Klopp warnt vor laufstarken Freiburgern

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Auf der Kippe: Marcel Schmelzer.

DORTMUND - Wenn der Spitzenreiter im eigenen Stadion gegen den Tabellenvorletzten antritt, sind in der Regel keine Überraschungen zu erwarten. Und doch warnt Jürgen Klopp, Trainer von Borussia Dortmund, vor der Partie gegen den in der Liga bislang sieglosen SC Freiburg davor, die Tabelle als Maßstab zu nehmen.

„Freiburg ist deutlich stärker, als es das Tabellenbild momentan hergibt.“ Die Warnungen scheinen im Lichte der Pokalwoche angebracht, denn das Team aus dem Breisgau reist mit frischem Rückenwind an. Während sich die Dortmunder am Dienstag erst in der Verlängerung zum 2:0-Sieg bei den klassentieferen Münchner Löwen mühten, holte sich Freiburg am Tag darauf beim 2:1-Erfolg gegen den VfB Stuttgart neues Selbstvertrauen. Das sollen nun die Dortmunder zu spüren bekommen. „Mit einem Erfolgserlebnis im Rücken ist es schon so, dass du in einem anderen mentalen Zustand bist“, sagt SC-Trainer Christian Streich.

Wie das aussehen kann, wenn Freiburg frei aufspielt, zeigt das bislang letzte Aufeinandertreffen der beiden Teams im Signal Iduna Park. 40 Minuten lang sah es im März so gar nicht nach dem deutlichen Dortmunder 5:1-Sieg aus, der es am Ende wurde. Die Gäste lagen bis kurz vor der Pause mit 1:0 in Führung, ehe der BVB die Partie in verrückten fünf Minuten durch Treffer von Robert Lewandowski (2) und Nuri Sahin drehte.

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Dieses Spiel hat auch Klopp, der Freiburgs Pokalauftritt im Fernsehen verfolgte, nicht vergessen. Sein Respekt vor den Breisgauern ist unverändert groß – auch wenn sie nach großem personellen Aderlass in die Saison stolperten und nach sechs Spieltagen auf einem Abstiegsplatz stehen. „Man hat in Freiburg einen tollen Job gemacht, auch wenn es ein bisschen gedauert hat“, so Klopp, nachdem der Sportclub zurückgefunden hat zu seiner typischen Spielweise mit hoher Laufbereitschaft und geringen Abständen zwischen den Mannschaftsteilen: „Das sah wieder richtig nach Freiburg-Fußball aus.“ Für seine Spieler heißt das, „dass wir ganz viel laufen, ganz viel investieren, ganz viel Fußball spielen müssen“. Investieren mussten die Dortmunder zuletzt mehr als erhofft. Gegen den SSC Neapel spielten sie nach der Roten Karte gegen Torwart Roman Weidenfeller 50 Minuten lang in Unterzahl und am Dienstag gegen 1860 München 30 Minuten zusätzlich in der Verlängerung.

Ob es zu Wechseln in der Start-Elf kommen wird, ließ Klopp offen. Dass er gerne etwas ändern würde, zumindest auf der Doppelsechs, wo Sven Bender und Nuri Sahin seit Wochen fast durchspielen, weil Ilkay Gündogan und Sebastian Kehl fehlen, ist kein Geheimnis. Einer der beiden Verletzten „wäre immer fest eingeplant gewesen“, so Klopp, der um den Einsatz von Marcel Schmelzer (Oberschenkelprobleme) bangt. Lukasz Piszczek (Hüft- und Leistenoperation) fällt noch längere Zeit aus.

Freiburg muss auf Pavel Krmas (Schlag gegen die Wade), Mensur Mujdza (Knieverletzung), Vegar Hedenstad (Adduktoren) und Vladimir Darida (Syndesmoseband) verzichten. - WA

Quelle: wa.de

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