Klopp drückt nach BVB-Gala in Hamburg auf die Bremse

„Fünf Tore“ hätte Robert Lewandowski laut Trainer Jürgen Klopp in Hamburg schießen müssen. Der Pole traf gegen den HSV immerhin zweimal. ▪

HAMBURG ▪ Trotz des deutlichen 5:1 (2:0)-Siegs trat BVB-Trainer Jürgen Klopp nach dem Schlusspfiff auf die Euphoriebremse. „Wir haben hier drei Punkte geholt und mehr nicht.“

Von Jens Lederer

Vor 57000 Zuschauern nahm der deutsche Meister Borussia Dortmund gestern den Hamburger SV durch eine spielerisch und taktisch hervorragende Leistung auseinander und schloss damit zum Rekordmeister Bayern München auf.

Der Meinung seines Trainers schloss sich Sebastian Kehl an, der alle Fragen nach einer erfolgreichen Titelverteidigung im Keim erstickte. „Hoffenheim ist eine harte Nuss, denn gegen sie haben wir zu Hause noch nicht gewonnen“, warnte der Kapitän lieber schon einmal vor der nächsten Partie. Kehl ging nach 73 Minuten vom Feld. „Eine reine Sicherheitsmaßnahme. Ich habe immer noch Probleme mit meinem Oberschenkel“, erklärte er.

Die Schwarz-Gelben dominierten auch ohne Nationalspieler Mario Götze den Rückrundenauftakt so klar, dass die Hamburger Fans frühzeitig die Arena verließen. Sie waren ebenso enttäuscht wie Trainer Thorsten Fink, der keine Erklärung für die schwache Vorstellung seiner Truppe fand. „Warum nur haben wir uns auf die Schlachtbank führen lassen?“, rätselte auch Sportchef Frank Arnesen. Während die Hamburger enttäuschten, freute sich Klopp über die Galavorstellung seiner Elf. „Robert Lewandowski musste allein fünf Tore schießen“, scherzte der Coach, der sein Team so gut auf den HSV eingestellte hatte, dass der Tabellen-13. nie ins Spiel fand.

Als die Borussen bereits nach 16 Minuten durch Kevin Großkreutz in Führung gingen, waren die Hamburger geschockt. Mit viel zu viel Respekt vor den Gästen, präsentierte sie der HSV. Der abstiegsgefährdete Traditionsclub schaute auch nach dem 0:1 zumeist andächtig zu, wie die Dortmunder schön und schnell kombinierten.

Angetrieben von den überragenden Mittelfeldakteuren Sebastian Kehl, Sven Bender und Shinji Kagawa, dem Klopp eine herausragende Leistung attestierte, setzte der deutsche Meister den hoffnungslos überforderten Gastgeber so mächtig unter Druck, dass sich die Fehler bei den Hamburgern häuften. Dies kam vor allem dem polnischen Duo, Lewandowski und Jakub Blasczcykowski zu Gute. Rund um den Doppelpack von „Kuba„ in der 58. und 76. Minute (Elfmeter nach Foul an Moritz Leitner) traf sein Landsmann zum 2:0 (37.) und 5:0 (83.). Der Gegentreffer von Paolo Guerrero (86.), war nicht mehr als eine kosmetische Korrektur, die für Mats Hummels überflüssig war, weil Mitch Langerak, der Keeper Roman Weidenfeller vertrat, so nicht zu null spielte. „Das Tor war ärgerlich, denn nach der deutlichen Führung wollten wir ohne Gegentor die Heimreise antreten“, so Hummels.

Klopp strahlte derweil über das ganze Gesicht, denn der BVB hatte sein taktisches Konzept zu 100 Prozent umgesetzt und den Hamburger nach neun Spielen wieder eine Niederlage beigebracht. „Wir haben ein ganz schlechtes Spiel gemacht“, gestand HSV-Trainer Fink und meinte: „Kein Mut, keine Courage.“

Quelle: wa.de

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