Klopp sieht den BVB gegen die Bayern nicht chancenlos

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Henrikh Mkhitaryan und Bastian Schweinsteiger könnten sich am Samstag im Mittelfeld begegnen.

DORTMUND -  Beim Blick auf die Tabelle verbietet sich das Wort Spitzenspiel schon von allein. Der Zehnte der Fußball-Bundesliga empfängt den souveränen Spitzenreiter.

Von Peter Schwennecker

Wenn sich der BV Borussia Dortmund und der FC Bayern München am Ostersamstag um 18.30 Uhr begegnen, elektrisiert das aber trotzdem noch die Massen. Auf verbale Kampfansagen haben beide Lager diesmal verzichtet. Aus den verschiedensten Gründen.

In Dortmund ist angesichts einer sportlich verkorksten Saison ohnehin erst einmal Demut angesagt. „Wir sehen uns nicht auf Augenhöhe mit den Bayern“, betont Jürgen Klopp. „Der Punktabstand in der Tabelle ist riesig.“ Was den BVB-Fußball-Lehrer aber nicht daran hindert, sich auch gegen die süddeutsche Übermacht etwas auszurechnen. „Wir haben uns noch nie chancenlos gesehen. Das ist auch diesmal so“, beteuert der 47-Jährige, der es in der Rückrunde geschafft hat, das leckgeschlagene BVB-Schiff zumindest wieder in sichere Fahrwasser zu bringen. „Es ist ein Heimspiel, und das haben wir generell im Vorfeld noch nie abgeschenkt“, beteuert Klopp.

Auch wenn er die Brisanz dieser Partie herunterspielt – die kommenden Wochen sind für die Schwarz-Gelben durchaus richtungweisend. Erst die Aufgabe gegen die Bayern, am Dienstag vor eigenem Publikum das Pokal-Viertelfinale gegen die TSG Hoffenheim, dann am folgenden Samstag das Gastspiel in Mönchengladbach: In diesen Spielen fällt zumindest eine kleine Vorentscheidung darüber, ob die Borussia zumindest noch auf einen europäischen Wettbewerb hoffen darf. Aber daran verschwendet Klopp – zumindest öffentlich – keine Gedanken: „Vorher zu quatschen, was es bedeutet, wenn … hat noch nie so wahnsinnig viel gebracht“, erklärt der Coach. „Wir haben kein Motivationsproblem. Wir wehren uns gegen nichts. Wir sind uns alle darüber im Klaren, dass jeder Punkt, den wir sammeln, uns die Möglichkeit nach vorne gibt. Aber nur dann. Wir müssen erst einmal punkten und können dann die Situation neu bewerten.“

Dabei könnte es den Dortmundern entgegenkommen, dass die Münchner auf Grund der Ausfälle von Franck Ribery, David Alaba und Arjen Robben einen enormen Qualitätsverlust beklagen. Was Klopp allerdings etwas anders einschätzt. „Wenn mich nicht alles täuscht, stehen den Bayern Thomas Müller, Mario Götze und Robert Lewandowski zur Verfügung. Ich habe schon von schlimmeren Offensivreihen gehört“, sagt der BVB-Trainer. „Fakt ist aber auch: Ribery, Robben und Alaba gehören zu den schnellsten Spielern im Kader. Wenn Du Tempo verlierst, musst Du etwas umstellen. Wie werden uns unsere Gedanken machen, wie die Bayern darauf reagieren.“

An der taktischen Herangehensweise werden diese Gedanken aber wohl nicht viel ändern. Klopps Marschroute gegen den Rekordmeister liegt auf der Hand: „Man sollte ziemlich gut verteidigen, sich idealerweise im Umschaltspiel die eine oder andere Möglichkeit erarbeiten und auch nutzen. Wir haben das in den vergangenen Jahren immer mal wieder ganz ordentlich hinbekommen. Du musst gegen die Bayern vor allem selbst aktiv sein.“

Verzichten müssen die Westfalen auf die verletzten Lukasz Piszczek, Oliver Kirch und Nuri Sahin. Erik Durm und Kevin Großkreutz haben inzwischen zwar schon wieder am Mannschaftstraining teilgenommen, sollen erst aber in der U 23 Spielpraxis sammeln.

Quelle: wa.de

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