BVB hat keine Mühe mit Hoffenheim

DORTMUND ▪ An die Konkurrenz aus Bayern, Schalke oder Mönchengladbach wollte nach dem Schlusspfiff niemand denken. Auch nicht Kevin Großkreutz, der seine starke Leistung beim 3:1 (2:0) von Borussia Dortmund vor 80 500 Zuschauern gegen die TSG Hoffenheim vor den Augen von Bundestrainer Joachim Löw mit dem Treffer zum 2:0 (31.) krönte. 

Von Peter Schwennecker

„Wir sollten nur auf uns selbst schauen“, erklärte der Mittelfeldspieler. „Für uns ist nur wichtig, dass wir weiter diesen geilen Fußball spielen, und dass die Leute zufrieden nach Hause gehen.“

Zufrieden waren sie nach dem Schlusspfiff eigentlich alle, obwohl das Ergebnis auf Grund der Vielzahl an Großchancen für den BVB durchaus deutlicher hätte ausfallen können. Deshalb ließ auch der erneut überzeugende Shinji Kagawa, der die beiden weiteren Dortmunder Tore (16. und 55.) erzielte, nach der Partie auch ein paar kritische Worte fallen. „Wir haben einfach zu viele Möglichkeiten ausgelassen“, erklärte der Japaner. „Da müssen wir vor dem Tor entschlossener agieren. Wenn uns das gelingt, dann wären wir schon einen wichtigen Schritt weiter.“ Auch Jürgen Klopp sah schließlich nur phasenweise „einen außergewöhnlich guten Fußball“ seiner Mannschaft. Dabei schwärmte der Trainer vor allem vom Auftakt seiner Borussen, der laut Klopp zweifellos der beste seit langer Zeit war. Nur dank des überragenden Schlussmannes Tom Starke streiften die hoffnungslos überforderten Hoffenheimer schon zu Beginn der Partie nur knapp an einem Debakel vorbei. Bei den blitzschnellen Kombinationen des Meisters standen die TSG-Profis oft nur Spalier, schienen fasziniert vom Können der Gastgeber zu sein. „In dieser Verfassung ist der BVB derzeit für uns eine Klasse zu groß“, so Hoffenheims Trainer Holger Stanislawski, der zumindest die positive Erkenntnis gewann, dass sein Team selbst nach dem 3:0 der Dortmunder nicht auseinanderfiel und den Ehrentreffer durch Fabian Johnson (63.) markierte.

Ein Tor, das BVB-Trainer Jürgen Klopp überhaupt nicht schmeckte, weil es völlig unnötig war und dem BVB-Fußball-Lehrer deutlich aufzeigte, „dass wir immer noch etwas zu verbessern haben und deshalb weiter hart arbeiten müssen“. Gar nicht einverstanden war er auch damit, „dass meine Mannschaft nach dem 3:0 deutlich den Fuß vom Pedal genommen hat. In der zweiten Hälfte hat man gesehen, was hätte passieren können, wenn wir nicht in der ersten Halbzeit so viel Gas gegeben hätten.“ Laut Verteidiger Mats Hummels kam bei den Dortmundern in dieser Phase zu viel Lockerheit ins Spiel. „Da hätte es theoretisch nochmal eng werden können, aber zum Glück haben wir das dann doch wieder in den Griff bekommen und waren die letzten 20 Minuten die klar bessere Mannschaft.“

Sie zeigen derzeit wohl den attraktivsten Fußball in der Bundesliga, sind von einem perfekten Spiel aber immer noch weit entfernt. Zumindest sah das Trainer Jürgen Klopp so. Weshalb sie in Dortmund weiter den Ball flach halten. „Wir haben eine kurze Woche und konzentrieren uns jetzt ganz auf die Aufgabe in Nürnberg. Das wird schwer genug“, sagte Klopp. Ob dann allerdings Lucas Barrios noch beim BVB sein wird, scheint zumindest fraglich zu sein. Denn der verabschiedete sich nach seinem Kurzeinsatz gegen Hoffenheim ganz intensiv von den Fans auf der Südtribüne. Bis Dienstag hat er noch Zeit, der Borussia einen neuen Verein zu präsentieren, der bereit dazu ist, die geforderten zehn Millionen Euro an Ablösesumme zu zahlen. Bis dahin will er selbst zu dem Thema auch nichts mehr sagen.

Quelle: wa.de

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