur verbal und das meist mit Hilfe seiner Berater. Der Pole ließ sich sportlich nichts zu schulden kommen, spielte bis zum Schluss überragend. 

Anders die Herren Mkhitaryan, Dembele und Aubameyang. Für den Armenier geht nahezu jährlich und bei jedem Vereinswechsel aufs Neue „ein Traum“ in Erfüllung, Dembele begab sich in den Streik, Aubameyang ließ in den vergangenen Wochen erst recht keine Eskapade aus. 

Keine Frage, auch woanders haben Klubs mit immer dreisteren Methoden ihrer kickenden Angestellten zu kämpfen. Es scheint aber, als würde Borussia Dortmund diese Problem-Profis zuletzt geradezu magisch anziehen. 

Es geht nur noch um das "echte Geld"

Ist das nur Pech? Oder wäre der Verein gut beraten, bei seinen Transferaktivitäten wieder langfristiger und um die Ecke zu denken, den Charakter des möglichen Neuzugangs in den Vordergrund zu stellen, so wie es in der Klopp-Ära der Fall war. 

Vielleicht wird es dann auch wieder was mit der „Echten Liebe“. Aktuell aber, und dafür ist das Schmierentheater um Aubameyang das beste Beispiel, geht es nur noch um das „echte Geld".

Quelle: wa.de

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare