BVB will nicht im Keller überwintern

DORTMUND - Vor dem "Kellerduell" gegen den SV Werder Bremen, spricht BVB-Trainer Jürgen Klopp voller Respekt vom Team der Hansestadt. Trotzdem: Für die Borussen geht es darum, nicht auf einem Abstiegsplatz zu überwintern. "Wir werden noch einmal alles rausholen", verspricht Klopp.

Von Peter Schwennecker

Wenn der BV Borussia Dortmund Samstag um 15.30 Uhr zur letzten Partie der Bundesliga-Hinrunde beim Schlusslicht SV Werder Bremen antritt, ist von einem Kellerduell die Rede. Ein Begriff, mit dem sich BVB-Trainer Jürgen Klopp zuletzt oft anfreunden musste. „Wie das Spiel im Vorfeld genannt wird, ist nicht so wichtig“, betont der Fußball-Lehrer. „Was danach darüber gesagt wird, ist weitaus wichtiger. Und ich hoffe, dass das dann aus unserer Sicht positiv besprochen werden kann.“

Schließlich geht es darum, in welcher Stimmung die zahlreichen Fans, die in der Hinrunde besonders leiden mussten, Weihnachten und den Jahreswechsel feiern können, und darum, mit welchem Gefühl die BVB-Profis am 10. Januar im achttägigen Trainingslager im spanischen La Manga die Vorbereitung starten.

124 Kilometer Laufstrecke gegen Wolfsburg

Mit einer Niederlage an der Weser würden die Schwarz-Gelben auf einem Abstiegsplatz überwintern, was für heftige Winterdepressionen rund um Dortmund sorgen würde. Mit einen Sieg würden sie ins untere Mittelfeld vorrücken. Die Borussen wollen in Bremen an die gute Leistung aus der Begegnung mit Wolfsburg (2:2) anknüpfen. „Wir nehmen viele positive Eindrücke mit“, sagt Klopp. „Wir haben relativ viele Jungs, die durchaus in einer guten Form sind.“ Dass seine Profis gegen die Niedersachsen am Mittwoch 124 Kilometer laufen mussten, sieht der Trainer nicht als Problem an. „Wir müssen keine Kräfte aufsparen. Schließlich ist es das letzte Spiel vor der Winterpause“, erklärt der 47-Jährige.

Galerie: Dortmund gegen Wolfsburg

Borussia Dortmund - VfL Wolfsburg

Den Bremern begegnet Klopp, wie allen Erstliga-Konkurrenten, mit großem Respekt. Auch wenn sie Tabellenletzter sind und mit 38 Gegentoren in nur 16 Spielen als „Schießbude“ der Liga gelten. „Wer sich Bremen genauer anguckt, jenseits der nackten Ergebnisse, der sieht, dass diese Mannschaft einen genauen Plan verfolgt“, sagt der Coach. „Die spielen nicht frisch, fromm, fröhlich, frei und offensiv und vernachlässigen die Defensive.“ Dass dennoch so viele Tore fallen, wenn die Bremer auf dem Platz stehen, beschreibt Klopp einfach: „Die verteidigen nach einem guten Plan und sehr ordentlich. Doch dann passieren Fehler in der Spielentwicklung, und so bekommen sie die Tore.“ Werder Bremen habe, so Klopp, wie der BVB zuletzt eine gute Entwicklung genommen. „Wir wissen, was uns erwartet, und wir werden noch einmal alles raushauen.“

Ginter sei kein Straßenköter, sagt Klopp

Ob die zuletzt angeschlagenen Sven Bender und Sebastian Kehl zur Verfügung stehen, wird sich erst kurzfristig entscheiden. Lukasz Piszczek hat seine Magen- und Darmprobleme überwunden. Da neben Sokratis in der Innenverteidigung auch noch der gelbgesperrte Neven Subotic ausfällt, wird in Bremen Matthias Ginter ins Abwehrzentrum rücken, der zuletzt einige Male recht unglücklich agierte. „Matthias gehört nicht zu der Straßenköter-Fraktion. Er ist ein guter, netter, intelligenter Junge. Das Ganze geht nicht spurlos an ihm vorbei. Unsere Probleme sind auch seine Probleme“, sagt Klopp über den vor der Saison aus Freiburg gekommenen Abwehrspieler. Dennoch schenkt der BVB-Trainer Ginter das volle Vertrauen. „Ich mach mir da weniger Sorgen“, beteuert Klopp. „Wie das mit sensiblen Menschen nun einmal so ist. Sensibilität wird nur in negativen Phasen als Schwäche ausgelegt. Ansonsten ist das eine Stärke.“

Quelle: wa.de

Rubriklistenbild: © dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare