Kevin Kampl: BVB setzt auf Vollgas-Neuzugang

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DORTMUND - Der allseits gelobte Winterzugang Kevin Kampl soll beim abstiegsbedrohten Vizemeister Borussia Dortmund für neue Impulse in der Offensive sorgen.

Mit seinem hellblonden Schopf ist Kevin Kampl für die Fans des abstiegsbedrohten Vizemeisters Borussia Dortmund unübersehbar. Auffällig sind jedoch auch seine fußballerischen Qualitäten. Der 24 Jahre alte Winterzugang vom österreichischen Meister RB Salzburg entpuppt sich immer mehr als Volltreffer.

Schon in den Vorbereitungsspielen des abstiegsbedrohten Vizemeisters deutete Kampl seine Schnelligkeit, Dribbelstärke und besonders sein gutes Auge für den besser postierten Teamkollegen an. Bei seinem Punktspiel-Debüt am vergangenen Samstag in Leverkusen (0:0), wo er einst für nicht gut genug befunden wurde, zählte er in einem hektischen Duell zu den besseren Borussen, gewann 58 Prozent seiner Zweikämpfe und spulte beeindruckende 12,2 Kilometer mit 36 Sprints ab.

"Er uns in jedem Fall weiterhelfen" 

"Fürs erste Spiel war das beeindruckend. Selbstbewusst, gallig, fußballerisch gut", schwärmte Trainer Jürgen Klopp und sah sich in der Investition von zwölf Millionen Euro in den 24-Jährigen einmal mehr bestätigt. "Er wird uns in jedem Fall weiterhelfen, er passt zu unserer Art Fußball zu spielen", sagte auch Sportdirektor Michael Zorc über den gebürtigen Solinger und slowenischen Nationalspieler, der sich in Salzburg in den Fokus spielte.

In Österreich wurde Kampl in den Medien schon mehrfach mit dem deutschen Nationalspieler Marco Reus verglichen - und das nicht nur wegen seiner Haarpracht. Das Leichtgewicht (65 Kilogramm) ähnelt auch in seiner Spielweise dem Ex-Gladbacher, der jedoch torgefährlicher ist. Für Kampl standen in Salzburg in 109 Partien 29 Tore und 54 Vorlagen in der Statistik.

In Dortmund will er an seiner Aufgabe und seinen Mitspielern wachsen und endgültig den Durchbruch schaffen. "Mit 24 bin ich reif für den nächsten Schritt", erklärte Kampl. Denn seine Karriere verlief bisher in eher kleinen Schritten. In zwei vergeblichen Versuchen in Leverkusen, führte ihn sein Weg über die Stationen SpVgg Greuther Fürth, VfL Osnabrück, VfR Aalen und Salzburg zum Abstiegsaspiranten BVB.

"Ich glaube, dass ich mit dem Druck der hohen Erwartungen in Dortmund umgehen kann", sagte Kampl. "Dortmund passt zu mir." Bayer verhandelte Ende vergangenen Jahres vergeblich mit Kampl - der sagte schließlich dem BVB zu. Große Stücke hält Klopp auf den Neuen: "Welch guter Fußballer er ist, davon konnte sich schon jeder überzeugen. Er braucht aber noch ein bisschen Zeit." - sid 

Quelle: wa.de

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