Klopp muss in BVB-Vorbereitung geduldig sein

BAD RAGAZ - All jene, die gehofft hatten, Dortmunds Trainer Jürgen Klopp würde noch während des Trainingslagers des Fußball-Bundesligisten in Bad Ragaz bekanntgeben, wer die Nachfolge von Kapitän Sebastian Kehl antritt, wurden enttäuscht. Nicht einmal eine Andeutung kam über seine Lippen.

Von Jens Lederer

Nachdem er erklärte hatte: „Ich weiß es schon“, zollte er Kehl großen Respekt für seinen Entschluss. So etwas habe es bei Borussia Dortmund noch nicht gegeben. „Denn Sebastian ist zu mir gekommen und hat mir seine Entscheidung mitgeteilt. Er war der Meinung, jetzt sei der richtige Zeitpunkt gekommen, sein Amt niederzulegen. Ich hätte ihn nicht als Kapitän abgelöst“, betont der BVB-Trainer, der am Freitag den WM-Teilnehmer Matthias Ginter im Mannschaftshotel begrüßte. Der Ex-Freiburger ist laut Klopp auf eigenen Wunsch früher als verabredet in Bad Ragaz angereist, um sich auf den Saisonstart vorzubereiten. „Er hat seinen ersten Einsatz, das Mittagessen, gut gemeistert“, scherzte der Coach und kündigte an, dass auch in den nächsten Tagen sehr hohe Trainingsumfänge auf seinem Programm stehen.

„Wir müssen so intensiv arbeiten, dass wir am ersten Bundesliga-Spieltag ein unangenehmer und schwerer Gegner sind“, sagt Klopp, der nicht glücklich darüber ist, dass auf Grund von Verletzungen und der WM-Teilnahme nicht alle Spieler in der Ostschweiz trainieren. „Es gibt aber schlimmere Dinge. Wir freuen uns alle wie Bolle auf die neue Meisterschaft“, so der BVB-Coach. Dass nicht alle Nationalspieler bis zum Bundesligastart fit sind, ist für den Trainer zweitrangig. Dinge, die er nicht ändern kann, darüber philosophiert er nicht. „Wir werden keinen Druck bei den Nationalspielern aufbauen“, räumt der Trainer ihnen ausreichend Zeit ein, die Form zu finden. Dies gilt auch für Innenverteidiger Neven Subotic, der nach seinem Kreuzbandriss über acht Monate nicht spielen konnte, sich aber laut Klopp inzwischen in guter Verfassung befindet. Es laufe bei Subotic besser als erhofft, weil er in einem hervorragenden körperlichen Zustand aus der Sommerpause gekommen sei.

Quelle: wa.de

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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