Im dritten Spiel in Folge

Weigl verdrängt Delaney beim BVB: Borussia Dortmund imponiert mit Kader-Breite

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Wieder auf dem Weg zu einer festen Größe beim BVB: Julian Weigl.

Julian Weigl hat Thomas Delaney vorerst aus dem Mittelfeld von Borussia Dortmund verdrängt. Der BVB hat ein Luxusproblem, das seinesgleichen sucht.

Update vom 18. August, 14.04 Uhr: Als Borussia Dortmund am Samstag schon mit 4:1 gegen den FC Augsburg in Führung lag und das Spiel mit etwa 70 Prozent Ballbesitz unter schwarzgelber Kontrolle stand, setzte BVB-Coach zum endgültigen Todesstoß an. Auf der Rechtsverteidigerposition ersetzte der offensivaffine Achraf Hakimi den Routinier Lukasz Piszczek, auf dem Flügel war Schicht für Thorgan Hazard – und Julian Brandt betrat das Spielfeld. Knapp zehn Minuten später folgte dann noch Mario Götze auf Marco Reus. Die drei Wechsel zeigten beeindruckend: Dortmund ist in der Breite aufgestellt wie kein anderer Bundesligist.

Bedenkt man nun den Umstand, dass Raphael Guerreiro, der Portugiese mit dem zärtlichen Fuß, auch noch für die linke Seite bereitstünde, wenn er sich von seiner Verletzung (Muskelfaserriss) erholt hat, fragt man sich tatsächlich, wer diesen BVB in dieser Saison stoppen will.

Das In-Game-Coaching war bislang nicht Favres Paradedisziplin. Mit dieser Bank sollte es dem taktischen Schweizer aber wesentlich leichter gelingen, auf Rückschläge innerhalb einer Partie zu reagieren. Die Möglichkeiten, die der aktuelle Dortmunder Kader mit seiner breiten Qualität bietet, wirken schier unermesslich. Selbst ein Erfolgsgarant der letzten Saison wie Thomas Delaney wird da nur noch zu einer weiteren Option degradiert – woanders wäre nicht nur er unangefochtener Stammspieler.

Julian Weigl wieder Stammkraft beim BVB

Dortmund - Monatelang sah es so aus, als würde Julian Weigl Borussia Dortmund verlassen. Der Mittelfeldspieler spielte nach dem Trainerwechsel von Peter Stöger zu Lucien Favre in der vergangenen Saison zunächst wenig. In der aktuellen Saison hat er sich aber offensichtlich wieder einen Stammplatz erkämpft und Thomas Delaney verdrängt, spielt jetzt fest neben Axel Witsel.

Lob von Sportdirektor Zorc nach Auftaktsieg

Nach dem 5:1-Auftaktsieg gegen den FC Augsburg erntete Weigl sogar ein Lob von Dortmunds Sportdirektor Michael Zorc. "Er hat eine super Vorbereitung gespielt, hat sein Spiel ein wenig offensiver gestaltet, auch in Verbindung mit Axel Witsel. Von daher passt das sehr gut." Dass Weigl derzeit die Nase vorn gegenüber Delaney habe, wollte der Manager aber so nicht stehen lassen. "In solchen Kategorien denken wir nicht."

Dennoch: Weigl hat sich beim BVB zurückgekämpft. In der vergangenen Serie hatte es immer wieder geheißen, der französische Meister Paris Saint-Germain mit Weigls früherem Förderer Thomas Tuchel habe Interesse an einer Verpflichtung. 

Weigl bei Borussia Dortmund wieder Stammkraft

Weigl flüchtete nicht aus dem Ruhrgebiet. In der Rückserie half der frühere Münchener Löwe, als die Borussia verletzungsbedingt einen Innenverteidiger-Engpass hatte, im Abwehrzentrum aus - und hinterließ dabei nicht nur bei Favre einen positiven, bleibenden Eindruck. Doch auf seiner Lieblingsposition, im defensiven Mittelfeld direkt vor der Abwehr, hatte Weigl der im Sommer 2018 von Werder Bremen verpflichtete Thomas Delaney gemeinsam mit Belgiens Superstar Axel Witsel den Rang abgelaufen. 

Weigl beim BVB obenauf: Sechser hat Thomas Delaney verdrängt

Zur neuen Saison, der zweiten bei der Borussia unter Favre, plötzlich die Wende: Delaney, der in seiner ersten Spielzeit im Revier keineswegs enttäuscht hatte, saß plötzlich draußen. Sowohl im Supercup beim 2:0-Erfolg über Rekordmeister Bayern München als auch in der ersten Runde des DFB-Pokals beim KFC Uerdingen (2:0) blieb dem dänischen Nationalkicker nur ein Platz auf der Bank.

Delaney nur zweite Wahl – Weigl mit mehr Ruhe am Ball

Und auch zum Bundesliga-Start gegen den FC Augsburg bekam Weigl vom Trainer wieder das Mandat für die erste Elf - der ehemalige 60er ist wieder wichtig geworden bei der Borussia. Ein Transfer nach Paris dürfte damit fürs Erste vom Tisch sein. Favre schätzt an Weigl die Ruhe am Ball, Konkurrent Delaney kann zwar auch mit klugen Pässen für einen guten Spielaufbau sorgen, ist aber eher der Kämpfertyp. Weigl passt da aktuell besser ins System.

Währenddessen sorgt auch ein anderer Spieler für Begeisterung auf dem Feld: Jadon Sancho. Nach seinem Treffer zum 2:1 gegen den FC Augsburg beglückte er die BVB-Fans mit einer besonderen Geste.

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Quelle: wa.de

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