Infos aus der Pressekonferenz

Klopp verlässt BVB im Sommer - Kommt Tuchel?

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Abschied im Sommer: Jürgen Klopp (rechts( hat angeblich um Auflösung seines Vertrages beim BVB gebeten. Sein Nachfolger soll wie in Mainz Thomas Tuchel (links) werden.

[UPDATE 14.15 UHR] DORTMUND - Unter Jürgen Klopp erlebte Borussia Dortmund die erfolgreichste Ära der Vereinsgeschichte. Im Sommer endet die Zusammenarbeit nach sieben Jahren. Der BVB entspricht dem Wunsch des Trainers nach Vertragsauflösung.

Die Erklärung von Jürgen Klopp gibt es hier zum Nachlesen.

Die gemeinsame Erfolgsgeschichte von Jürgen Klopp und Borussia Dortmund geht im Sommer nach sieben Jahren zu Ende. Diese überraschende Entscheidung gab der westfälische Fußball-Bundesligist am Mittwoch bekannt. Der Verein habe der Bitte des 47-Jährigen nach einer Auflösung des bis 2018 gültigen Vertrages entsprochen, teilte BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke mit. Zur Nachfolge wollte sich Vereinssprecher Sascha Fligge nicht äußern. Bei der Suche setzt Watzke auf das Motto "Sicherheit vor Schnelligkeit".

Bild.de hatte zuvor den Ex-Mainzer Thomas Tuchel als Nachfolger ins Gespräch gebracht. Dieser war vermeintlicher Top-Kandidat beim Hamburger SV, wo aber nun wiederum Bruno Labbadia als Trainer präsentiert wurde. Insofern würde es passen, wenn Tuchel nun plötzlich zum zweiten Mal in seiner noch jungen Karriere Nachfolger von Klopp würde.

"Wir haben einige Gespräche geführt und dabei die gemeinsame Entscheidung getroffen, dass der Weg, den wir sieben Jahre lang mit unglaublichem Erfolg gegangen sind, am Saisonende zu Ende geht. Das hat mich und Jürgen sehr angefasst", sagte Watzke in einer Pressekonferenz sichtlich gerührt.

Aktie im Minus

Jürgen Klopp geht bei Borussia Dortmund von Bord, und die Anleger gehen gleich mit. Der bevorstehende Abschied hat die BVB-Aktie am Mittwoch ins Minus gedrückt. Das Papier fiel nach ersten Spekulationen über den Trainerabschied zunächst bei 3,375 Euro auf den tiefsten Kurs seit August 2013. Zuletzt verbilligte sie sich am Ende des SDax um 2,9 Prozent auf 3,49 Euro.

Klopp hält seinen Abschied zum Saisonende für eine "absolut richtige Entscheidung". Er erklärte, er habe zuletzt nicht mehr das Gefühl gehabt, der perfekte Trainer für den Fußball-Bundesligisten zu sein. "Man ist Profi und muss so eine Entscheidung treffen", sagte Klopp. Zu seiner Zukunft wollte er sich nicht konkret äußern. "Es ist nicht so, dass ich müde wäre. Ich habe auch nicht vor, ein Sabbatical zu machen, aber im Trainerjob kann es sein, dass ich es machen muss", stellte der Trainer fest. Einen neuen Arbeitgeber habe er nicht in der Hinterhand, versicherte Klopp. "Es ist nichts strukturiert, es ist nichts geplant, nichts taktiert."

Der Coach könne sicher sein, "dass dir der ewige Dank aller Borussen zuteil wird", sagte Watzke an Klopp gerichtet. "Das einzige, was mich in diesen Momenten ein Stück weit tröstet, ist, dass unsere Freundschaft mit Sicherheit bestehen wird." Die Gespräche über die Trennung hätten auf Initiative von Klopp stattgefunden.

In sehr persönlichen Worten wandte sich BVB-Sportdirektor Michael Zorc an Klopp: "Wir haben die letzten sieben Jahre ein modernes Fußball-Märchen geschrieben. Du hast diesen Club, aber auch mir persönlich viel Energie und Optimismus mitgegeben. Ich glaube, alle BVB-Mitarbeiter und unsere Mannschaft sollten dir den Abschied bereiten, der diesen sieben Jahren gerecht wird. Es war eine wunderbare Zeit der Zusammenarbeit."

Klopp hatte erst im Oktober 2013 seinen Vertrag bis 2018 verlängert. In dieser Saison erlebte der BVB unter dem Coach aber einen schweren Absturz. Mit nur 33 Punkten ist der Club noch nicht endgültig gesichert. Die Schwarz-Gelben hatten die Hinrunde nur auf Platz 17 beendet.

Unter Klopp erlebte der BVB zuvor eine seiner erfolgreichsten Zeiten in der Bundesliga. Seit 2008 ist der 47-Jährige bei den Westfalen im Amt. Zwei Meisterschaften (2011, 2012) und einen Pokalsieg (2012) gewannen die Dortmunder seitdem unter Klopp. Außerdem erreichte der BVB 2013 das Champions-League-Finale. Insgesamt führte Klopp den Verein viermal in Serie in die Königsklasse. In dieser Saison haben die Dortmunder nur noch Chancen auf den DFB-Pokal.  - ecke/dpa

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Quelle: wa.de

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