Weiterkommen in Gefahr

BVB schluckt bittere 0:1-Pille gegen Arsenal

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Dortmunds Robert Lewandowski kämpft gegen Arsenals Per Mertesacker und Laurent Koscielny um den Ball.

DORTMUND - Jetzt wird es eng für die Borussia! Nach der ersten Heimniederlage in der Champions League seit Dezember 2011 müssen die Dortmunder um den Einzug in das Achtelfinale bangen. Gegen den FC Arsenal London unterlagen die Schwarz-Gelben vor 65 829 Zuschauern unglücklich mit 0:1 (0:0) und stehen jetzt in der Partie gegen den SSC Neapel schon unter Erfolgszwang.

Von Peter Schwennecker

„Meiner Meinung nach waren wir das bessere Team. Wir hatten viel mehr Tormöglichkeiten als Arsenal, waren aber zu ineffizient. Wir hatten genug Chancen, um ein Tor zu machen. Beim 0:1 kamen bei uns viele Leute leider einen Schritt zu spät“, ärgerte sich Dortmunds Innenverteidiger Neven Subotic nach der Partie.

Die Borussia, bei der Sokratis den am Oberschenkel verletzten Mats Hummels in der Innenverteidigung gut ersetzte, kam zu Beginn nicht auf Touren. Auf diesem hohen Niveau, so hatte BVB-Trainer Jürgen Klopp im Vorfeld erklärt, würden oft Kleinigkeiten entscheiden. Deshalb wurde das Spiel zunächst durch den großen Respekt der beiden Teams voreinander geprägt. Nur keine Geschenke machen, möglichst Fehler vermeiden.

Das Rezept von Arsenals Coach Arsene Wenger war frühzeitig zu erkennen. Die Londoner waren in erster Linie auf langen Ballbesitz aus, verschleppten damit geschickt das Tempo. Die Borussia fand keine Gelegenheit zum schnellen Umschaltspiel. Das, was die Dortmunder in den vergangenen Wochen so stark gemacht hatte. Wenn es dem Bundesligisten einmal gelang, das Tempo zu forcieren, wurden sie gleich gefährlich. Aber das passierte zu selten.

Die bittere 0:1-Niederlage gegen Arsenal in Bildern

Die bittere 0:1-Pleite des BVB gegen Arsenal in Bildern

Nach gut einer Viertelstunde schoss Innenverteidiger Neven Subotic nach einer Standardsituation und folgender Kopfballvorlage von Sven Bender nur knapp am Arsenal-Tor vorbei. In der 35. Minute bot sich Henrikh Mkhitaryan die Riesenchance, den BVB in Führung zu bringen. Nach Balleroberung durch Lewandowski und guter Vorlage von Jakub Blaszczykowski traf er unbedrängt von der Strafraumgrenze nicht. Arsenal schoss im ersten Durchgang nicht einmal auf das Dortmunder Tor. Vor den Augen von Bundestrainer Joachim Löw blieb Mesut Özil wie im Hinspiel blass.

Schneller und direkter kombinierten die Borussen zu Beginn der zweiten Hälfte. Damit setzten sie Arsenal gleich unter Druck. Bei einem Kopfball von Reus nach einer Rechtsflanke von Großkreutz musste sich Gästeschlussmann Wojciech Szczesny mächtig strecken. Aber wie ein Blitz aus heiterem Himmels traf den BVB die glückliche Führung der Engländer. Gleich mit ihrer ersten Chance im Spiel überhaupt gelang Aaron Ramsey nach einem Stellungsfehler von Subotic per Kopfball das 0:1 (62.). Es folgte ein offener Schlagabtausch, die Partie gewann deutlich an Klasse. Nach einer Vorlage von Lewandowski trat Reus freistehend über den Ball (65.). Im Gegenzug scheiterte Ramsey aus kurzer Distanz am aufmerksamen BVB-Schlussmann Weidenfeller.

Klopp wechselte in der Schlussphase mit Pierre-Emerick Aubameyang und Jonas Hofmann zwei frische Offensivkräfte für Jakub Blaszczykowski und Sven Bender ein. Aber Arsenal kontrollierte jetzt die Begegnung, bot den Dortmundern keine Räume. Deshalb wollte es der BVB am Ende noch mit der Brechstange versuchen. Julian Schieber kam (82.) für Reus auf das Feld. Doch auch diese Maßnahme verpuffte gegen den cleveren Spitzenreiter der Premiere League, der den Sieg über die Zeit rettete.

„Dortmund hatte ein paar mehr Chancen. Wir wollten versuchen, dass uns der BVB nicht überrollt und dann auf Konter lauern. Ich denke, das ist uns ganz gut gelungen“, strahlte Per Mertesacker, deutscher Innenverteidiger der Gunners.

Quelle: wa.de

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