Klopp: BVB-Niederlage gegen Köln ein "Bärendienst" für 1. FC?

+
Klopp im Kölner Stadion: "Viele gute Dinge, aber am Ende zählt das Gesamtpaket."

Köln - Jürgen Klopp machte sich seine Gedanken zur unnötigen Testspiel-Niederlage von Borussia Dortmund - aber auch über die Sieger des 1. FC Köln. "Ich hoffe nicht, dass wir Köln damit einen Bärendienst erwiesen haben."

Unglücksrabe im Spiel: Jakub Blaszczykowsky verschoss in der 83. Minute einen Foulelfmeter

"So kurz vor Karneval den deutschen Meister schlagen - wer weiß, was daraus erwächst an Erwartungshaltung", flachste der BVB-Coach nach dem 0:1 (0:0) in der Domstadt, wo die Geißböcke am Samstag gegen Erzgebirge Aue ihre Zweitliga-Winterpause beenden. "Gegen so eine Supertruppe zu gewinnen, das gibt einen Schub. Unser Ziel ist der Relegationsplatz", tönte Torschütze Daniel Royer (74.) mit breiter Brust. Doch Trainer Holger Stanislawski holte seine Mannschaft nach dem sechste Sieg im sechsten Vorbereitungsspiel schnell wieder auf den Boden. "Punkte haben wir dafür jedoch noch nicht bekommen. Am Wochenende zählt's. Wichtig war es für die Spieler zu sehen, dass man, wenn man viel investiert und riskiert, auch gegen eine solche Mannschaft Tore erzielen kann."

"Vorfreude auf den Wiederbeginn ist groß": Köln-Trainer Stanislawski sehnt sich nach einem Comeback in die 1. Liga

Kollege Klopp versuchte, das unangenehme Ergebnis mit seinem Sonnyboy-Lächeln zu überspielen. "Ich glaube nicht, das es viel öfter vorkommt, dass der FC so unterlegen ist und trotzdem gewinnt", ergänzte der 45-Jährige. Er habe die Partie jedoch als Test gesehen, in dem man einiges ausprobieren wollte. "Ich habe selten einen Test gesehen, bei dem alles funktioniert." In der Dortmunder Startformation standen unter anderem die Reservisten Mitchell Langerack im Tor sowie Oliver Kirch, Sven Bender, Leonardo Bittencourt, Moritz Leitner, Nuri Sahin, Julian Schieber sowie das im Dezember aus Leverkusen verpflichtete 17 Jahre alte Talent Marian Sarr. Erst nach dem Wechsel wurde unter anderem Jakub Blaszczykowski, der in der 83. Minute einen Foulelfmeter neben das Tor schoss, eingewechselt.

Lesen Sie dazu auch:

Klopp: "Lewandowski und Großkreutz sollen bleiben"

BVB souverän, aber Klopp "nicht ganz zufrieden"

Klopp habe jedoch auch viele gute Dinge gesehen, aber "am Ende zählt das Gesamtpaket", und was es zu bemängeln gäbe, werde er nicht in der Öffentlichkeit preisgeben. Er sei nicht gekommen, um ein gutes Ergebnis zu erzielen - gewonnen hätte er dennoch ganz gern. Sorgen vor dem Verfolgerduell der Bundesliga am Sonntag beim Tabellenzweiten Bayer Leverkusen mache er sich nicht. "Als wir nach Köln reingefahren sind, habe ich mir gedacht: Schöne Stadt, geiles Stadion, aber 2. Liga", berichtete Klopp. "Wir warten auf die Rückkehr des FC." Was die Kölner mit Wohlwollen zur Kenntnis genommen haben. Coach Stanislawski bestätigte: "Platz drei ist in Sichtweite. Wir wollen uns weiter die Option offenhalten. Er kribbelt wieder, die Vorfreude auf den Wiederbeginn ist groß." Ebenso das Sebstbewusstsein nach dem Sieg über den Meister. -SID

Quelle: wa.de

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare